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Klinsmann klagt Hertha an: "Himmelfahrtskommando übernommen"

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Jürgen Klinsmann neben Michael Preetz

Fotocredit: Getty Images

VonFrederic von Moers
11/02/2020 Am 16:41 | Update 12/02/2020 Am 13:57

Es war die Meldung des Tages: Jürgen Klinsmann verkündete überraschend seinen Rücktritt als Cheftrainer des abstiegsgefährdeten Hertha BSC. Kurz nach der Bekanntgabe äußerte sich der Ex-Bundestrainer gegenüber der "Bild"-Zeitung. "Ich habe ein Himmelfahrtskommando übernommen und habe nur in einem Spiel schlechter abgeschnitten als gehofft", klagte der 55-Jährige an.

Namen wollte Klinsmann bei seiner Anklage nicht nennen, doch "verschiedene Denkweisen und vor allem verschiedene Kulturen" und "verschiedene Herangehensweisen" hätten zu seiner Entscheidung geführt.

Klinsmann bevorzugt eine Variante wie in der Premier League:

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Nach meinem Verständnis sollte ein Trainer – nach dem englischen Modell – die gesamte sportliche Verantwortung tragen. Also auch über Transfers. Das gibt der Position wesentlich mehr Power.

Doch das war dem früheren Bayern-Trainer nicht vergönnt, wie er bemängelt.

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Verschiedene Vertragsvorstellungen

"Ich hatte nicht einmal eine schriftliche Vertrags-Vereinbarung für diese Saison. Das zog sich seit zehn Wochen hin", kritisiert der Schwabe auf die Nachfrage nach den stockenden Vertragsverhandlungen weiter, "wir haben in den vergangenen Tagen deutliche Reaktionen und Anzeichen bekommen, dass sich die angesprochene Situation nicht verbessert, sondern eher noch verschlechtert".

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Damit konnte sich der Coach nach eigener Aussage nicht mehr auf das Wesentliche fokussieren:

Wenn ich als Trainer für eine Mannschaft zuständig bin, will ich auch meine Energie in die Arbeit MIT der Mannschaft stecken.

Zu häufig standen angeblich Nebensächlichkeiten im Mittelpunkt. "Es geht viel zu viel Energie verloren für Dinge, die außerhalb des Spielfeldes liegen", tadelte "Klinsi" die Klub-Verantwortlichen weiter.

Klinsmann erkannte Fortschritt

Die Leistung des Trainerteams und den Fortschritt mit der Mannschaft empfand der Übungsleiter als gelungen. Es sei ihm und seinen Assistenten gelungen "die Mannschaft zu stabilisieren und von der Abstiegszone wegzubringen". Hinsichtlich der Kompetenz des Teams hat Klinsmann keine Zweifel:

Ich bin sicher, die Jungs schaffen den Klassenerhalt. Und zwar souverän.

Obwohl sich der gebürtige Göttinger erstmal in seine Wahlheimat in die USA zurückziehen möchte, kündigt er einen Verbleib bei den Hauptstädtern an:

Ich verlasse zwar erst einmal Berlin, aber komme wieder und bleibe Hertha erhalten als sportlicher Berater von Tennor (Firma von Lars Windhorst – Anm. d. Red.). Diese Funktion nehme ich ernst.

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