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FC Bayern München vergibt Sieg in Augsburg in der Nachspielzeit
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Publiziert 19/10/2019 um 17:27 GMT+2 Uhr
Der FC Bayern München hat im Auswärtsspiel am 8. Spieltag beim FC Augsburg erneut Punkte liegen gelassen. Die Elf von Niko Kovac kam im Derby nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus. Marco Richter brachte den FCA nach 32 Sekunden in Führung, die Robert Lewandowski in der 14. Minute ausglich. Serge Gnabry drehte die Partie kurz nach der Pause (49.), Alfred Finnbogason konnte aber noch ausgleichen (90.+1).
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Fotocredit: Eurosport
So lief das Spiel:
Das 17. Bundesligaduell beider bayerischer Mannschaften hätte für den Rekordmeister aus München nicht schlechter beginnen können. In der ersten Spielminute bekam der FC Bayern nach einem Augsburger Einwurf keinen Zugriff und lag nach nicht einmal 60 Sekunden in Rückstand. Rani Khedira bediente per Kopf Angreifer Marco Richter, der aus sieben Metern volley zur Augsburger Führung vollstreckte (1.).
Gegen zu Beginn wild anrennende Fuggerstädter mussten die Gäste kurze Zeit später den nächsten schweren Rückschlag hinnehmen. Abwehrchef Niklas Süle verletzte sich beim Aufkommen am linken Knie und blieb mehrere Minuten auf dem Rasen der WWK-Arena liegen, ehe er das Spielfeld humpelnd und von Betreuern gestützt verlassen konnte (11.).
Die Bayern schienen nun endlich aufgewacht und erzielten nach 14 Minuten den schnellen Ausgleich. Serge Gnabry nutzte die ihm gebotenen Freiräume auf dem Flügel und flankte mit links ins Zentrum, wo Robert Lewandowski die Kugel zum 1:1 in die lange Ecke verlängerte (14.).
Mit zunehmender Spieldauer erspielten sich die Bayern das erwartete Übergewicht, taten sich aber lange schwer, zu gefährlichen Abschlüssen zu kommen. Erst kurz vor der Pause klopften die Gäste nochmal am Augsburger Gehäuse an: Gnabry traf jedoch nur den Pfosten (39.) und auch Thiago scheiterte aus kurzer Distanz gleich doppelt an Jedvaj auf der Linie und Keeper Tomas Koubek (40.).
Nach der Pause brachte der überragende Gnabry die Bayern mit einer starken Einzelleistung in Front und versenkte die Kugel aus 17 Metern maßgenau im linken Eck (49.). Wenige Minuten später verpasste Coutinho die Vorentscheidung, als er eine Gnabry-Hereingabe aus zehn Metern nicht am heute grandiosen Koubek vorbeibrachte (52.).
Weil sowohl Coman (79.) als auch Thomas Müller (90.) beste Chancen vergaben, blieben die Augsburger bis zum Schluss im Spiel und kamen tatsächlich noch zum Ausgleich. Der eingewechselte Sergio Cordóva setzte sich rechts am Strafraum gegen den unglücklich agierenden Lucas Hernández durch und bediente den völlig freien Alfred Finnbogason, der den Ball aus kurzer Distanz zum 2:2-Endstand über die Linie drückte (90.+1).
Die Stimmen:
Alfred Finnbogason (FC Augsburg): "Es ist etwas ganz besonderes, gegen Bayern zu treffen. Dass wir noch einen Punkt geholt haben, ist grandios."
Rani Khedira (FC Augsburg): "Wir hatten einen geilen Start und ein geiles Ende. Wir haben nie aufgegeben und uns mit dem Punkt belohnt."
Niko Kovac (Trainer FC Bayern): "Das frühe und das späte Gegentor dürfen nicht passieren. Da müssen wir wach sein und nicht erst nach fünf Minuten. Wir bringen uns selber um den Lohn der Früchte. Das gute Spiel, das wir gemacht haben, geht jetzt unter, weil wir 2:2 gespielt haben. Noch schlimmer ist aber die Verletzung von Süle. Das Gefühl ist eher negativ - ich hoffe nicht, dass die Kreuzbänder etwas abbekommen haben."
Serge Gnabry (FC Bayern): "Wir haben ein super Spiel gemacht und die Sache die ganze Zeit gut kontrolliert. Wir haben verpasst, das Spiel zuzumachen und es am Ende vergeigt. Wir sind hinten in der Nachspielzeit leider zu fahrig gewesen."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Müllers unglücklicher Kurzauftritt
Obwohl Philippe Coutinho während der Länderspielpause mit der brasilianischen Nationalelf unterwegs war, erhielt der Spielmacher einmal mehr den Vorzug vor Konkurrent Thomas Müller. Trotz des harten Programms in den kommenden englischen Wochen ließ Trainer Niko Kovac den Weltmeister im sechsten Pflichtspiel in Folge auf der Bank.
Müller kam in der 80. Minute für den überwiegend blassen Coutinho in die Partie und gab einen unglücklichen Kurzauftritt ab. In der 90. Minute vergab der Mittelfeldspieler die große Chance auf das 3:1 und machte wenige Sekunden später eine dicke Konterchance mit einem ungenauen Zuspiel zunichte - im direkten Gegenzug kamen die Augsburger zum viel umjubelten Ausgleichstreffer.
Die Statistik: 4
Der FC Bayern kassierte in seinen letzten vier Pflichtspielen immer zwei Gegentore und hat nach acht Spieltagen nun schon zehn Gegentreffer in der Bundesliga. Eine derart löchrige Abwehr hatten die Münchener zuletzt in der Saison 2008/2009 unter Jürgen Klinsmann vorzuweisen.
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