"Stecker gezogen": Die Horror-Show des FC Schalke findet kein Ende

Auch stark verjüngt findet der FC Schalke 04 nicht aus der Krise: In Mönchengladbach setzte es mit einem 1:4 (1:2) die nächste Niederlage. Die Knappen befinden sich weiter im freien Fall und jagen langsam aber sicher den Uralt-Sieglos-Rekord von Tasmania Berlin. Dabei hatte das Team von Manuel Baum einen wirklich guten Start erwischt.

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Teil 25 der königsblauen Horror-Show war beendet, und Manuel Baum wollte schnell weg. Der Schalker Trainer klatschte noch ein paar enttäuschte Spieler ab, dann schlug er den Kragen seiner Winterjacke hoch, stopfte die Hände in die Taschen und floh in die Katakomben.
1:4 (1:2) bei Borussia Mönchengladbach, und das trotz verbesserter Leistung - Schalke 04 stolpert auch nach einem "Großreinemachen" innerhalb der Mannschaft glück- und sieglos durch die Fußball-Bundesliga. 25 Spiele in Folge ist der Klub nun ohne Erfolg, der Uraltrekord von Tasmania Berlin (31 Partien 1965/66) wackelt bedenklich.
"Wir hatten gute Phasen, aber mit dem 1:3 wurde irgendwie der Stecker gezogen", sagte Stürmer Mark Uth bei "Sky", "das finde ich schade, man muss ja immer weitermachen." Teamkollege Steven Skrzybski mahnte: "Wir müssen als Mannschaft geschlossener werden, das geht natürlich nur Schritt für Schritt. Aber so langsam brauchen wir auch Ergebnisse."
Florian Neuhaus (15.), Oscar Wendt (36.), Marcus Thuram (52.) und der eingewechselte Hannes Wolf (80.) hatten für den erneuten K.o. der Schalker gesorgt, die nach der Suspendierung von Vedad Ibisevic, Amine Harit und Nabil Bentaleb mit einer verjüngten Mannschaft antraten.

Baums Video zeigt Wirkung - doch Gladbach schlägt eiskalt zu

Benito Raman (20.) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich. Das Team von Trainer Manuel Baum bleibt mit drei Punkten Letzter und ist nach neun Spieltagen nun die einzige noch sieglose Mannschaft der Liga.
Die Borussia, die am 17. Januar als bislang letzte Mannschaft gegen Schalke verloren hatte, lieferte derweil eine erst am Ende gelungene Generalprobe für das wichtige Champions-League-Heimspiel am Dienstag gegen Inter Mailand ab. Das Team von Trainer Marco Rose bleibt als Tabellensiebter daheim ungeschlagen.
"Wenn jeder für jeden rennt, dann hast du gegen jede Mannschaft eine Chance", hatte Baum vor dem Anstoß gesagt und der Mannschaft in der Kabine ein von Fans produziertes Motivations-Video gezeigt. Die Ansprache zeigte zunächst Wirkung: Anders als eine Woche zuvor gegen Wolfsburg (0:2) war Königsblau zu Beginn hellwach.
Als Schalke am Drücker war, schlug Gladbach eiskalt zu: Neuhaus erwischte einen Abpraller und beförderte den Ball mit etwas Glück über die Linie. Schalke zeigte jedoch Charakter und kam schnell zum verdienten Ausgleich, als Raman ein schönes Zuspiel von Mark Uth direkt in die Maschen drosch.

Schalke "zerreißt" sich vergeblich

Von Verunsicherung war bei den Knappen weiter nichts zu sehen. Auch der 19 Jahre alte Amerikaner Matthew Hoppe, der überraschend im Sturmzentrum sein Bundesliga-Debüt gab, fügte sich in die gute Vorstellung ein.
Weil der zweite vernünftige Angriff der Borussia aber erneut zum Tor führte, war S04 beinahe zu bemitleiden. Diesmal steckte Neuhaus zum links mitgelaufenen Wendt durch, der aus spitzem Winkel vollstreckte.
Der zweite Durchgang begann erneut mit guten Schalkern. Die Ultras und der Supporters Club hatten unter der Woche auf Plakaten gefordert, die Mannschaft solle sich "zerreißen" - und das tat sie durchaus. Selbst das dritte Gegentor durch Thurams Abstauber sorgte keineswegs für hängende Köpfe, auch wenn Gladbach nun zahlreiche Chancen leichtfertig vergab. Eine weitere nutzte Wolf zum Endstand.
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(SID)
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Quelle: Perform

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