SC Paderborn bezwingt Eintracht Frankfurt und feiert damit dritten Saisonsieg

Im Tabellenkeller brennt noch Licht: Der SC Paderborn setzte sich zum Abschluss des 17. Spieltags zuhause mit 2:1 (2:0) gegen Eintracht Frankfurt durch und schob sich damit wieder bis auf drei Punkte an den Relegationsplatz 16 heran. Abdelhamid Sabiri (9.) und Sebastian Schonlau (41.) brachten den Aufsteiger vor der Pause in Führung. Bas Dost konnte für die Gäste lediglich verkürzen (72.).

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So lief das Spiel:

Der erste Torschuss der Gastgeber sorgte direkt für die frühe Führung. Abdelhamid Sabiri, als Ersatz für den gesperrten Sebastian Vasiliadis (5. Gelbe Karte) in die Startelf beordert, traf mit einem fulminanten Schuss aus der Distanz zum 1:0 für den Aufsteiger (9.). Torhüter Felix Wiedwald zeigte bei jenem Weitschuss überhaupt keine Reaktion.
Frankfurt hatte auf dem abgenutzten Rasen in der Benteler-Arena einige Probleme und hatte dann Pech mit einer Schiedsrichterentscheidung. Nach einer Flanke von Filip Kostić und folgendem Handspiel von Luca Kilian, entschied Schiedsrichter Markus Schmidt zunächst auf Elfmeter. Der VAR Dr. Robert Kampka meldete sich zu Wort und widerrief die Entscheidung, da Killian beim strafbaren Handspiel außerhalb des Strafraums stand. Dominik Kohr vergab die anschließende Freistoßchance leichtsinnig (19.).
Kurz vor der Pause schlug der SCP erneut zu, als Sebastian Schonlau nach einem Freistoß aus dem Halbfeld von Kai Pröger zum 2:0 einköpfte. Danny da Costa war nicht zum Kopfball hochgestiegen und auch Wiedwald sah erneut nicht gut aus (41.). Kurz vor dem Pausenpfiff setzte Mijat Gaćinović einen Freistoß knapp neben den Pfosten und verpasste somit den späten Anschlusstreffer (45.+3.).
Die Eintracht wechselte in der Pause und brachte André Silva für Gelson Fernandes. Doch auch dieser Wechsel sollte die Offensive der Adler zunächst nicht in Schwung bringen. Stattdessen erspielten sich die Hausherren hochkarätige Chancen: Streli Mamba (50.), Sabiri (55.) und Christopher Antwi-Adjei (56.) verpassten allesamt das 3:0.
Somit blieb Frankfurt im Spiel und kam nach einer tollen Kombination von Evan N’Dicka und André Silva durch Bas Dost zum Anschlusstreffer (72.). In der Nachspielzeit wurde es noch einmal spannend. Der eingewechselte Cauly Oliveira Souza verpasste die Entscheidung (90.+1), ebenso wie Danny da Costa den Ausgleich auf der anderen Seite (90.+2).
Somit gewann der SCP das dritte Spiel in dieser Saison, verringerte den Abstand auf die Konkurrenz und legte so die Basis für die Rückrunde. Die SGE ist froh in die Winterpause gehen zu können, um im Januar wieder mit neuen Kräften anzugreifen.

Die Stimmen zum Spiel:

Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn): "Ich bin natürlich happy über den Sieg. Schade, das wird das dritte Tor und vielleicht dann das vierte Tor nicht machen. Aber heute ging es darum zu gewinnen. Wir haben gekämpft und haben relativ wenig aus dem Strafraum zugelassen. Der Gegner war heute angeschlagen und wir haben das ausgenutzt.”
Abdelhamid Sabiri (SC Paderborn): "Ich übe diesen Schuss in jedem Training. Toll, dass es heute auch im Spiel geklappt hat!"
Sebastian Schonlau (SC Paderborn): "Dieser Dreier ist extrem wichtig für die Köpfe. Das merken auch die anderen Teams."
Fredi Bobic (Sportvorstand Eintracht Frankfurt): "Wir mussten heute nicht verlieren, aber wir haben uns das selber eingebrockt. Wir haben den Kampf nicht von Beginn an angenommen. Bis auf Kostić, der heute für drei Spieler gerannt ist, muss da von allen Spielern mehr kommen. Am Ende hätte man zurückkommen können, aber das wäre nicht verdient gewesen. Paderborn hat heute ein klasse Spiel gemacht. (...) Eine Trainer-Diskussion brauchen wir bei uns gar nicht erst anfangen."

Das fiel auf: Frische

Das heutige Spiel in Paderborn markierte das 56. Pflichtspiel der Eintracht im Kalenderjahr 2019. Durch die Vielzahl an Spielen in der Bundesliga, DFB-Pokal und Europa League, gepaart mit vielen Verletzungen und Sperren, zeigten sich heute die Abnutzungserscheinungen bei den Spielern von Adi Hütter. Die Winterpause wurde von den Frankfurtern wohl herbeigesehnt und bietet jetzt immerhin neun Tage Zeit zur Regeneration.

Der Tweet zum Spiel:

Das Spiel dürften sich die Eintracht-Fans ganz anders vorgestellt haben.

Die Statistik: 1000

Der 2:1-Anschlusstreffer markierte den 1000. Treffer im Kalenderjahr 2019 in der Bundesliga. Außerdem beendete der Niederländer damit eine 661 Minuten anhaltende Durststrecke der Frankfurter ohne Treffer aus dem Spiel heraus. Am Ende reichte es trotzdem nicht für etwas Zählbares und die Eintracht muss wohl oder übel in der Tabelle den Blick nach unten richten.
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