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Alarmsignal vor Rückrunde: Bayern hat ein Problem, das schwer zu lösen ist

Alarmsignal vor Rückrunde: Bayern hat ein Problem, das schwer zu lösen ist

13/01/2020 um 12:09

Eine Woche vor dem Start in die Rückrunde bei Hertha BSC plagen den FC Bayern Sorgen. Die deutliche Niederlage beim Test in Nürnberg war zwar peinlich, ist aber nichtmal das größte Problem. Viel schwerer wiegt die aktuelle Verletztenmisere, die zu diesem Zeitpunkt nur schwer verbessert werden kann. Da hilft auch alles Klagen des Cheftrainers nichts.

Hansi Flicks Worte ließen tief blicken.

Ein Ergebnis, das unter anderen Umständen zu einem öffentlichen Aufschrei geführt hätte. In der aktuellen Situation des FC Bayern wird es aber mehr oder weniger klaglos hingenommen. Selbst bei den sonst so erfolgsverwöhnten Münchnern wissen sie, dass es derzeit größere Probleme gibt.

Nur zwölf Stars sind wirklich fit

Doch das größte und offensichtlichste Dilemma des FC Bayern bleibt dieser Tage das hauseigene Lazarett.

Niklas Süle, Lucas Hernández, Javi Martinez, Kingsley Coman und der gesperrte Joshua Kimmich werden gegen Klinsmanns Jungs sicher fehlen. Ob Serge Gnabry seine Achillessehnenprobleme bis dahin auskuriert hat, erscheint momentan auch mehr als fraglich. Am ehesten kehrt der frisch an der Leiste operierte Robert Lewandowski zurück.

1. FC Nürnberg gegen FC Bayern

1. FC Nürnberg gegen FC BayernImago

Auch deshalb gab Flick nach dem Test in Nürnberg erstmal zwei Tage zur Erholung frei. Nach einem Leistungstest am Dienstag wird das Tempo wieder erhöht.

Die Bayern schlagen sich derzeit mit einem hausgemachten Problem herum, das leicht außer Kontrolle geraten ist. Der Kader war von Anfang an klein. Nun ist er geradezu winzig. "Viele Alternativen gibt es nicht", meinte Flick lapidar.

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Flick schwächt Transferforderung ab

In Nürnberg ließ er in der ersten Halbzeit seine derzeitige "Premium-Elf" mit allen Müllers, Coutinhos, Neuers und Alabas auflaufen. Auf der Bank saßen neben Keeper Sven Ulreich ausnahmslos Jugendspieler. Als nach 45 Minuten komplett gewechselt wurde, stand es 1:1. Dann wurde es noch bitterer.

Eine Korrektur ist im Wintertransferfenster nur schwer möglich. Man bekommt meistens nicht die Spieler, die man möchte. Auch der Bayern-Trainer weiß das. Trotzdem weist er seinen Sportdirektor öffentlich darauf hin, für Alternativen zu sorgen. Flick will sich nicht vorwerfen lassen, es nicht zumindest versucht zu haben. Auch wenn er seine ursprüngliche Forderung etwas abschwächte:

"Wir haben eventuell zwei, drei Wochen zu überstehen, bis der nächste Spieler wieder da ist. Wir werden gemeinsam entscheiden, was die nächsten Wochen passiert, ob was passiert."

Es ist deutlich durchzuhören, wie unzufrieden der Chefcoach mit der aktuellen Situation ist. Da wird es ihm gut gefallen, dass Salihamidzic die Tür für eventuelle Transfers einen Spalt offen hält.

"In so einer Phase muss man besonders eng zusammenstehen und gemeinsam überlegen, was das Beste ist", sagt "Brazzo". Und weiter:

Oft ergeben sich dann Lösungen, die man nicht auf dem Zettel hatte: Zum Beispiel junge Spieler, die ins kalte Wasser geworfen werden und überraschen oder auch Positionswechsel, die so nicht vorgesehen waren, aber funktionieren. Oder ein Transfer. Wir müssen sehen.

Es ist also möglich, dass der FC Bayern sein großes Problem dann doch noch auf dem Transfermarkt löst. Wahrscheinlicher ist aber, dass dort nichts mehr passiert.

Dann muss Hansi Flick schon in Berlin kreativ werden.

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