Gegen Mainz 05 einen 0:2-Rückstand noch gedreht, gegen Borussia Mönchengladbach eine 2:0-Führung verspielt und noch verloren: Der FC Bayern hat in den letzten Wochen häufig die Konstanz und Souveränität der vergangenen Saison vermissen lassen.
Vor allem auf der Rechtsverteidiger-Position klafft derzeit leistungsmäßig ein Loch. Benjamin Pavard läuft in dieser Spielzeit seiner Form aus dem Triple-Jahr hinterher, Neuzugang Bouna Sarr konnte ebenfalls nicht überzeugen. So musste Joshua Kimmich gegen Mainz in der zweiten Halbzeit nach rechts hinten ausweichen und verhalf seiner Mannschaft dazu, den Rückstand noch in einen 5:2-Sieg umzudrehen.
Die Umpositionierung war kein Problem für Kimmich, der zwar klargemacht hat, dass er lieber im Zentrum spielt, gegenüber dem "Kicker" aber auch erklärt: "Aber mir ist es wichtiger, ein Spiel zu gewinnen, als stur auf der Sechs zu spielen und nur an mich und meine Position zu denken. Ich habe oft genug bewiesen, dass ich auf beiden Positionen für die Mannschaft wichtig sein kann."
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Das weiß auch Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge, der im "Kicker" von Kimmich schwärmt: "Jede Mannschaft der Welt würde sich glücklich schätzen, einen Spieler wie Joshua Kimmich in ihren Reihen zu haben – sowohl im Mittelfeld als auch auf der Position des Rechtsverteidigers", erklärte der Vorstandsvorsitzende, der aber die Gedankenspiele über einen Kimmich-Klon zur Seite schob: "Aber es gibt Joshua Kimmich eben nur einmal. Und wir sind glücklich, dass er beim FC Bayern spielt."

Kimmich: "Letztes Jahr hat es auch geklappt"

Und so wird Kimmichs Ausflug nach rechts hinten wohl eine Ausnahme bleiben. Seine Stärken werden ebenso im Zentrum benötigt. Von dort aus leitet er die Bayern an und hievt sie auch mental eine Stufe nach oben. Er selbst nennt das nur "einen gewissen Wettkampfmodus" und erklärte: "Ich versuche mich nicht darauf zu versteifen zu sagen: Mentalität, Kämpfen, Ackern. Ja, das gehört dazu. Aber es geht auch darum, das Spiel zu genießen und Spaß auf dem Platz zu haben. Das ist eine Mischung aus einer gewissen Lockerheit und auf der anderen Seite der Spannung, Aggressivität und Konzentration."
Daneben hat Kimmich aber auch genug Vertrauen in seiner Mitspieler und so ist er sich auch sicher, mit den Bayern weiterhin erfolgreich zu sein: "In der letzten Saison habe ich auch kaum auf der Rechtsverteidiger-Position gespielt, und es hat gut geklappt", gab der 25-Jährige zu verstehen und erklärte abschließend: "Es kann also auch mit nur einem Kimmich funktionieren."
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