So lief das Spiel:

Früh in der Partie hatte Hoffenheim schon die Chance zur Führung, nach einem Ballverlust von Kerem Demirbay ging es schnell nach vorn und Munas Dabbur scheiterte freistehend an Lukás Hrádecky, der stark das Bein ausfuhr (2.). Leverkusen war von Beginn an dominant und hatte durchweg deutlich mehr Ballbesitz, doch versäumte es zunächst, aufs Tor zu schießen.
Bundesliga
Signal an Bayern und den BVB: Bayer verlängert vorzeitig mit Schick
26/05/2022 AM 10:13
Den ersten Abschluss gab es in der elften Minute und dieser landete direkt im Netz. Karim Bellarabi bediente vor dem Strafraum Moussa Diaby, der Stefan Posch tunnelte und zu Boden schickte. Frei vor Philipp Pentke behielt der Franzose die Nerven und vollendete.
Wenig später sorgte erneut der junge Flügelspieler für Furore. Rechts vorm Strafraum ging er ins Dribbling und ließ Kevin Akpoguma stehen. Im Strafraum zog er freistehend ab, doch Pentke reagiert blitzschnell und lenkte den Ball über die Latte (19.).
Nur vier Minuten später glichen die Gastgeber aus dem Nichts aus. Dabbur bekam vor dem Strafraum den Ball und schickte Pavel Kaderábek über rechts auf die Reise. Seine Flanke drückte der eingelaufene Andrej Kramaric am langen Pfosten über die Linie.
Nach dem Ausgleich wurde es ein offener Schlagabtausch mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Die größte Chance verbuchten jedoch die Gäste für sich. Wieder war Diaby der Schlüsselspieler für diese Szene. Der Franzose drang über rechts in den Strafraum ein und versuchte, Kevin Volland in der Mitte zu bedienen. Der kam zu Fall und Robert Skov konnte daraufhin klären. Doch anschließend kam der Ball wieder in den Strafraum zu Volland, der dieses Mal an Pentke scheiterte (33.).
Kurz vor der Pause landete der Ball zwar im Netz (41.), als Volland nach einem Pass von Bellarabi allein auf Pentke zulief und diesen umkurvte. Der Stürmer befand sich zuvor allerdings im Abseits, sodass es mit einem Unentschieden in die Kabinen ging.

Bundesliga: Lars Bender - TSV Bayer 04 Leverkusen / Munas Dabbur - TSG 1899 Hoffenheim

Fotocredit: Getty Images

Auch im zweiten Durchgang legten die Hausherren einen schnellen Start hin. Christoph Baumgartner tauchte allein vor Hrádecky auf, doch sein Versuch kullerte knapp am rechten Pfosten vorbei (46.). Leverkusen war in der Folge wieder das spielbestimmende Team mit mehreren Chancen, doch diese konnte es einfach nicht nutzen. Kai Havertz versuchte es aus halbrechter Position im Strafraum, doch sein Schuss ging knapp am kurzen Pfosten vorbei (55.).
Hoffenheim hingegen blieb eiskalt und erhöhte in der 65. Minute auf 2:1. Nach einer Flanke durch den eingewechselten Sargis Adamyan kam der Ball über Umwege zu Robert Skov, der den Ball aus fünf Metern unter die Latte setzte, von wo das Leder ins Tor sprang.
Leverkusen spielte in der Folge zwar weiter nach vorne und erarbeitete sich wieder Chancen, doch scheiterte immer wieder an sich selbst oder an Pentke. So auch der eingewechselte Leon Bailey, dessen Schuss Pentke parieren konnte (72.).
Wenig später versuchte es der ebenfalls eingewechselte Nadiem Amiri aus 16 Metern, doch auch hier bekam Pentke die Fingerspitzen an den Ball und lenkte das Leder über die Latte (76.). Zehn Minuten vor Schluss verpassten es die Hausherren, den Sack endgültig zuzumachen. Adamyan brachte erneut eine Flanke von rechts in die Mitte, wo Kramaric aus fünf Metern das Tor verfehlte. Der letzte Aufreger der Partie war dann die Gelb-Rote Karte von Demirbay gegen seinen Ex-Klub (90.+2) nach einem Foul an Kramaric.
Das fiel auf: Schlechte Chancenverwertung oder nur ein starker Torhüter?
Die Leverkusener schafften es heute nicht, mehr als ein Tor zu erzielen - was bei 22 Schüssen, davon elf aufs Tor, und der Qualität, die man in der Offensive hat, eine erschreckende Bilanz ist. Man verpasste es in einigen Situationen, den letzten entscheidenden Pass zu spielen, um die Chance effektiv zu verwerten. Doch auch Philipp Pentke zeigte heute eine überragende Leistung mit insgesamt neun Paraden.

Die Stimmen zum Spiel:

Kevin Volland (Bayer 04 Leverkusen): "Wir haben gut kombiniert und sind zu Abschlüssen gekommen. Am Ende fehlte das letzte Quäntchen Glück, aber auch die Kaltschnäuzigkeit. Wir haben uns selbst geschlagen, eine sehr ärgerliche Niederlage."
Lars Bender (Kapitän Bayer 04 Leverkusen): "Wir haben heute viel Aufwand betrieben und hätten mehr Kapital daraus schlagen müssen und uns nicht auf solch einen Schlagabtausch einlassen dürfen."
Benjamin Hübner (Kapitän TSG 1899 Hoffenheim): "Es war sehr schwierig. Ein unglaublich intensives Spiel. Leverkusen hat viele Chancen gehabt, wir auch. Ich denke, es ging immer hin und her und am Ende können die Leute im Stadion glücklich sein.”
Alfred Schreuder (Trainer TSG 1899 Hoffenheim): "Unsere Jungs haben große Leidenschaft gezeigt. Die Energie und Mentalität waren unglaublich!"

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 36%

Hoffenheim hatte heute nur 36 % Ballbesitz und schaffte es dennoch, sich gegen die Werkself zu behaupten. Zwar hatten die Gäste aus Leverkusen die meisten Chancen und Spielanteile, aber am Ende bleiben die drei Punkte in Sinsheim und man hatte selbst viel Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor gezeigt. Zudem hätte man durch die Chance von Kramaric in der 80. Minute noch auf 3:1 erhöhen können.
Das könnte Dich auch interessieren: Coole Idee: Die beste Spielerpräsentation des Transferfensters

Tor-Weltrekord! Von dieser Marke kann Ronaldo nur träumen

Bundesliga
Niederlage in 2660 Metern Höhe - Bayer absolviert Härtetest in Mexiko
18/05/2022 AM 10:02
Bundesliga
Offiziell: Hoffenheim und Coach Hoeneß gehen getrennte Wege
17/05/2022 AM 11:14