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Dritter Sieg in Folge: Union schießt kriselnde Mainzer in die Abstiegszone

Dritter Sieg in Folge: Union schießt kriselnde Mainzer in die Abstiegszone

09/11/2019 um 17:27Aktualisiert 09/11/2019 um 18:08

Union Berlin gewinnt am 11. Spieltag der Bundesliga bei Mainz 05 mit 3:2 (2:0) und feiert damit den dritten Pflichtspiel-Sieg in Folge. Daniel Brosinskis Eigentor brachte die Berliner Führung (30.). Sebastian Andersson traf zunächst zum 2:0 (45.+3), um nach der Pause den Vorsprung weiter auszubauen (51.). Karim Inisiwo (81.) und Brosinski (90.+4) machten den Mainzern kurzzeitig Hoffnung.

So lief das Spiel:

Die "Eisernen" erwischten den besseren Start. Sie erspielten sich in der Anfangsphase gute Möglichkeiten. Mainz war ab der 20. Minute aktiver, geriet in der 30. Minute allerdings in Rückstand.

Christopher Trimmel flankte von der rechten Seite ins Strafraumzentrum, wo Sebastian Polter verpasste. Marcus Ingvartsen und Daniel Brosinski orientierten sich jeweils mit ausgestreckter Fußspitze zum Ball, der links unten zum 1:0 einschlug. Es war ein Eigentor des Mainzer Kapitäns.

Anschließend zog sich Union etwas zurück und ließ kaum noch Lücken aufkommen. Die Nullfünfer schafften es nur selten, die gegnerische Abwehrreihe zu überspielen und kassierten gegen kaltschnäuzige Berliner kurz vor dem Pausenpfiff nach einem ruhenden Ball den zweiten Gegentreffer.

Trimmel beförderte eine Ecke von rechts mit viel Schnitt in den Fünfer. Sebastian Andersson lief an, setzte sich gegen Levin Öztunali durch und nickte wuchtig zum 2:0 ein (45.+3).

Die Gäste kamen forsch aus der Kabine und drückten auf das dritte Tor, das ihnen nach wenigen Minuten gelang. Wieder nach einem Eckstoß, wieder durch Andersson: Trimmel gab von links scharf nach innen, wo Andersson in den Fünfer lief, sich im Luftduell gegen Jeremiah St. Juste durchsetzte und per Kopf zum 3:0 einwuchtete (51.).

Danach kontrollierte der Aufsteiger das Geschehen und hielt die Mainzer weitestgehend von der Gefahrenzone entfernt. Nach einer Phase, in der sich die Aktionen großteils zwischen den Strafräumen abspielten, bäumte sich der FSV in der Schlussphase auf und belohnte sich mit zwei Toren.

Moussa Niakhaté schaltete sich in der 81. Minute ins Offensivspiel ein und dribbelte sich in die gegnerische Box. Er passte quer zu Karim Onisiwo, der aus relativ geringer Entfernung zum 1:3 traf.

In der vierten Minute der Nachspielzeit wurde Brosinski links geschickt und drang in den Strafraum ein. Er schoss aus leicht spitzem Winkel flach am Keeper vorbei. Der Ball prallte an den Innenpfosten und sprang zum 2:3-Endstand ins Netz.

Die Stimmen:

Sebastian Polter (1. FC Union Berlin): "Ich glaube, wir wussten, was wir heute in die Waagschale werfen mussten. Mainz hat letzte Woche 8:0 verloren - das macht man nicht gerne. Das möchte man wiedergutmachen - gerade hier zuhause. Von daher mussten wir von Anfang an dagegenhalten und das haben wir getan."

Daniel Brosinski (Kapitän 1. FSV Mainz 05): "Wir haben eigentlich ganz gut angefangen - müssen uns mit einem Tor belohnen. Das 0:1 hat uns dann beeindruckt, das 0:2 mit dem Halbzeitpfiff der Nackenschlag. Nach Wiederanpfiff wollten wir eine Reaktion zeigen - bekommen dann das 0:3."

Ridle Baku (1. FSV Mainz 05): "Das ist schon ein Tiefpunkt. Wir müssen einfach schauen, dass wir konstant unsere Leistung auf den Platz bringen. Das fehlt uns seit Wochen."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Keine gute Reaktion nach dem Debakel

Die Nullfünfer kassierten am vorherigen Spieltag eine 0:8-Klatsche bei RB Leipzig. Das bis vor diesem Spiel letzte Team, das in Deutschlands höchster Spielklasse dermaßen unter die Räder geriet, war der Hamburger SV im Jahr 2017 (0:8-Auswärtspleite beim FC Bayern). Die Hanseaten zeigten damals eine gute Reaktion, indem sie ihre darauffolgende Bundesligapartie für sich entschieden (1:0 gegen Hertha BSC). Beim 1. FSV Mainz 05 lief das hingegen deutlich anders. Man bot im Anschluss an das Debakel erneut eine schwache Leistung und kassierte gegen Union Berlin die nächste Pleite. Die Mannschaft von Trainer Sandro Schwarz wirkte nach den Gegentreffern zunehmend verunsichert und verließ den Platz leistungsgerecht als Verlierer.

Die Statistik: 1

Der Auswärtsdreier war ein ganz besonderer. Union Berlin fuhr im deutschen Fußball-Oberhaus erstmals einen Sieg auf fremden Rasen ein. Zuvor verloren die "Eisernen" dreimal und trennten sich einmal unentschieden.

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