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SC Freiburg schlägt Hertha BSC dank Nils Petersen
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Publiziert 16/06/2020 um 22:33 GMT+2 Uhr
Der SC Freiburg darf mehr denn je vom Konzert der Großen träumen. Die Breisgauer gewannen am drittletzten Spieltag der Fußball-Bundesliga 2:1 (0:0) gegen Hertha BSC und kletterten zumindest bis Mittwoch auf den Qualifikations-Platz zur Europa League. Die Treffer erzielten Vincenzo Grifo (61.) und Nils Petersen (71.). Für Hertha traf Vedad Ibisevic per Foulelfmeter (66.).
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Fotocredit: Eurosport
So lief das Spiel:
Hertha-Trainer Bruno Labbadia veränderte seine Startelf im Vergleich zur 1:4-Niederlage gegen Frankfurt auf zwei Positionen. Dodi Lukebakio und Niklas Stark ersetzten Per Skjelbred (Verletzung) und Dedryck Boyata (Rotsperre). Freiburg-Coach Christian Streich vertraute trotz englischer Woche derselben Anfangself wie beim 2:2 in Wolfsburg.
Der erste Abschluss der Partie ging auf das Konto der Hausherren, für die Roland Sallai nach schöner Einzelleistung aus 14 Metern zum Abschluss kam. Hertha-Torwart Runde Jarstein hatte mit dem zentralen platzierten Schuss keine Mühe (5.).
Auch die Gäste aus Berlin brauchten nicht lang für ihre erste Torannäherung. Vladimir Daridas Schuss von der Strafraumgrenze rauschte jedoch weit über den Freiburger Kasten (11.). Kurz darauf bediente der agile Lukebakio uneigennützig Nebenmann Vedad Ibisevic, der aus sieben Metern im Fallen an SC-Schlussmann Sebastian Schwolow scheiterte (14.).
Nach knapp 20 Minuten dann die beste Freiburger Phase im ersten Durchgang: Robin Koch köpfte eine Grifo-Ecke zunächst knapp neben das Berliner Gehäuse (21.), nur eine Minute später fälschte Jordan Torunarigha einen Sallai-Abschluss mit letztem Einsatz neben das Tor ab (22.). Der direkt folgende Eckball sorgte erneut für Gefahr, Höflers Verlängerung am kurzen Pfosten verfehlte das Berliner Tor denkbar knapp (22.).
Nach intensiven ersten 25 Minuten nahmen beide Mannschaften etwas den Fuß vom Gas, kamen kaum noch zu Torabschlüssen und gingen mit einem leistungsgerechten, torlosen Remis in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel wurde es wieder schnell turbulent: Lukebakio traf in der 51. Minute aus 20 Metern traumhaft in den linken Winkel zur vermeintlichen Führung. Aufgrund eines vorangegangenen Foulspiels von Vladimir Darida an Jonathan Schmid nahm Schiedsrichter Tobias Stieler den Treffer korrekterweise aber zurück (51.).
Zehn Minuten später klingelte es erstmals auf der Gegenseite im Berliner Tor und dieses Mal zählte der Treffer. Vincenzo Grifo zirkelte einen Freistoß vom linken Strafraumeck sehenswert über die Mauer in die Maschen – Jarstein war zwar noch dran, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern (61.).
Die Freiburger Freude über die Führung hielt jedoch keine fünf Minuten an: Nach Foul von Robin Koch an Peter Pekarik entschied Stieler zurecht auf Elfmeter, den Kapitän Vedad Ibisevic sicher zum Ausgleich verwandelte (66.).
Wiederum nur fünf Minuten später stellte Super-Joker Nils Petersen mit seinem 25. Jokertor in der Bundesliga den alten Abstand wieder her. Der kurz zuvor eingewechselte Stürmer profitierte von einem Ballverlust Daridas 20 Meter vor dem Berliner Tor und ließ Jarstein mit seinem Abschluss von der Strafraumgrenze keine Abwehrchance (71.).
Die Berliner drängten in der Schlussphase vermehrt auf den Ausgleich und hätten sich in der Nachspielzeit beinahe belohnt. Ein Kopfball von Matheus Cunha verfehlte das Freiburger Tor jedoch knapp (90.+3).
Hertha kassiert damit die dritte Niederlage in Folge, während sich Freiburg weiter berechtigte Hoffnungen auf die Europapokalteilnahme machen darf.
Die Stimmen:
Nils Petersen (SC Freiburg): "Wir würden lügen, wenn wir nicht auf die anderen Ergebnisse von Wolfsburg und Hoffenheim schauen. Heute ist mir der Ball einfach vor die Füße gefallen und ich habe die Chance zum Glück nutzen können."
Vedad Ibisevic (Hertha BSC): "Wir haben gewusst, dass er hier immer schwer ist. Wir können trotzdem auf unsere zweite Halbzeit stolz sein, wir haben eigentlich alles im Griff gehabt. Die individuellen Fehler gehören leider zum Fußballerleben dazu."
Vladimir Darida (Hertha BSC): "Leider ist mit der Fehler passiert, deswegen haben wir heute verloren. Es tut mir leid. Wir haben heute teilweise gut gespielt und hätten am Ende noch das 2:2 machen können."
Der Tweet zum Spiel: Ein Herz für Torschützen
Das fiel auf: Sehr viel Licht und zwei Mal Schatten
Herthas Vladimir Darida erlebte einen seltsamen Abend an alter Wirkungsstätte in Freiburg. Eigentlich war der Tscheche lange Zeit bester Berliner, spulte sein gewohntes Laufpensum ab und war an fast jeder gefährlichen Offensivaktion der Gäste beteiligt.
91 Prozent Passquote und fünf Torschussbeteiligungen sprechen eigentlich eine deutliche Sprache – wären da nicht diese zwei verflixten Situation gewesen. Erst machte Darida die Berliner Führung durch Lukebakio mit einem Foulspiel zunichte und leistete sich später auch noch den spielentscheidenden Fehler vor dem 1:2.
Die Statistik: 6
Ein bemerkenswert fairer Auftritt des SC Freiburg: Über die gesamte Spieldauer leistete sich die Streich-Elf nur sechs Foulspiele.
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