Getty Images

Lewandowski benennt Bayern-Probleme: "Das ist zu wenig"

Lewandowski benennt Bayern-Probleme: "Das ist zu wenig"

09/11/2019 um 12:11Aktualisiert 09/11/2019 um 12:28

Robert Lewandowski hat sich vor dem Topspiel gegen Borussia Dortmund zu den Problemen beim FC Bayern geäußert. Dabei bemängelte der Pole vor allem, dass nicht ausreichend Führungsspieler vorhanden seien. "Eine Achse, die nur aus Neuer und Lewandowski besteht, ist zu wenig", erklärte Lewandowski in der "Süddeutschen Zeitung". Man müsse in jedem Mannschaftsteil einen Anführer haben, so der Stürmer.

Bei den Münchnern fehle es oft auch an Kommandos innerhalb der Mannschaft. "Die jungen Spieler sind natürlich noch etwas zurückhaltend, oder sie haben mit der Sprache ein Problem. Aber ich weiß, dass zwei, drei Monate in einem Land reichen, um Kommandos geben zu können! Das muss man auch erwarten können", stellte der Pole klar, der seit 2014 für den FC Bayern auf Torejagd geht.

Lewandowski: "Ist eine andere Kultur"

Deshalb fordert Lewandowski auch ein kleines Umdenken in der Ausbildung junger Spieler. "Die neue Generation braucht mehr klare Ansagen, ich denke, das kommt aus den Akademien. Wenn du Vorgaben von Trainern von klein auf gewohnt bist, verlierst du die individuellen Sachen, das eigene Denken", so der Angreifer.

Junge Spieler bräuchten daher Führung. "Wenn sie keine Aufgabe bekommen, vergessen sie manchmal, was sie machen sollen", erklärte Lewandowski und fügte an:

"Früher hattest du in der Kabine 20 Männer, jeder hat etwas gesagt, oft auch laut, und am nächsten Tag war es wieder okay. Heute haben die Spieler ein bisschen Angst zu sprechen, vielleicht ist es auch: keine Lust. Das ist eine Generation, die schreibt viel SMS, die kommuniziert viel im Internet, sie telefoniert weniger. Das ist einfach eine andere Kultur."

Rekord von Gerd Müller im Blick

In dem Interview sprach der Pole auch über seine aktuelle Topform. In zehn Bundesligaspielen erzielte Lewandowski schon 14 Treffer, wettbewerbsübergreifend in 17 Spielen sogar 21 Tore.

Der Allzeitrekord in der Bundesliga von Gerd Müller (40 Saisontore) rückt damit langsam in greifbare Nähe. Doch der 31-Jährige meinte darauf angesprochen:

"Rekorde sind was für später. Wenn man später mal sagt, dass Robert Lewandowski einen 40 Jahre alten Rekord gebrochen hat, dann freut man sich und ist stolz. Aber wenn ich aktuell zu viel darüber nachdenken würde, wäre das nicht gut für meine Form."

Video - #SotipptderBoss: Dortmund ringt die Bayern nieder

03:03
0
0