In der ersten Halbzeit konzentrierte sich Schalke vor allem auf die Defensive und überließ Gladbach größtenteils den Ball. Die Gäste attackierten zumeist über die linke Seite, wo der starke Marcus Thuram häufig ins Dribbling ging. Wie auch in der 15. Minute, als der Franzose den Führungstreffer für Gladbach vorbereitete. Thuram zog über links in den Strafraum und legte den Ball ins Zentrum. Dort wehrte Schalke-Torwart Frederik Rönnow den Ball nur unzureichend nach vorne ab. Erst scheiterte Florian Neuhaus, dann schoss Lars Stindl den Abpraller ins Tor.
Trotz des frühen Rückstands liefen die Schalker den Gegner auch in der Folgezeit weder früher noch energischer an. Jedoch ließ auch die Borussia in einigen Situationen das nötige Tempo vermissen. In der 32. Minute hätte Alassane Plea beinahe die Führung ausgebaut, er verpasste es aber, eine flache Hereingabe von Stefan Lainer ins verwaiste Tor zu spitzeln.
In der 34. Minute kam Thuram im Strafraum zum Abschluss, hob aber einen Lupfer am Tor vorbei: In der 39. Minute kam Neuhaus im Sechzehner zum Abschluss, schoss aber links am Tor vorbei. In der 41. Minute bediente Sead Kolasinac Youngster Kerim Calhanoglu auf der linken Seite, der aber zu zentral auf Gladbachs Keeper Yann Sommer zielte.
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Mit Beginn der zweiten Halbzeit war Schalke griffiger und präsenter in den Zweikämpfen. Daraus resultierten Ballgewinne, die anschließenden Konter konnten aber nicht in Torschüsse umgemünzt werden. So konnte sich die Borussia recht schnell aus dem kleinen Durchhänger befreien und das Spiel wieder an sich reißen. In der 63. Minute brachte Jonas Hofmann eine Ecke von der rechten Seite auf den kurzen Pfosten, wo Stefan Lainer komplett blank stand und zum 2:0 einköpfte.
In der 72. Spielminute entschied Mönchengladbach die Partie dann endgültig. Nach einer Flanke von Plea aus dem rechten Halbfeld köpfte Nico Elvedi aus recht großer Distanz harmlos aufs Tor. Rönnow hielt den Ball aber nicht fest - beim Landen bugsierte er das Spielgerät über die Linie zum 0:3. Danach bemühte sich Schalke nur noch um Schadensbegrenzung, Gladbach spielte den Sieg locker ins Ziel.

Die Stimmen:

Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach): "Klar, es war nicht alles rund, aber ich glaube, wir haben verdient gewonnen. Wir haben die Konsequenz gebracht, die in den letzten Spielen gefehlt hat. Natürlich hatten wir in den letzten Wochen nicht so viele Torchancen, heute haben wir es aber sehr gut ausgespielt und hinten wenig zugelassen. Nicht so rund lief, dass wir im Zentrum einige Ballverluste hatten und Schalke dadurch zu Halbchancen eingeladen haben."
Stefan Lainer (Borussia Mönchengladbach): "Hofmann schießt sehr gute Ecken, gerne auch mal kurz - das hat perfekt gepasst. Wenn man einen guten Laufweg hat, ist es schwer, das zu verteidigen. Der Sieg heute war wichtig für uns. In den letzten Wochen mussten wir ein bisschen hadern mit uns, deswegen war das ein wichtiges Spiel für uns. Wir wollen alle mit unserem Trainer erfolgreich sein, das war heute wieder der erste Schritt."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Williams Auswechslung sinnbildlich für Schalker Saison

Schon in der 20. Minute nutzte Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis seine erste Wechselmöglichkeit. Nicht aber, weil ein Spieler angeschlagen war oder vielleicht eine frühe Gelbe Karte kassiert hatte. Nein, Schalkes William wurde ausgewechselt, weil er Gladbachs Spieler Marcus Thuram hoffnungslos unterlegen war. Der Franzose konnte in der 15. Minute problemlos einfach am Brasilianer vorbeilaufen und legte den Ball ins Zentrum. S04-Keeper Frederik Rönnow wehrte nach vorne ab - und William konnte den Ball nicht klären. Damit ermöglichte der Schalke-Verteidiger mit zwei unglücklichen Aktionen die Führung der Borussia. Erst spielerisch und körperlich unterlegen, dann nicht konsequent genug. Eine Aktion wie ein Abziehbild der gesamten Schalker Saison.

Die Statistik: 1

Bei Schalke, das wurde auch im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach deutlich, scheitert es nicht am Willen. Die Knappen waren läuferisch ordentlich unterwegs, hatten ein gutes Rückzugsverhalten und steigerten sich in der zweiten Halbzeit auch im Zweikampfverhalten. Dies hatte auch Wirkung, nach Ballgewinnen in der eigenen Hälfte wurde der eine oder andere Konter gefahren. Das große Problem - neben den defensiven Aussetzern wie dem Eigentor von Torwart Frederik Rönnow - ist aber die Harmlosigkeit in der Offensive. Es fehlt der entscheidende Pass, es fehlt das Tempo und vor allem fehlen Abschlüsse. Ein einziges Mal schoss Schalke auf das Tor von Gladbachs Keeper Yann Sommer, der den Versuch von Kerim Calhanoglu ohne Mühe parierte.
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