Kommentar: Die Bundesliga muss endlich konsequent auf das Coronavirus reagieren

Der Sport kommt aufgrund des Coronavirus' zum Stillstand - fast jedenfalls. Denn vor allem der Fußball versucht noch immer mit aller Gewalt, Spiele auszutragen. Insbesondere die Bundesliga sträubt sich dagegen, die Show komplett einzustellen. Wirtschaftliche und sportliche Interessen werden noch immer über das Gemeinwohl gestellt. Damit muss Schluss sein. Sofort.

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Ein Kommentar von Tobias Laure
Wann macht der Fußball endlich seine Augen auf und die Stadien zu? Wie lange soll es noch dauern, ehe auch der letzte Verband und die letzte Liga erkennen, dass es höchste Zeit wird, den Spielbetrieb einzustellen? Komplett. Ausnahmslos. In allen Wettbewerben und Meisterschaften.
Die sogenannten Geisterspiele sind keine Option mehr - und ziehen obendrein Fans an, die sich dann zu Tausenden vor den Arenen sammeln. So geschehen in Mönchengladbach und Paris. Der Sport im Allgemeinen und der Fußball als sein populärster Vertreter im Besonderen müssen ihre Vorbildfunktion voll annehmen, ihren Beitrag zur Corona-Krise leisten. Ohne Wenn und Aber.
Die UEFA hat jetzt allen Ernstes eine Krisensitzung angekündigt - für den 17. März. In fünf Tagen also! Wenn etwas in der aktuellen Situation nicht zur Verfügung steht, dann ist es Zeit. An diesem 17. März jedenfalls soll darüber beraten werden, ob die EM verschoben wird und wie mit allen nationalen und europäischen Wettbewerben verfahren werden soll.

Es wird Zeit, dass die DFL Verantwortung übernimmt

Als ob das noch eine Frage wäre. Die EM muss genauso verschoben werden wie alle laufenden Wettbewerbe abgebrochen werden müssen.
In der Bundesliga - und das ist fatal - sind die Fußball-Oberen noch immer anderer Auffassung. Der Ball rollt weiter, halt ohne Zuschauer. Die DFL kann sich bislang nicht dazu durchringen, die Stadien der Republik dicht zu machen. Dabei wäre das ein wichtiges Signal. Ein Zeichen, dass auch der Volkssport Nummer eins die Lage erkannt hat, zu schmerzhaften Einschnitten bereit ist, Verantwortung übernimmt.
Die Frage, die sich der deutsche Fußball stellen muss, lautet nicht: Wie werden Meisterschaften gewertet bei einem Abbruch? Und: Was ist mit Auf- und Absteigern? Sie lautet: Wie kann der Fußball am besten dazu beitragen, die Ausbreitung des Virus' zu bremsen?
Die Antwort ist glasklar.
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