Mario Götze bei Hertha weiter Thema - Labbadia äußert Zweifel

Hertha BSC soll weiterhin Interesse am vertragslosen Mario Götze haben. Laut "Bild" seien die Verhandlungen bereits fortgeschritten. Auch der "Kicker" berichtete, dass sowohl Geschäftsführer Michael Preetz als auch Trainer Bruno Labbadia generell Interesse an einer Verpflichtung des 29-Jährigen haben. Allerdings äußerte Labbadia gestern noch Zweifel an einem möglichen Götze-Transfer.

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Hertha-Coach Labbadia sagte gestern nach der Ligapleite gegen den FC Bayern: "Ich habe immer gesagt, das ist ein sehr guter Spieler gewesen. Die Frage ist, passt das zu unserer Situation, sind wir stark genug, um so einen Spieler aufzufangen? Ich kann es nicht sagen."
Götze selbst wollte vor gut einer Woche das angebliche Hertha-Interesse nicht kommentieren. "Was ich aber sagen kann: Ich habe mich mit einigen Trainern und Vereinen in den vergangenen Wochen ausgetauscht", meinte der 28-Jährige, der bei Borussia Dortmund zuletzt keine Rolle mehr gespielt hatte.
Labbadia äußerte sich auch zu den Gerüchten über ein angebliches Treffen mit Götze, diese seien für ihn "belustigend". "Fakt ist, wer ist da, Sie sehen ja, das ist nicht viel mehr als letzte Saison. Über Spieler, die nicht bei uns sind, reden wir auch nicht. Wenn wir über jeden reden würden, mit dem wir uns unterhalten würden oder der uns angedichtet wird, könnten wir unseren Job nicht mehr machen", stellte der 54-Jährige klar.
Doch laut einem Bericht der "Bild" sollen der Hertha-Trainer und Götze rund anderthalb Stunden telefoniert haben. Die Verhandlungen seien demnach bereits weit fortgeschritten. Geschäftsführer Preetz wollte sich allerdings nicht zu den Götzen-Gerüchten äußern.
Angesichts der vorhandenen Fragezeichen ist es von Vorteil für Hertha, dass man sich im Falle von Götze nicht bis zum Ende des Transferfensters am Montagabend entscheiden musste, da der 63-malige Nationalspieler derzeit vereinslos ist. Es kann also gut sein, dass das Nachdenken über den WM-Finaltorschützen von 2014 noch ein bisschen anhält.

Götze könnte eine große Verstärkung für Hertha BSC sein

Mit seiner Erfahrung könnte Götze auf jeden Fall der Hertha helfen, in den entscheidenden Momenten eines Spiels effektiver zu werden. Beim 3:4 in München stand die Hauptstadt-Elf trotz guter Leistung am Ende mit leeren Händen da, der Frust war entsprechend groß.
"Wir sind tiefst enttäuscht, dass wir hier nicht zumindest einen Punkt mitgenommen haben", meinte Labbadia. Man habe zu viele einfache Tore kassiert, "die wirklich weh getan haben". Sein Team sei letztendlich an der individuellen Qualität der Bayern und am Vierfach-Torschützen Robert Lewandowski gescheitert.
Dass Hertha auf dem Transfermarkt auf jeden Fall noch zuschlagen wird, wollte auch Manager Michael Preetz nicht ausschließen. "Ich gehe schon davon aus, dass wir nochmal am letzten Tag der Transferperiode in beide Richtungen agieren werden", meinte Preetz.
Zum Ärger von Preetz aber glauben offenbar andere Klubs, dass Hertha nach den üppigen Finanzspritzen von Investor Lars Windhorst besonders viel bezahlen kann. Die aufgerufenen Ablösesummen hält Preetz oft für unverhältnismäßig: "Wir sind immer noch mitten in der Pandemie. Aber davon spürst du auf dem Transfermarkt nichts."
Das spürt Hertha vor allem bei Jeff Reine-Adelaide. Die Berliner wollen den flexiblen Mittelfeldspieler von Olympique Lyon gerne verpflichten, doch die Franzosen sollen auf eine Ablöse von über 30 Millionen Euro bestehen. Laut "Kicker" sind deshalb auch Schalkes Omar Mascarell und Marko Grujic (FC Liverpool), der schon zwei Jahre an Hertha ausgeliehen war, ein Thema.
(mit SID)
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