Powerranking vor Rückrundenstart: Platz 18-10 mit Bremen, Frankfurt, Hoffenheim und Köln

Am Freitag startet die Bundesliga mit dem Duell zwischen Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach in die Rückrunde. 17 Spieltage, die am Ende über Titel, internationale Qualifikation und Abstieg entscheiden werden. Wer hat sich im Winter verstärkt, wer kann die vorweihnachtliche Form am besten konservieren und für wen wird es nun ganz eng. Das Powerranking der unteren Tabellenhälfte.

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Platz 18: Werder Bremen

Drei Siege aus 17 Spielen - Werder Bremen spielte eine erschreckende Hinrunde und findet sich (mal wieder) im Abstiegskampf wieder. Vor Weihnachten setzte es vier Niederlagen in Folge, insgesamt verlor Bremen sechs der vergangenen sieben Bundesligaspiele. Alarmierend! Zum Auftakt der Rückrunde kommt es sofort zu einem Sechspunktespiel gegen Fortuna Düsseldorf. Alles andere als ein Auswärtssieg im Rheinland wäre fatal. So wie der letzte Platz im Powerranking - daran ändert auch der Transfer von Kevin Vogt (ehemals Hoffenheim) nichts.

Platz 17: Fortuna Düsseldorf

Die große Baustelle der Fortuna ist die Offensive. Das klingt befremdlich, wenn man sieht, dass Rouwen Hennings mit elf Treffern hinter Robert Lewandowski (19) und Timo Werner (18) auf dem dritten Platz der Torjägerliste steht. Allerdings kommen die Fortunen insgesamt nur auf 18 Treffer und haben somit die schwächste Offensive der Bundesliga (zusammen mit Wolfsburg). Im Winter holte man deshalb Steven Skrzybski von Schalke 04 und der knippste direkt im ersten Test gegen Twente Enschede (1:1) im Trainingslager. Der alleinige Heilsbringer kann er aber nicht sein. Die Fortuna wird sich wohl noch länger mit akuten Abstiegssorgen herumplagen müssen.

Platz 16: SC Paderborn

Galt von Saisonbeginn an als Top-Kandidat für den direkten Wiederabstieg. 17 Spieltage später dürfen sich die Kritiker bestätigt fühlen. Paderborn rangiert auf dem letzten Tabellenplatz und das, obwohl die Mannschaft von Steffen Baumgart mitunter attraktiven Offensivfußball bot und zuletzt ansteigende Form zeigte (7 von 12 möglichen Punkten in den vergangenen vier Spielen). Ausreißer nach oben waren das 3:3 (nach 3:0-Führung) in Dortmund, sowie die wichtigen Siege gegen die direkten Konkurrenten Fortuna Düsseldorf (2:0, Heim) und Werder Bremen (1:0, Auswärts). Der Heimsieg zum Ende der Hinrunde gegen Eintracht Frankfurt (2:1) machte deutlich. Der SCP ist derzeit stärker als der Tabellenplatz aussagt.

Platz 15: 1. FC Union Berlin

Platz elf nach 17 Bundesligaspieltagen hätte den Eisernen wohl niemand zugetraut. Der Grund für den stabilen Mittelfeldplatz in der Tabelle ist die Heimstärke der Köpenicker. Fünf Siege und vier Niederlagen auf eigener Wiese, deutlich besser als die vermeintlichen Konkurrenten im Abstiegskampf (Paderborn, Bremen, Mainz, Düsseldorf, Köln). Doch nach der Winterpause werden die Beine der Berliner schwerer und an den ersten drei Spieltagen der Rückrunde geht es nach Leipzig und Dortmund. Keine allzu rosigen Aussichten nach nur einem Punkt aus den letzten drei Spielen.

