"Die Wohnung, in der ich war, befand sich im unmittelbaren Umfeld des Lokals, in dem diese Party stattfand", so Embolo weiter. Er sei in der Nacht auf Sonntag nach der Rückkehr vom Spiel in Stuttgart mit einem Freund nach Essen gefahren, schrieb Embolo in einem Statement: "Das war in der heutigen Zeit ein Fehler."
Gladbachs Trainer Marco Rose bestätigte im Vorfeld des Spiels gegen Werder Bremen am Dienstagabend bei Sky, dass er Embolo vertraue. "Er hat uns glaubwürdig versichert, dass er auf keinen Fall auf irgendeiner Party war", sagte der Coach.
Die Polizei Essen bestätigte auf "SID"-Anfrage, dass alle 23 Gäste der Party eine Anzeige "erhalten haben". Die Polizisten trafen in den Räumlichkeiten an der Lanfermannfähre laut Pressemitteilung auf 15 Frauen und acht Männer im Alter zwischen 21 und 41 Jahren.
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"Es wurden weder Abstände eingehalten noch eine Mundnasenbedeckung getragen", so die Polizei. Zwei der Anwesenden hatten die schweizerische Staatsbürgerschaft. Den Namen Embolos bestätigte die Polizei aus Gründen des Schutzes der Persönlichkeitsrechte ausdrücklich nicht.

Rose und Sommer nehmen Embolo in die Pflicht

Embolos Arbeitgeber Borussia Mönchengladbach hatte den Stürmer vorsorglich aus dem Kader für das Spiel gegen Werder Bremen am Dienstag (1:0) gestrichen. Der Schweizer Nationalspieler habe "möglicherweise gegen die Corona-Schutzverordnung verstoßen", hatte der Tabellenachte mitgeteilt. Am Freitag gegen Borussia Dortmund plant Rose aber wieder mit ihm. "Breel ist gegen Dortmund dabei", sagte Rose nach dem Spiel gegen Bremen und betonte:
"Fakt ist, dass es völlig sinnfrei ist, Samstagabend um 2:30 Uhr in der Pandemiezeit als Person der Öffentlichkeit mit einem Kumpel zu einem anderen Freund zu fahren. Schon in dem Moment ist eine Corona-Regel gebrochen. Darauf haben wir als Verein reagiert und haben ihn rausgenommen. Ich glaube, dass es Breel sehr weh tut, nicht dabei zu sein. Aber ansonsten hat er uns glaubwürdig versichert, dass er kein Teil irgendeiner Party war. Wir müssen uns an die Regeln halten und wenn wir das nicht hinbekommen, dann ist der Aufschrei zurecht auch relativ groß."
Auch Torhüter Yann Sommer äußerte sich am "Sky"-Mikrofon zur Thematik und nahm seinen Mannschaftskollegen in die Pflicht.
"Es ist schwierig in der Öffentlichkeit, mit dem ganzen Fokus, der auf einem liegt. Er wird daraus lernen und wir werden ihn unterstützen. Aber wir werden als Mannschaft schon auch hart ins Gericht gehen und das deutlich ansprechen. Und dann mit ihm weiter nach vorne gehen", erklärte der 32-Jährige.

DFL appelliert an Bundesliga-Profis

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte erst kürzlich an das Verantwortungsbewusstsein der Fußballprofis und Vereine angesichts der schwierigen Corona-Lage appelliert.
Es sei "weiterhin eine hohe Aufmerksamkeit aller Beteiligten erforderlich, am Arbeitsplatz und im Privatleben. Hier ist jeder Einzelne verantwortlich", sagte Tim Meyer, der Leiter der medizinischen Taskforce der DFL.
Im vergangenen Jahr hatte die DFL die Sanktionierung von Missachtungen der Verhaltenspflichten aus dem Hygienekonzept durch Spieler und andere Arbeitnehmer auf die Klubs übertragen.
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(mit SID)

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