Eintracht Frankfurt stellte die spielbestimmende Mannschaft. Nachdem die Gäste bereits nach wenigen Sekunden zum Abschluss kamen (Jonathan Burkardt, 1.), übernahmen die Adler den dominanten Part. In der elften Minute kassierten sie allerdings das 0:1.
Karim Onisiwo hielt nach einem Zuspiel von Dominik Kohr etwa 19 Meter vor dem Kasten aus zentraler Position drauf. Keeper Kevin Trapp tauchte ins linke untere Eck, wo er den Ball zwar mit einer Hand berührte, den Einschlag aber nicht verhindern konnte.
Das Hütter-Team hatte einen sehr hohen Ballbesitzanteil, schaffte es aber nur selten, das in zwingende Torchancen umzumünzen. Mainz überzeugte mit einer stabilen Defensive und einer starken Chancenverwertung. Mit 0:1 ging es in die Kabinen.
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Wieder kein Sieg: Frankfurt steckt im Keller fest
GESTERN AM 15:29
Gleiches Bild nach dem Seitenwechsel: Frankfurt war, wie bereits in der ersten Halbzeit, tonangebend. Die Mainzer hielten an ihrem Matchplan, tief zu stehen, Freiräume im Angriffsdrittel der Eintracht zunichtezumachen und auf Konter zu lauern, fest.
Nach einer Phase, in der das Tempo nicht allzu hoch war, schaffte es der Gastgeber vor allem in der Schlussviertelstunde, sich in gute Abschlusspositionen zu bringen. Fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit glich die SGE durch ein Sahnetor verdient aus.
Der eingewechselte Amin Younes tankte sich auf der linken Seite klasse durch. Er drang in den Strafraum ein, wo er kurz vor der Grundlinie flach in den Rückraum passte. Dort zog Joker Ajdin Hrustić direkt ab, blieb mit seinem Schuss aber hängen. Über Unwege landete der Ball erneut bei Hrustić, der diesen im Liegen vom Elferpunkt mit dem linken Außenrist zum 1:1 ins linke obere Eck platzierte.
Anschließend drückte die SGE auf den Siegtreffer, der ihr trotz zweier hochkarätiger Chancen nicht gelang. In der zweiten Minute der Nachspielzeit lenkte zunächst Jeremiah St. Juste einen Schuss von Steven Zuber in höchster Not ins Toraus, ehe André Silva aus etwa zehn Metern am Kasten vorbeischoss.

Die Stimmen:

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Ich will nicht von einer Enttäuschung sprechen. Es liegt nicht am Trainer, es liegt nicht am Team. Vielleicht haben wir auch über unseren Verhältnissen gespielt. Was die Leute reden, ist mir egal - in den Katakomben ist wichtiger. Es ist unangenehm, dass wir es selbst nicht mehr in der Hand haben und den Vorsprung verspielt haben. Aber wir haben diesen Fight noch nicht verloren. Das Positive ist, dass wir Mentalität gezeigt haben bis zum Schluss. In Summe darf man aber nicht zufrieden sein."
Bo Svensson (Trainer 1. FSV Mainz 05): "Es ist ein bisschen ärgerlich, wenn man so spät das Gegentor kassiert. Die Jungs sind auch enttäuscht. Es war eine kompakte Leistung mit guten Umschaltmomenten. Ich bin stolz darauf, was die Jungs seit Wochen abliefern. Die haben noch Bock auf die letzten Spiele. Da wollen wir nochmal alles rauspressen."
Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt): "Jetzt haben wir es nicht mehr selbst in der Hand, aber es ist trotzdem alles möglich. Wir müssen weiter dran glauben."

Der Tweet zum Spiel:

Sieben Spieler aus der damaligen Startaufstellung im Europa-League-Halbfinale gegen Chelsea, das Frankfurt im Elfmeterschießen verlor, standen auch zwei Jahre später in der Anfangsformation. Sechs auf Seiten der SGE (Trapp, Martin Hinteregger, Makoto Hasebe, Sebastian Rode, Filip Kostić, Luka Jović), einer im Mainz-Dress (Eintracht-Frankfurt-Leihgabe Danny da Costa).

Das fiel auf: Parallelen zu 2018/19

Am Samstag legte der BVB im Rennen um die Champions-League-Ränge mit einem 3:2-Sieg über RB Leipzig vor. Auch Mitstreiter Wolfsburg setzte sich durch - und zwar ziemlich deutlich (3:0 gegen Union Berlin). Die SGE gewann dagegen nur eines ihrer vier jüngsten Ligaspiele. Erinnerungen an die Spielzeit 2018/19 werden wach, als die Frankfurter ebenfalls spät in der Saison einen Platz in den Top Vier innehatten, diesen hintenheraus aber noch verspielten. Damals verloren die Hessen ihre letzten drei Ligapartien allesamt - darunter ein 0:4 gegen die Nullfünfer.

Die Statistik: 18

Die Adler sind im eigenen Stadion seit 18 Partien ungeschlagen. Ihre letzte Heimpleite kassierten sie in der Vorsaison gegen Mainz (0:2 im Juni 2020). Auch diesmal sah es lange nach einer Niederlage gegen den FSV aus - bis Hrustic zuschlug.
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