Nach dem Missverständnis mit Klinsmann, der erst spektakulär als Trainer der Hertha zurückgetreten war und daraufhin auch seinen Posten im Aufsichtsrat verloren hatte, soll sich Lehmann im Gremium künftig federführend um sportliche Fragen kümmern.
Gleichzeitig rückt auch der Bremer Unternehmer Marc Kosicke als Berufener von Windhorst in den Aufsichtsrat. Der Berater von Jürgen Klopp und Julian Nagelsmann wird nach Medieninformationen für die strategische Ausrichtung des Vereins zuständig sein.

Lehmann ein meinungsstarker Klinsmann-Nachfolger

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Windhorst holt sich damit gleich in doppeltem Sinne die aus seiner Sicht dringend benötigte fußballerische Fachkompetenz in den Aufsichtsrat zurück. Der Investor besitzt 49,9 Prozent der Anteile der Hertha und kann damit vier Plätze im Aufsichtsrat nach seinen Wünschen besetzen. Eigentlich hatte sich der erst Ende vergangenen Jahres verpflichtete Klinsmann als verlängerter Arm von Windhorst im Kontrollgremium um die sportlichen Belange kümmern sollen, doch dieses Vorhaben war nach dem geräuschvollen Rücktritt dahin.
Klinsmann war im Februar mit einer öffentlichen Abrechnung als Coach der Berliner zurückgetreten. Nur kurz darauf hatte Windhorst angekündigt, dass der frühere Bundestrainer seinen Posten im Aufsichtsrat verlieren werde. Mit Lehmann steht nun ein nicht minder meinungsstarker Charakter für die Nachfolge parat.

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Ungewohntes Terrain für Lehmann

Der frühere Keeper sammelte zwar nach dem Ende seiner aktiven Karriere im Jahr 2011 im Fußball bereits erste Erfahrungen außerhalb des Platzes, ein derartiger Posten ist für den 61-maligen Nationalspieler allerdings absolutes Neuland. Lehmann arbeitete bislang lediglich als Co-Trainer für den FC Arsenal und den FC Augsburg, außerdem war er jahrelang als Fernsehexperte tätig.
Nun soll er den zuletzt mehrfach in die Negativschlagzeilen geratenen Hauptstadtklub mit seiner sportlichen Fachkompetenz auf dem Weg zu seinen großen Zielen helfen. Nach Klinsmann mit seinem öffentlichen Rundumschlag hatte zuletzt auch Angreifer Salomon Kalou für Aufsehen gesorgt und mit seinem verräterischen Kabinen-Video für viele Diskussionen um den Bundesliga-Neustart gesorgt.
Sportlich kämpft die Hertha trotz der kolportierten 225-Windhorst-Millionen statt um Europa in diesem Jahr ums blanke sportliche Überleben. Von Kontinuität kann bei vier verschiedenen Trainern in dieser Spielzeit auch keine Rede sein. Anfang April übernahm Bruno Labbadia.
Doch vielleicht kann Lehmann den Verein nun nicht nur in ruhigeres Fahrwasser, sondern auch dahin führen, wo die Hertha hin will: in die Spitzengruppe der Bundesliga.
(SID)
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