FC Bayern München | Transfer von Marc Roca als beste Ergänzung zu Thiago
Publiziert 19/07/2019 um 20:56 GMT+2 Uhr
Beim FC Bayern München klafft im defensiven Mittelfeld ein Loch. Gesucht wird ein starker Sechser als Ergänzung zum überragenden Thiago. Das Loch zu stopfen, wird eine große Herausforderung für Hasan Salihamidzic in den verbleibenden sechs Wochen auf dem Transfermarkt. Immerhin: Der FCB-Sportdirektor ist auf einem guten Weg, denn er hat mit Marc Roca die beste Lösung bereits an der Angel.
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Flanken. Immer wieder Flanken. Die Fans des FC Bayern München, die den schicken Kombinationsfußball von Pep Guardiola noch in den Köpfen hatten, rauften sich in der vergangenen Saison öfter mal die Haare, wenn sie die Spiele ihres Vereins genau verfolgten.
Das Ende ist bekannt, es reichte für das Team von Trainer Niko Kovac dennoch zum Double, und trotzdem wurde das Konzept für die Offensive bis zuletzt nicht richtig sichtbar.
Wofür steht der Stil des FC Bayern?
In seiner zweiten Saison muss Kovac vor allem unter Beweis stellen, dass er vorne einen Plan hat und seine Spieler diesen auch umsetzen wollen. Erste Ansätze blitzten bei der 1:2-Niederlage gegen den FC Arsenal im Rahmen der US-Promo-Tour immerhin schon dezent auf.
"Das, was ich in der Offensive gesehen habe, hat mir gefallen", bemerkte Kovac dazu.
Mit Corentin Tolisso und Amateur Ryan Johansson hatte Kovac - im Gegensatz zu vielen Spielen in der abgelaufenen Saison, in denen er auf zwei Sechser setzte - seine "Achter" weiter nach vorne beordert, während nur Thiago dahinter absicherte und den Spielaufbau vorantrieb.
Die Intention des Trainers war klar: Mehr Kombinationen und Anspielstationen in der Zentrale schaffen, Flanken aus Verlegenheit vermeiden. Soweit die Theorie.
Hinter Thiago klafft ein Loch
Praktisch wirkt es doch sehr optimistisch, nur mit Thiago und Javí Martínez als Spieler im defensiven Mittelfeld in die Saison zu gehen. Thiago ist und bleibt verletzungsanfällig und mit seinen vorzüglichen technischen Fähigkeiten ohnehin sogar noch besser weiter vorne aufgehoben, Martínez wird mit seinen mittlerweile 30 Jahren wahrscheinlich nicht über eine Rolle als Ergänzungsspieler hinauskommen.
Joshua Kimmich ist ein weiteres Jahr als rechter Verteidiger eingeplant, Neuzugang Benjamin Pavard wird ebenfalls in der Verteidigung gebraucht. Renato Sanches könnte den Verein noch verlassen. Fällt Thiago also aus, klafft dahinter ein großes Loch.
Natürlich ist das den Verantwortlichen bekannt. "Nicht umsonst ist unser Sportdirektor daheim geblieben", weiß auch Kapitän Manuel Neuer. Mit "Volldampf" (Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge) versucht Hasan Salihamidzic mit Hilfe von Präsident Uli Hoeneß die Schlüsselposition im defensiven Mittelfeld zu besetzen.
Bei Rodri (wechselte zu Manchester City) blitzen die Bayern noch ab, mit Marc Roca (Espanyol Barcelona) hingegen könnte es nun ganz schnell gehen.
Der Ablöse-Poker mit Espanyol
Der aktuelle Stand: Mit dem Spieler soll Einigkeit bestehen, noch ausstehend sind hingegen die Verhandlungen um die Ablöse. Espanyol soll auf die festgeschriebene Ablöse von 40 Millionen Euro pochen.
Roca mag in Deutschland noch keinen großen Namen haben, weniger interessant ist der 22-Jährige deshalb aber nicht. In seinem Team gehörte er in der vergangenen Saison zu den Leistungsträgern. Mit Spanien gewann er die U21-Europameisterschaft.
Er ist 1,84 Meter groß und gefürchtet für seine Kompromisslosigkeit in Zweikämpfen. Im Aufbau glänzt er mit Ballsicherheit, sensationeller Übersicht und feinen Diagonalpässen auf die Flügel mit seinem starken linken Fuß. Er bringt ein Gesamtpaket mit, das den Bayern sofort weiterhelfen würde.
Beim ersten Blick erinnert seine Spielweise an die eines Xabi Alonso. Und dieser ist in München schließlich noch in bester Erinnerung.
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