VfB Stuttgart - Borussia Mönchengladbach: Hofmann tobt nach VAR-Einmischung

Jonas Hofmann von Borussia Mönchengladbach hat seinem Ärger nach dem 2:2 beim VfB Stuttgart am "Sky"-Mikrofon Luft gemacht - und wie. "Das ist eine absolute Frechheit, ganz klar", äzte der 28-Jährige und meinte damit den Foulelfmeter, den der VfB in der sechsten Minute der Nachspielzeit zugesprochen bekam. VfB-Profi Silas Wamangituka ließ sich die Chance nicht nehmen und erzielte den Ausgleich.

Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach) im Spiel gegen den VfB Stuttgart

Fotocredit: Imago

"In der heutigen Zeit ist es so, dass die Spieler kaum ihre Meinung sagen dürfen. Wenn ich sie jetzt kundtun würde, würde ich wohl für den Rest der Saison gesperrt werden", polterte Hofmann und wurde trotzdem deutlich.
"Ich weiß nicht, was man da denkt. Breel Embolo wird 50 Mal so gefoult, aber wir bekommen keinen einzigen Pfiff und in der 94. Minute pfeift dieser Schiedsrichter ein Foul - oder er kriegt einen Hinweis, dass es eine klare Fehlentscheidung war." Das, so Hofmann, sei "Wahnsinn". So etwas habe er noch nie erlebt.
"Ich weiß nicht, wofür wir einen Videoschiedsrichter haben. Das Spiel wurde heute durch zwei, drei Personen entschieden, das wissen sie hoffentlich selber", war Hofmann fassungslos. "Das ist kein Elfmeter."
Videoassistentin Bibiana Steinhaus hatte sich in der betreffenden Szene tief in der Nachspielzeit eingeschaltet und so entschied das Schiedsrichtergespann um Dr. Felix Brych nach Überprüfung auf Elfmeter - eine mehr als strittige Entscheidung.

Schiedsrichter Brych räumt Fehler ein

Nach der Partie äußerte sich der Unparteiische am "Sky"-Mikrofon zu jener spielentscheidenden Szene und räumte dabei Unzulänglichkeiten in der Kommunikation mit dem VAR ein.
"Bensebaini geht ein hohes Risiko, weil er seinen Gegenspieler umklammert. Aber letztlich gibt es noch einen Kontakt vom eigenen Spieler am Fuß und der war wohl mitentscheidend. Wenn man den Elfmeter direkt gibt, dann muss er akzeptiert werden. Mit dem Eingriff des Videoschiedsrichters bleiben Restzweifel", erklärte Brych.
Dem vermeintlichen Foul von Rami Bensebaini an Sasa Kalajdzic war ein Kontakt des VfB-Stürmers mit seinem eigenen Mannschaftskollegen Waldemar Anton vorausgegangen. Kalajdzic kam daraufhin ins Straucheln und fiel in Bensebaini, der den Österreicher zuvor für einen kurzen Moment umklammerte hatte, regelrecht hinein.

Brych: "Stuttgart kann mit dem Elfmeter glücklich sein."

Brych gestand, dass er den Kontakt der beiden VfB-Profis nicht wahrgenommen habe. "Das kann man auf dem Platz nicht erkennen, weil man nur auf einen Bereich des Körpers gucken kann. Ich habe nur die Hände gesehen. Vom Gefühl her war es einen Tick zu wenig", betonte der 45-Jährige.
Umso mehr erstaunt die Tatsache, dass Brych nach eigenen Aussagen auf jenen Zwischenfall nicht aufmerksam gemacht wurde.
"Auf den Kontakt am Fuß wurde ich nicht hingewiesen, den habe ich erst jetzt, mit einer zeitlichen Verzögerung, gesehen. Es ist eine komplexe Szene, weil zwei Kontakte vorliegen. Der Kontakt unten ist uns verborgen geblieben", offenbarte der Referee und ergänzte: "Stuttgart kann mit dem Elfmeter glücklich sein."
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Quelle: Perform

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