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Leverkusen beendet Ergebniskrise in Wolfsburg

Leverkusen beendet Ergebniskrise in Wolfsburg

10/11/2019 um 17:26Aktualisiert 10/11/2019 um 18:38

Der VfL Wolfsburg hat sein Heimspiel gegen Bayer Leverkusen am 11. Bundesligaspieltag mit 0:2 (0:1) verloren. Karim Bellarabi erzielte den Führungstreffer in der 25. Minute. Kurz vor Ende erhöhte Paulinho auf 2:0 (90.+5). Die Werkself musste allerdings einen Wermutstropfen hinnehmen, denn Nationalspieler Kai Havertz musste in der ersten Hälfte verletzt ausgewechselt werden.

So lief das Spiel:

Bayer Leverkusen erwischte den besseren Start in die Partie. In der fünften Minute kam die Mannschaft von Trainer Peter Bosz zur ersten Gelegenheit, der Abschluss des Flügelstürmers ging aber einige Meter am Tor vorbei. In der Folge konnte Wolfsburg die Gäste vom eigenen Strafraum fernhalten und somit gefährliche Aktionen verhindern. Mit einer Flanke von der rechten Seite auf Wout Weghorst, der den Ball annehmen konnte und das Tor mit seinem Abschluss nur knapp verfehlte, kamen die Gastgeber zum ersten gefährlichen Abschluss (23.). Im Gegenzug setzte sich Bellarabi auf der rechten Seite durch und zog in den Strafraum ein, wo er sich zunächst gegen vier Wolfsburger durchsetzen konnte und dann per Flachschuss ins linke Eck einnetzte – die verdiente Führung (25.).

Wenig später der nächste Aufreger. Kai Havertz bekam den Ball vor dem Strafraum, drehte sich geschickt um Jeffrey Bruma und wurde anschließend im Sechzehner von Robin Knoche zu Fall gebracht (32.). Einen Elfmeter gab es trotz des klaren Kontakts an Havertz‘ Knöchel aber nicht - auch der Videoschiedsrichter schaltete sich nicht ein. Fünf Minuten später kam William im Strafraum der Leverkusener zu Fall. Nachdem er den Ball über Wendell gelupft hatte, blockierte ihm dieser den Weg. Auch hier wurde der Ball nicht gespielt und es schaltete sich ebenfalls der Videoassistent nicht ein. Ausgleichende Gerechtigkeit. Kurz vor der Pause musste Peter Bosz seinen Youngster Havertz dann verletzungsbedingt auswechseln (42.). Für den Nationalspieler kam Julian Baumgartlinger ins Spiel.

Die erste gute Gelegenheit im zweiten Durchgang hatten die Gastgeber. Arnold zog aus gut 20 Metern rechter Position ab, Hradecky konnte seinen Schuss aber nach links abklatschen lassen. Dort stand Weghorst zur Stelle und versuchte es per Direktabnahme, die jedoch geblockt wurde (51.). In der Folge neutralisierten sich beide Teams über weite Strecken, es entwickelte sich eine zähe Partie.

Erst kurz vor Schluss hatte Weghorst dann erneut die Möglichkeit auf den Ausgleich. Guilavogui brach auf der rechten Seite durch und spielte den Ball in die Mitte auf den niederländischen Stürmer. Dieser wurde von Sven Bender jedoch so irritiert, dass er den Ball links am Tor vorbeischoß (81.).

Die Schlussphase gehörte dann dem kurz vor Ende eingewechselten Paulinho. Erst fing der Brasilianer einen Pass von Tisserand ab und tankte sich in den Strafraum vor, wo er aus halbrechter Position an Pervan scheiterte (90.), dann sorgte er in der Nachspielzeit für die Entscheidung.

Hradecky machte das Spiel schnell. Sein Abwurf landete bei Kevin Volland, der Paulinho auf die Reise schickte. Der 19-Jährige lief allein auf Pervan zu und schob gekonnt zum 2:0 ein (90.+5).

Das fiel auf: Wechsel-Drama bei Leverkusen

Peter Bosz musste kurz vor der Halbzeit seinen Mittelfeldmotor Kai Havertz verletzungsbedingt auswechseln. Der Youngster fasste sich nach einem Laufduell an den linken Oberschenkel und konnte nicht mehr weiterspielen. Auch Torschütze Karim Bellarabi kam nach der Pause nicht wieder aufs Feld. Ob diesem Wechsel auch eine Verletzung zu Grunde lag, ist nicht bekannt. Am Ende konnten die Leverkusener trotz der Verluste von zwei Leistungsträgern die drei Punkte mit nach Hause nehmen.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 1

Der VfL Wolfsburg musste heute die erste Heimniederlage der laufenden Saison hinnehmen. Damit reißt die aktuell am längsten laufende Heimserie einer Bundesligamannschaft. Die Wölfe blieben zwölf Heimspiele ungeschlagen und verloren das letzte Mal am 26.Januar 2019 vor heimischer Kulisse. Damals war es ebenfalls Bayer 04 Leverkusen, das in der Autostadt gewann.

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