Bielefeld war von Beginn an wacher und aggressiver im Anlaufen, wodurch sie zunächst auch zu den besseren Chancen kamen.
Nach einem weiten Einwurf von Cedric Brunner köpfte Felix Uduokhai das Leder vor die Beine von Ritsu Doan, der mit seinem Abschluss jedoch an Rafal Gikiewicz scheiterte (11.). Wenig später folgte einem starken Ballgewinn von Masaya Okugawa ein Konter, wobei Fabian Kunze zu lange zögerte und den Zeitpunkt für das Abspiel verpasste (13.).
In der 28. Minute hatte die Arminia dann die Chance auf den Führungstreffer, als Andreas Voglsammer einen Abschlag von Stefan Ortega mit der Brust zu Fabian Klos verlängerte.
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Dieser legte das Leder mit der Hacke ab für Voglsammer. Der Stürmer beförderte das Leder jedoch aus zweiter Reihe auf die Tribüne.

Bielefeld in Halbzeit zwei harmloser

Den ersten gefährlichen Abschluss für die Augsburger gab es in der 34. Minute, als es Marco Richter aus der zweiten Reihe probierte. Sein abgefälschter Versuch landete aber auf dem Tornetz. Kurz vor der Pause musste Ortega noch einmal zugreifen, als Jeffrey Gouweleeuw nach einer Freistoß-Flanke von Daniel Caligiuri zum Kopfball kam (44.).
Die erste vielversprechende Gelegenheit im zweiten Durchgang konnten die Augsburger für sich verbuchen. André Hahn schickte Ruben Vargas bei einem Konter auf die Reise. Der Schweizer vergab die gute Möglichkeit allerdings aufgrund eines technischen Fehlers im Dribbling (54.). Von den im ersten Durchgang noch gefährlichen Bielefeldern kam in der zweiten Halbzeit offensiv gar nichts mehr und Augsburg konnte auf der anderen Seite nur wenig mit ihren Spielanteilen anfangen.
Caligiuri versuchte es aus 20 Metern zentraler Position mit einem Distanzschuss, doch Okugawa fälschte das Leder neben das Tor ab (71.). Die wohl beste Chance im Spiel hatte Vargas in der Schlussphase, als der eingewechselte Alfred Finnbogason einen langen Ball von Uduokhai im Sechzehner kontrollieren konnte und stark für den Schweizer querlegte. Vargas scheiterte aber freistehend von der Fünferkante am glänzend reagierenden Ortega, der den Versuch mit dem Bein in letzter Sekunde entschärfte (78.).

Die Stimmen zum Spiel:

Stefan Ortega (Arminia Bielefeld): "Direkt nach Spielschluss überwiegt etwas die Enttäuschung, weil wir einfach die besseren Torchancen hatten. Aber ich freue mich natürlich über das achte Zu-Null-Spiel. Das haben wir heute gut wegverteidigt."
Amos Pieper (Arminia Bielefeld): "Wir nehmen den Punkt jetzt mit und haben richtig Bock auf die letzten fünf Spiele. Schnell regenerieren und dann geht es Dienstag gegen Schalke wieder weiter!"
Stefan Reuter (Geschäftsführer Sport beim FC Augsburg): "Das Beste am Spiel heute ist, dass der Abstand zu Bielefeld gleich bleibt. In der ersten Halbzeit hatten wir ganz große Probleme mit den langen Bällen, haben selbst spielerisch viel zu wenig gezeigt. In der zweiten Halbzeit hatte ich das Gefühl, dass wir viel besser im Spiel sind. [...] Da hoffst du dann natürlich, dass du den Lucky Punch machen kannst, aber es war ein hart umkämpftes und sicher kein schönes Spiel und von daher sicher ein gerechtes Unentschieden."
Felix Uduokhai (FC Augsburg): "Wir müssen jetzt einfach auch offen Kritik annehmen. Man muss auch Sachen ansprechen, dafür darf man sich nicht zu schade sein, noch mal ein Wort zu sagen. Das sind kleine Dinge, bei denen man nicht eitel sein darf, sondern man muss einfach offen und ehrlich miteinander reden, vor allem innerhalb der Mannschaft. Diese Dinge sind sehr wichtig, aber das ist auch eine normale Entwicklung in jeder Mannschaft."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Eine sehr gute Chance verpasst

Arminia Bielefeld verpasste eine sehr gute Gelegenheit, im Abstiegskampf wichtige Punkte mitzunehmen. Durch das Unentschieden hat Bielefeld zwar vorzeitig den Relegationsplatz verlassen. Das hält wohl aber nur an, weil die nächsten Spiele der Hertha aufgrund einer angeordneten Mannschaftsquarantäne abgesagt wurden. Mit einem Sieg wäre man allerdings bis auf drei Zähler an Augsburg herangerückt und hätte die Fuggerstädter dadurch wieder voll in den Abstiegskampf hineingezogen.
Somit bleibt man weiterhin einen Zähler hinter Mainz und drei hinter Bremen, die ihre Spiele noch offen haben. Das bitterste war jedoch der Spielverlauf: Die Arminia war in der ersten Halbzeit die deutlich gefährlichere Mannschaft und sehr nah an der zwischenzeitlichen Führung.
Doch nach dem Wiederanpfiff blieb die Gefahr in der Offensive komplett aus und man versteifte sich auf die Defensivarbeit. Die Null wurde dadurch zwar am Ende gehalten, auf diese Weise gewinnt man solch entscheidende Spiele aber nicht. Ohne die Glanzparade von Stefan Ortega hätte man sogar verloren.

Die Statistik: 11,9 km

Manuel Prietl spulte die meisten Kilometer ab. Der Mittelfeldakteur der Arminia kam am Ende des Spiels auf 11,9 gelaufene Kilometer. Auf der Gegenseite reiht sich Iago nur knapp hinter dem zentralen Mittelfeldspieler ein. Der Brasilianer lief 11,4 km.
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