In der Anfangsphase war Arminia Bielefeld überfordert mit dem hohen Tempo von Borussia Mönchengladbach.
Gladbach kam häufig vor das Tor, die größte Möglichkeit hatte Breel Embolo, der zentral im Strafraum angespielt wurde und frei vor dem Tor an den linken Pfosten schoss. Der Abpraller kam wieder zu ihm, unter Bedrängnis brachte der Stürmer den Ball aber nicht aufs Tor (6.).
Kurze Zeit später wurde Patrick Herrmann über links geschickt, bevor der aber einschieben konnte, fischte ihm Bielefeld-Torwart Ortega den Ball vom Fuß (12.).
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Je länger die erste Halbzeit aber dauerte, desto mehr Probleme hatte die Borussia, durch das Dickicht an Bielefelder Füßen im und um den Strafraum zu kommen. Gladbach hatte viele Ecken, die alle aus dem Strafraum geköpft wurden, einen Freistoß von Jonas Hofmann erreichte Stefan Lainer, dessen Kopfball ging aber am Tor vorbei.
Die größte Chance des ersten Durchgangs hatte dann aber kurz vor dem Pausenpfiff Bielefeld. Fabian Klos wurde über rechts geschickt, er legte überlegt auf Sergio Córdova zurück. Der Stürmer war ziemlich frei, schob den Ball aber rechts am Tor vorbei (45.+1).
In der zweiten Halbzeit musste sich Gladbach weiterhin gedulden. Die Fohlen kombinierten durchs Mittelfeld, hatten deutlich mehr Ballbesitz, aber zunächst keine zwingenden Chancen. Amos Pieper warf sich in einen Distanzschuss von Hofmann.
In der 58. Minute war der Bann dann gebrochen. Gladbach eroberte den Ball in der eigenen Hälfte, Hofmann schickte Embolo, der sich im Strafraum gegen Pieper durchsetzte und eiskalt ins linke untere Eck schob.
Danach hatte Gladbach das Spiel unter Kontrolle. Herrmann hatte noch zwei Chancen. Erst konnte er einen Lupfer nicht hoch genug ansetzen (60.), später war sein Flachschuss zu zentral platziert (68.).
Nach einem Zweikampf von Pieper mit Hofmann im Strafraum hätte es durchaus auch Strafstoß geben können. In der 83. Minute schoss Reinhold Yabo aus der Distanz, Matthias Ginter blockte den Ball mit dem Kopf.
Kurz danach war Schluss und Gladbach hatte den Auswärtssieg eingefahren.

Die Stimmen:

Uwe Neuhaus (Trainer Arminia Bielefeld): "Zu Beginn des Spiels hat man einen krassen Unterschied gesehen. Wir sind gar nicht reingekommen. Gladbach hätte das Spiel da schon für sich auf den Weg bringen können, da hätte sich über ein 0:2 keiner beschweren dürfen."
Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir haben in der Pause keine Szene gezeigt, weil wir nix zeigen mussten. Wir haben sehr gut gespielt, waren sehr dominant. Wir haben an den Glauben appelliert. Breel Embolo hat das mit seinen Stärken bei seinem Tor exzellent umgesetzt."
Stefan Ortega (Arminia Bielefeld): "Es ist ein Unding, dass wir so unorganisiert starten. Da fehlen mir die Worte, warum wir das so machen."
Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach): "Was das Positive ist, dass wir die Chancen kreieren, gegen einen Gegner, der defensiv steht. Wir haben gut verteidigt, irgendwann kommt die Situation, wenn der Gegner müde wird, in der wir treffen können."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Geduldige Gladbacher

Borussia Mönchengladbach spielte über 90 Minuten einen gepflegten Fußball. Doch das Tor wollte lange nicht fallen. Aber anstatt nervös zu werden, behielten die Gladbacher ihren Spielstil bei. Der Ball lief durch die eigenen Reihen, dazu kamen einige Flanken aus dem Halbfeld – und nach Ballgewinn versuchte man es weiterhin über Steilpässe, die lange Zeit zu unpräzise waren. Irgendwann wurde Mönchengladbach aber belohnt: Balleroberung, Steilpass Jonas Hofmann auf Breel Embolo – Tor. So sicherten sich die Fohlen mit ihrem Spielstil einen Auswärtssieg.

Die Statistik: 5

Der starke Pass von Jonas Hofmann aus dem Mittelfeld auf Embolo, der zum Siegtreffer führte, war bereits die fünfte Torvorlage von Hofmann in der laufenden Bundesliga-Saison – und das trotz längerer Verletzungspause. Damit stellte er schon jetzt seinen persönlichen Bestwert aus der Spielzeit 2018/2019 ein. Das Spiel gegen Bielefeld steht symbolisch für die starke Saison des 28-Jährigen. Hofmann war überall auf dem Platz zu finden, sehr viele Aktionen liefen über ihn. Oft versuchte er, über Steilpässe seine Mitspieler in Aktion zu bringen. Beinahe hätte er in der 73. Minute auch einen Elfmeter herausgeholt. Für die Grätsche gegen Hofmann hätte sich Amos Pieper nicht über einen Strafstoß beschweren dürfen.
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