Kein Sieger in Leverkusen: Nkunku rettet RB Leipzig den Punkt

Bayer Leverkusen und RB Leipzig haben sich am siebten Bundesligaspieltag unentschieden getrennt und verpassten so die Tabellenführung. Beim 1:1 (0:0) hatte zunächst Kevin Volland die Gastgeber in Führung gebracht (66. Minute). Etwa eine Viertelstunde vor Schluss glich dann RB-Neuzugang Christopher Nkunku zum Endstand aus (78.). Die "Roten Bullen" ließen aber auch zahlreiche Chancen liegen.

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So lief das Spiel:

In einer Partie, in der beide Mannschaften auf schnelles Umschaltspiel setzten, ging es schnell zur Sache. Bereits nach vier Minuten hatte Nadiem Amiri die erste Chance.
Der Neu-Nationalspieler wurde von Kai Havertz steil geschickt, aber sein Abschluss bereitete Peter Gulacsi keine Schwierigkeiten. Auf der anderen Seite war es Matheus Cunha der auf Lukas Hradecky zu marschierte, aber der Finne parierte prächtig (8.).
RB Leipzig setzte Leverkusen früh unter Druck und versuchte dann sofort mit vertikalen Pässen die Geschwindigkeit seiner Offensivspieler zu nutzen. Das führte zu einer Vielzahl von Möglichkeiten. So war es Timo Werner, der zweimal alleine aufs Leverkusener Tor zulief. Einmal wehrte Hradecky ab, das andere mal vergab Werner kläglich (16./25.).
Grandios hingegen war der Abschluss von Cunha, der sah das Hradecky zu weit vor seinem Tor stand und es mit einem Heber versuchte. Die Latte verwehrtr dem Brasilianer ein weiteres Traumtor in Leverkusen (28.). Bereits im April hatte er an selber Stelle einen Heber nach Sololauf verwandelt.
Auch die letzte gute Aktion vor dem Halbzeitpfiff gehörte den Gästen. Emil Forsberg schickte Werner links auf die Reise. Dessen Hereingabe schob Marcel Sabitzer knapp neben das Tor (33.).
Die Leverkusener nahmen das glückliche 0:0 mit in die Halbzeit und kamen konzentrierter aus der Kabine. So entwickelte sich ein zweiter Abschnitt mit wenigen Höhepunkten. Praktisch aus dem Nichts fiel das 1:0 für Bayer 04. Charles Aránguiz ging auf dem rechten Flügel schön in die Tiefe und wurde stark von Karim Bellarabi bedient.
Der Chilene gab den Ball scharf nach innen, wo Volland ihn ins Tor grätschte (66.). Leipzig versuchte zu antworten, war aber nicht mehr so zielstrebig wie im ersten Durchgang. So kam der Ausgleich genauso überraschend wie die Führung, war aber nicht minder gut gespielt.
Forsberg bediente Halstenberg am linken Strafraumeck. Der gab direkt nach innen, wo Christopher Nkunku den Ball mit zwei Kontakten über seine Gegenspieler und mit einem dritten über Hradecky hob (78.).
Nkunku war es auch der für den nächsten Aufreger sorgte, als er Aránguiz so foulte, dass dieser vom Feld getragen werden musste. In der Nachspielzeit hatte Bayer noch die Chance auf den Lucky Punch, doch Volland scheiterte nach einem Havertz-Zuspiel, an Gulacsi (90.+4).

Die Stimmen:

Diego Demme (RB Leipzig): "Aufgrund der ersten 45 Minuten hatten wir eine große Möglichkeit, heute zu gewinnen. Leverkusen hat es dann im zweiten Durchgang besser gemacht, sodass das 1:1 in der zweiten Hälfte in Ordnung geht."
Lukas Hradecky (Bayer 04 Leverkusen): "Vor zwei Wochen habe ich einen Riesenfehler gemacht, heute bin ich froh, dass ich einige Male gehalten habe und der Mannschaft helfen konnte. Schade, dass Kevin den Ball am Ende nicht reingemacht hat – das wäre ein super Ergebnis gewesen."
Kevin Volland (Bayer 04 Leverkusen): "In der ersten Halbzeit hatten wir etwas Glück, da hätten wir das 1:1 sicherlich unterschrieben. In der zweiten Halbzeit waren wir besser und hätten am Ende sogar noch gewinnen können. Wenn man die gesamten 90 Minuten sieht, ist das Ergebnis aber gerecht."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Die Leipziger Chancenverwertung

Die Leipziger hatten, wie schon in der Champions League, Probleme ihre Chancen in Tore umzumünzen. Bei konsequenter Chancenverwertung hätte die Partie bereits nach der ersten Halbzeit entschieden sein können. Vor allem Timo Werner ließ – für ihn untypisch – wieder beste Möglichkeiten aus.

Die Statistik: 21

An 21 Toren (zwölf Tore & neun Assists) war Kevin Volland 2019 direkt beteiligt. Das sind zusammen mit Wout Weghorst die zweitmeisten in der Bundesliga. Einzig und allein Robert Lewandowski hat mit 24 mehr vorzuweisen.
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