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Wenger klagt: "Bayern hat Gnabry manipuliert"

Wenger klagt: "Bayern hat Gnabry manipuliert"

09/10/2019 um 20:10Aktualisiert 09/10/2019 um 21:10

Der ehemalige Arsenal-Coach Arsène Wenger hat den FC Bayern beschuldigt, beim Wechsel von Serge Gnabry manipulativ vorgegangen zu sein. "Wir wollten den Vertrag mit ihm schon lange verlängern und ich denke, Bayern hat ihn hinter den Kulissen manipuliert. Dass er, wenn er zu Bremen wechselt, danach zu Bayern kann", sagte der 69-Jährige bei "beIN Sports". Gnabry verließ Arsenal 2016.

Bei Werder Bremen spielte Gnabry ein Jahr, ehe er 2017 für acht Millionen Euro Ablöse zum FC Bayern wechselte.

Nach einer einjährigen Leihe bei der TSG 1899 Hoffenheim kam der deutsche Nationalspieler endgültig nach München. Doch auch die Londoner hätten Gnabry gerne gehalten, wie Wenger, der bis 2018 den Trainerposten bei Arsenal inne hatte, klarstellte.

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"Er war immer schon ein sehr talentierter Junge, dem es manchmal einfach an Selbstbewusstsein gefehlt hat. Aber wir waren immer überzeugt, dass er ein Spieler ist, der viel erreichen kann", meinte der Franzose.

Eine Erfahrung, die Gnabry am Ende wohl mit zu einem Wechsel bewogen hatte, war die sechsmonatige Leihe an West Brom von August 2015 bis Februar 2016. Nur drei Mal stand der Offensivmann für West Brom auf dem Platz. Auch Wenger war die Situation damals bewusst:

"Er kam von einer sehr schlechten Erfahrung nach einer Leihe aus West Brom zurück, dort wurde sein Selbstbewusstsein zerstört."

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Wenger: Dauerhaftes Topniveau schwierig

Der Trainer habe daraufhin versucht, Gnabry wieder aufzubauen, "weil ich an ihn geglaubt habe". Doch nach nur 18 Profispielen in zwei Jahren (872 Spielminuten) im Profi-Team der Gunners entschied sich der damals 21-Jährige zum Wechsel in die Bundesliga.

Ob Gnabry ein Topniveau wie bei seinen vier Treffern gegen Tottenham in der Champions League halten kann, will der erfahrene Trainer aber nicht mit Sicherheit sagen.

"Wenn man sich die Spieler anschaut, die unseren Sport dominieren, sind es welche, die eine hohe Kontinuität an den Tag legen. Darum geht es. Kann er diese Qualität beibehalten, die er an diesem Abend (beim 7:2 gegen Tottenham, d. Red.) gezeigt hat?", fragte Wenger bei "beIN Sports".

Der französische Trainer glaubt, dass es gegen den Stadtrivalen von Arsenal einfach einen Abend gegeben habe, "bei dem alles für einen läuft und alles gegen Tottenham".

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