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Dämpfer nach Spurs-Gala: FC Bayern kassiert bittere Heimpleite gegen Hoffenheim

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Benjamin Pavard vom FC Bayern München

Fotocredit: Getty Images

VonMartin Lehmann
05/10/2019 Am 17:40 | Update 05/10/2019 Am 17:41

Der FC Bayern München hat das Heimspiel am 7. Spieltag der Bundesliga gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit 1:2 (0:0) verloren. Trotz deutlich mehr Spielanteilen für die Münchner brachte Sargis Adamyan die Gäste in der 54. Minute in Führung, die Robert Lewandowski in der 73. Minute per Kopf ausglich. Erneut Adamyan machte in der 79. Minute den Coup für den Außenseiter perfekt.

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So lief das Spiel:

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Nach der 7:2-Gala gegen Tottenham Hotspur in der Champions League stand für den FC Bayern gegen Hoffenheim wieder der ganz normale Bundesliga-Alltag auf dem Programm. Und der letzte Wiesn-Spieltag des Rekordmeisters in diesem Jahr hätte beinahe mit einem frühen Rückschlag begonnen: Nach Pass von Ilias Bebou lief Sargis Adamyan über 40 Meter alleine auf Torwart Manuel Neuer zu, zögerte aber beim Abschluss zu lange. So konnte Jérôme Boateng in letzter Sekunde zur Ecke retten (4.).

Bayerns Offensive legte erst nach 25 Minuten so richtig los und kam in der Folge zu ersten guten Gelegenheiten durch Serge Ganbry (26.) und Corentin Tolisso (27.). Fast minütlich geriet die TSG in dieser Phase in Bedrängnis, doch auch nach Kopfbällen von Kingsley Coman (28.) und Robert Lewandowski (29.) stand bei den Gästen noch die Null. Da bis zur Pause auch Philippe Coutinho (34.), Thiago Alcántara (39.) als auch Tolisso (43.) bei Schüssen aus der Distanz allesamt zu hoch zielten, ging es torlos in die Kabinen.

Keine zehn Minuten nach dem Seitenwechsel kam ein einfacher Ballverlust von Tolisso gegen Ex-Bayer Sebastian Rudy den Rekordmeister teuer zu stehen. Adamyan wurde anschließend von Karl Geier rechts im Strafraum in Szene gesetzt und traf durch die Beine von Boateng in die kurze Ecke (54.).

Naturgemäß erhöhten die Bayern den Druck und klopften durch Abschlüsse von Gnabry (69.) und Lewandowski (70.). erstmals im zweiten Durchgang ernsthaft am Hoffenheimer Kasten an. In der 73. Minute wurden die Bayern dann zumindest vorübergehend erlöst. Eine tolle Chip-Flanke des eingewechselten Thomas Müller verwertete Lewandowski per Kopf zum Ausgleich.

Doch nur sechs Minuten später war der alte Abstand wiederhergestellt: Robert Skov wurde links am Strafraum nicht angegriffen und bediente Adamyan per Flachpass, der aus 16 Metern die erste Münchner Saisonniederlage besiegelte (79.).

Die Stimmen:

Manuel Neuer (FC Bayern): "Die Motivation war da, das kann man nicht anführen. Einfache Fehler haben dazu geführt, dass wird zwei Mal durch einen Bauern-Trick die Tore kassieren. Das ist ein Warnhinweis für uns, dass man nichts geschenkt bekommt."

Niko Kovac (Trainer FC Bayern): "Wir haben es nicht geschafft, das gute Spiel vom Dienstag wieder auf den Platz zu bringen. Heute haben wir es gerade in der zweiten Halbzeit nicht gut gemacht. Der Sieg von Hoffenheim ist nicht unverdient. Wir hätten es besser zu Ende spielen müssen, da hätte ich mehr Entschlossenheit erwartet."

Oliver Baumann (TSG Hoffenheim): "Wir haben nicht viel zugelassen und viele wichtige Zweikämpfe gewonnen. Phasenweise haben wir mutig hinten rausgespielt. Für diesen Mut wurden wir heute belohnt."

Sargis Adamyan (TSG Hoffenheim): "In so einem Stadion zu spielen, ist ein absoluter Traum für mich. Der Sieg war sehr wichtig, weil die letzten Wochen nicht einfach für uns waren. So können wir in der Bundesliga jeden schlagen."

Der Tweet zum Spiel: Lewandowski trifft immer

Das fiel auf: Bayerns linker Flügel lahmt

Bayerns sonst so starkes Flügelspiel blieb für die TSG an diesem Nachmittag extrem ausrechenbar. Weil sowohl David Alaba (Haarriss in der Rippe) als auch Lucas Hernández (Knieprellung) ausfielen, wurde Benjamin Pavard auf die Linksverteidigerposition beordert. Der Franzose fremdelte mit dieser Position sichtbar und entwickelte nicht den gewohnten Offensivdrang wie seine verletzten Teamkollegen. Daher verlegten die Münchner einen Großteil ihrer Angriffe auf die rechte Offensivseite und wurden dort zumeist schon von den Gästen erwartet.

Die Statistik: 213

Durch seinen insgesamt 213. Treffer in der Bundesliga zog Robert Lewandowski in der ewigen Torschützenliste mit dem Viertplatzierten Manfred Burgsmüller gleich.

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