Neuer oder Nübel: Oliver Kahn positioniert sich in Torwartfrage beim FC Bayern

Neu-Vorstand Oliver Kahn hat sich in der Torwartfrage beim FC Bayern positioniert. "Mit Alexander Nübel bekommen wir einen hochtalentierten Torwart, der die Möglichkeit besitzt, sich hinter Manuel Neuer zu entwickeln und zu lernen", sagte Kahn der "Sport Bild". "Die Möglichkeit, täglich mit dem besten Torwart der Welt zu arbeiten" würden nicht viele junge Spieler bekommen, so der Ex-Keeper.

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In der Diskussion, ob ein Torhüter mit fast 40 Jahren noch konkurrenzfähig ist, hat Kahn auch eine klare Meinung. "Generell können Torhüter, wie ich ja auch selbst gezeigt habe, natürlich bis ins hohe Alter spielen. Es ist dann aber schon eine große Herausforderung, das hohe Niveau zu halten", erklärte der ehemalige Bayern-Torwart.
Zuletzt hatte der "kicker" berichtet, dass Neuer gerne eine Vertragsverlängerung bis 2025 aushandeln würde. Damit wäre der Nationalkeeper zum Vertragsende 39 Jahre alt. Kahn selbst beendete seine Karriere kurz vor seinem 39. Geburtstag. Die Münchener sollen bei Neuer stattdessen ein Arbeitspapier bis 2023 anstreben. Aktuell steht der Bayern-Kapitän bis 2021 unter Vertrag.

Genaue Anforderungen an Bayern-Spieler

Auch über die Vertragsverhandlungen mit Neuer und Thomas Müller sprach Kahn in dem Interview. "Manuel Neuer und Thomas Müller sind Identifikationsfiguren des Klubs, die für Erfolg und Kontinuität stehen. Hasan (Salihamdizic, d. Red.) arbeitet zielorientiert und strukturiert an diesen Themen", teilte der 50-Jährige mit. Wie weit die Verhandlungen fortgeschritten sind, verriet Kahn aber nicht.
Von Spielern des FC Bayern erwartet der neue Vorstand der Münchener generell einiges. Kahn erklärte:
Ob Leroy Sané, der seit vergangenem Jahr mit einem Wechsel nach München in Verbindung gebracht wird, diese Anforderungen erfüllt, wollte der 50-Jährige nicht beantworten. Er würde sich "grundsätzlich nicht über Spieler von anderen Vereinen äußern", so Kahn.

Kahn sieht Krise auch als Chance

Angesichts der einschneidenden Veränderungen für die Gesellschaft und auch den Fußball durch die Coronakrise sieht der Ex-Nationalspieler zudem Parallelen zum 11. September. "Epochale Erlebnisse bringen es mit sich, dass wir innehalten und reflektieren. Ich erinnere mich noch an die Anschläge auf das World Trade Center am 11. September 2001", sagte das Vorstandsmitglied der "Sport Bild".
Nach dem 11. September seien "viele davon ausgegangen, die Welt werde sich für immer verändern. Tatsächlich etablierte sich ein Bedürfnis nach mehr Sicherheit. Es gibt auch ein Leben nach dieser Krise", sagte Kahn: "Niemand kann zum jetzigen Zeitpunkt glaubwürdig vorhersagen, wie sich unser Leben und die Fußballwelt verändern wird." Die Krise sei aber auch eine Chance:
(mit SID)
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