Der Tenor aus der Säbener Straße war eindeutig. "Wir werden auf höchstem Niveau gefordert", findet Sportvorstand Hasan Salihamidzic eine positive Formulierung für das Hammerlos. Weniger optimistisch betrachtet könnte man auch vom undankbarsten Gegner sprechen.
Die Bayern bekommen es mit einem Kontrahenten zu tun, der nach Revanche dürstet.
Bayern-Angreifer Eric Maxim Choupo-Moting macht erst gar keinen Hehl daraus, dass er "lieber später gegen die Jungs gespielt" hätte. PSG habe mit Mauricio Pochettino inzwischen zwar einen anderen Trainer und auch ein paar Neuzugänge, aber: "Der größte Teil ist noch da und sie haben nach wie vor starke Qualität in der Mannschaft."
Champions League
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Beim deutschen Rekordmeister hat niemand vergessen, wie schwer es war, Paris im Endspiel von Lissabon in die Knie zu zwingen. "Die ganze Welt hat gesehen, dass das eine starke Mannschaft ist", erinnert Choupo-Moting an das enge Duell am 23. August.

PSG-Coach Pochettino: Halbfinale das Ziel

Die Bayern sind auch dieses Mal im Viertelfinale leicht favorisiert. Die Schwächephase in der Liga scheint überwunden, in Europa zeigt die Auswahl von Trainer Hans-Dieter Flick ohnehin immer ihr dominantes Champions-League-Gesicht. PSG tut sich indes in der Ligue 1 überraschend schwer, rangiert mit drei Punkten Rückstand "nur" auf Platz zwei hinter dem OSC Lille.

Disput mit Salihamidzic: Ehrliche Worte von Flick

Coach Pochettino pendelt nach der Auslosung zwischen Respekt und Angriffslust. Ja, man spiele nun "gegen das beste Team Europas". Nein, an der Zielstellung ändere sich nichts. "Wir haben Barcelona rausgeworfen und konzentrieren uns nun auf Bayern, mit einem Ziel: dem Halbfinale!"
Die Niederlage von Lissabon dürfte jetzt die Wirkung eines Turbo-Boosts haben, das Starensemble um Kylian Mbappé und Neymar will Geschichte schreiben. Das Selbstverständnis des Vereins sieht den Titel in der Königsklasse vor, die Bayern sollen nur ein weiterer Schritt auf dem Weg dorthin sein.

Neymar macht den Ninja-Kämpfer

Neymar jedenfalls twitterte kurz nach der Auslosung das Emoji eines Ninja-Kämpfers und ein entsprechendes Foto von sich selbst. Eine unmissverständliche Botschaft an die Säbener Straße.
Choupo-Moting empfindet die brisante Ausgangslage als "geile Geschichte", er habe "schon ein paar Nachrichten aus Paris bekommen". Teamkollege Thomas Müller zeigte sich ebenfalls "glücklich über die Wiederauflage des Finals". Nachvollziehbar, befinden sich die Bayern doch in einer Position der Stärke.
Der Motor hat aufgehört zu stottern, läuft wieder auf Hochtouren. Die vergangenen fünf Pflichtspiele in Königsklasse und Bundesliga gewannen die Münchner allesamt - bei einem Torverhältnis von 18:6. Der Bundesliga-Tabellenführer hat pünktlich zur heißen Saisonphase wieder in den Champions-Modus geschaltet.

Angst vor PSG? So reagieren die Bayern-Stars

Vorteil Bayern, aber ...

Bei PSG ist das noch nicht ganz geschehen. Zwei Siege, ein Remis und zwei Niederlagen gab es in den vergangenen fünf Pflichtspielen, bei 7:5 Toren. Vorteil Bayern, auch wenn es bis zum Showdown noch rund drei Wochen sind.
Man muss Kingsley Coman ob der Ausgangslage und Brisanz zustimmen, wenn er beim Vergleich zwischen FCB und PSG von "einer besonderen Geschichte" spricht.
Gerade für den Titelverteidiger ist es aber auch eine sehr gefährliche Geschichte.
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