Immer wieder fiel der Begriff "Mentalität" bei Borussia Dortmund in den letzten Jahren - erst recht, nachdem ihn Kapitän Marco Reus zum Unwort erklärt hatte.
Als Kevin Großkreutz unter Jürgen Klopp beim BVB auflief, konnte man der Mannschaft alles, nur nicht fehlende Mentalität unterstellen. "Zu meiner Zeit beim BVB sind wir alle immer marschiert bis zum Erbrechen. Wir waren eine Supertruppe mit der richtigen Einstellung und hatten dazu auch Top-Fußballer im Team", erklärte Großkreutz die Mischung, die zu zwei deutschen Meisterschaften verhalf.
Aber auch die derzeitige Mannschaft verfügt nach Großkreutz' Ansicht über ähnliche Eigenschaften: "Von der Qualität her ist die aktuelle Mannschaft aus meiner Sicht noch besser. Wenn ich mir Jungs wie Sancho oder Haaland angucke, das ist schon brutale Qualität. Und ich bin mir sicher: Von denen geht keiner raus und will nicht gewinnen."
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Vor allem von Sturm-Ass Erling Haaland zeigt sich der 32-Jährige begeistert: "Haaland ist geil! Wie der sich nicht nur über seine eigenen Tore, sondern auch über die seiner Mitspieler freut, gefällt mir. Er hängt sich in jedes Duell rein, nimmt die Fans mit - solche Leute brauchen wir. Ich hoffe, dass er noch ein paar Jahre beim BVB bleibt."
Mit Youssoufa Moukoko hat Dortmund sogar noch ein weiteres Sturmtalent in der Hinterhand. "Moukoko ist krass", schwärmt Großkreutz und führt aus: "Aber er hat in der U17- und der U19-Bundesliga schon alles kaputt geschossen, von daher bin ich nicht überrascht. Er bringt mit 16 Jahren alles mit, was ein richtig guter Fußballer braucht."

Großkreutz: Karriereende oder Wiedervereinigung mit Ex-Teamkollege?

Die eigene Karriere geriet bei Großkreutz zuletzt immer mehr ins Stocken. Sein Vertrag bei Drittliga-Klub KFC Uerdingen wurde aufgelöst. Wie es weitergeht, lässt der Weltmeister von 2014 noch offen, auch ein Karriereende kommt infrage. "Das werde ich in diesem Monat entscheiden. Im Moment will ich nichts ausschließen. Ich trainiere seit acht Wochen jeden Tag, um fit zu sein, falls ich noch mal bei einem Verein unterschreibe", so Großkreutz.
Eine Wiedervereinigung mit Ex-Teamkollege Jakub Blaszczykowski sei auch denkbar. "Ein Wechsel zu Kubas Klub nach Polen ist auch eine Option, die ich gerade prüfe", sagte Großkreutz, der aber langfristig in seiner Heimat bleiben will: "Danach würde ich aber wieder nach Dortmund zurückkehren. Unser Haus hier werden wir definitiv nicht verkaufen, auch wenn ich noch einmal ins Ausland gehe. Während meiner Zeit in Istanbul habe ich deutlich gespürt, wohin ich gehöre. Nach Dortmund, hier in den Pott, zu meiner Familie."
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