Platz 14: 1. FSV Mainz 05

Der FSV ist der Hop-oder-Top-Verein der Liga. Sieg oder Niederlage – dazwischen gibt es nichts. Dementsprechend stehen nach sechs Siegen und elf Niederlagen in der Hinrunde 18 Punkte zu Buche. Herbe Klatschen (0:8 in Leipzig; 1:6 in München; 0:4 gegen Dortmund) wechselten sich mit Kantersiegen (5:1 in Hoffenheim; 5:0 in Bremen) ab. Auch die Ankunft von Achim Beierlorzer (ehemals Köln) stabilisierte die Rheinhessen noch nicht. Doch wer weiß, wie sich das Team nach einem kompletten Trainingslager unter dem neuen Cheftrainer nun in der Rückrunde präsentiert? Im Zweifel genau so, wie es der aktuelle Tabellenplatz aussagt.

Platz 13: Eintracht Frankfurt

Was ist nur aus der Eintracht geworden? In den vergangenen Jahren begeisterte das Team unter Niko Kovac und Adi Hütter die Republik, holte den DFB-Pokal, preschte ins Halbfinale der Europa League und galt in der Liga als eines der spektakulärsten Teams. Mittlerweile fegt ein rauer Wind durch die eisige Commerzbank Arena. Die Eintracht ist abgestürzt – Rang 13. Die Abgänge der Büffelherde (Ante Rebic, Sebastien Haller und Luka Jovic) wirken spürbar nach. Dass Martin Hinteregger mit sechs Toren der zweitbeste Torjäger der SGE ist, sagt einiges. Mit Goncalo Paciência steht der beste Torschütze bei sieben Treffern. Hoffnungsträger André Silva ruft sein ohne Zweifel großes Potential noch nicht ab. Ändert sich das, könnte die Eintracht den Turnaround schaffen.

Platz 12: 1. FC Köln

Über weite Strecken der Hinrunde sah der 1. FC Köln wie ein glasklarer Absteiger aus. Doch nach der Trennung von Achim Beierlorzer, die angesichts der sportlichen Talfahrt dringend nötig war, berappelte sich der Effzeh unter Markus Gisdol. Erst spielerisch und schließlich tabellarisch. Drei Siege in Serie gab es zum Hinrundenabschluss, im Winter verstärkte man sich zudem mit Mark Uth. Der 28-Jährige ist gebürtiger Kölner und spielte bereits in der Jugend für seinen Heimatklub. Im Mittelfeld rüstete der Traditionsverein mit Elvis Rexhbecaj vom VfL Wolfsburg nach. Transfers, die sich auszahlen. Köln klettert im Powerranking drei Plätze.

Platz 11: SC Freiburg

Man muss nicht lange nachdenken, wer die große Positiv-Überraschung der Hinrunde ist. Das Team von Trainer Christian Streich stand fünf Spieltage lang auf dem dritten Tabellenplatz, rutschte erst am 17. Spieltag das erste Mal aus den internationalen Rängen. Und genau da liegt das Problem: Der Trend zeigt nach unten. Nur ein Sieg aus den vergangenen fünf Ligaspielen, darunter die äußerst ärgerliche Last-Minute-Heimpleite gegen den FC Bayern. In Freiburg könnte schneller Realität einkehren, als dem einen oder anderen lieb ist. Und diese Realität heißt untere Tabellenhälfte. Nur gut, dass sich der Sportclub genau dort am besten auskennt.

Platz 10: Hertha BSC

Viel wurde geredet, noch ist wenig passiert. Mit Jürgen Klinsmann und frischem Investorengeld will die Alte Dame mittel- bis kurzfristig ganz oben angreifen – noch allerdings bleibt sie die "Graue Maus" der Liga. Mit Ondrej Duda verliehen die Berliner einen ihren spielstärksten Mittelfeldakteure, als Ersatz kam der gallige Wadenbeißer Santiago Ascacíbar vom VfB Stuttgart. Kein Tausch, der eins zu eins zu bewerten ist. Aber Klinsmann hat seine Ideen, und die greifen zumindest schon in Ansätzen, wie seine bisherige Bilanz zeigt: Zwei Siege, zwei Remis und eine Niederlage in fünf Spielen. Zum Auftakt kommt nun der FC Bayern ins Olympiastadion. Eine Paarung, bei der zuletzt doch immer was ging für die Hauptstädter…
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