Freiburg erwischte den besseren Start, fing sich aber dennoch in der Anfangsviertelstunde das 0:1. In der 13. Minute schoss Jordan Torunarigha in zentraler Position aus 21 Metern flach aufs Tor. Keeper Florian Müller wehrte zur Seite ab, wo Krzysztof Piątek vom rechten Fünfereck ins linke untere Eck traf.
Neun Minuten nach dem ersten Streich stellten die Berliner auf 2:0. Santiago Ascacibar bediente Nemanja Radonjić am linken Sechzehnereck, von wo aus dieser bis an die Grundlinie sprintete und dort Philipp Lienhart ins Leere rutschen ließ. Der Serbe flankte ins Fünferzentrum, dort nickte Peter Pekarík zum 2:0 ins lange Eck.
Es folgte eine Phase, in der das Tempo nicht allzu hoch war. Abgeschlossen wurden meist aus der zweiten Reihe, aufs Tor wurde der Ball dabei aber nur selten platziert. Hertha führte vor allem aufgrund der Kaltschnäuzigkeit in Abschlüssen innerhalb der Gefahrenzone.
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Nach dem Wiederanpfiff ergab sich zunächst das gleiche Bild wie zu Beginn der Partie: Der SC Freiburg spielte forsch nach vorne, die Hauptstädter waren in den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel hauptsächlich mit der Arbeit gegen den Ball beschäftigt. Zwingende Torchancen ermöglichten sich die Breisgauer aber nur selten. Die Hertha berzeugte mit einer kompakten Defensive und lauerte auf Konter.
Als etwa eine Stunde absolviert war, begann eine Phase, in der sich das Geschehen bis kurz vor der Schlussphase der Partie größtenteils zwischen den Strafräumen abspielte. In der 85. Minute machte Radonjić mit einem Sahnetor dann Deckel drauf. Er startete nahe der Mittellinie ein Solo, nahm auf der linken Außenbahn Fahrt auf, entwischte Jonathan Schmid und drang in den Sechzehner ein. Dort ließ er Lienhart aussteigen und schoss in zentraler Position aus zehn Metern hoch zum Endstand ein.
Die Hertha (30 Punkte) sprang durch den Sieg am 1. FC Köln (29), Arminia Bielefeld und Werder Bremen (beide wie die Berliner 30) auf Rang 14 und hat noch das Nachholspiel gegen Schlusslicht FC Schalke 04 (12.5.) in der Hinterhand. Freiburg steht nach der vierten Auswärtsniederlage in Folge auf Platz neun weiter im Niemandsland der Liga.
Tabelle Bundesliga

Die Stimmen zum Spiel:

Pál Dárdai (Trainer Hertha BSC): "Egal, ob ich eine solche Entscheidung (mit der starken Rotation, d. Red.) getroffen habe, wir waren fit, haben sehr gut gespielt, waren sehr kompakt. In der zweiten Hälfte waren die Räume da, wir wollten das dritte Tor. Hier wächst jetzt etwas zusammen. Dafür muss man viel tun. Die Egoismen sind an die Seite geschoben, jeder aus der Hertha-Familie macht mit."
Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Wir haben zweimal extrem schlecht verteidigt, dann hat Hertha 2:0 geführt in der Halbzeit. Es war eine schlechte erste Halbzeit. Zweite Halbzeit war in Ordnung - aber es ist enttäuschend."
Niklas Stark (Hertha BSC): "Dieser Sieg war für die Seele extrem wichtig. Aber wir haben nach wie vor ein großes Ziel vor uns, deshalb dürfen wir uns nicht ausruhen - das wollen wir auch gar nicht. Wir sind motiviert, den nächsten Step zu machen."
Krzysztof Piątek (Hertha BSC): "Ich bin froh, dass ich der Mannschaft mit der Führung helfen konnte. Insgesamt war es ein gutes Spiel von uns - inklusive drei ganz wichtiger Punkte. Aber wir müssen jetzt weitermachen und direkt nachlegen."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Dárdai warf die Rotationsmaschine an

Aufgrund der verhängten und mittlerweile absolvierten Quarantäne hat Hertha ein straffes Restprogramm. Die Alte Dame musste in dieser Woche bereits ran. Am Montag trennte sie sich im Nachholspiel gegen Mainz 05 mit 1:1. Im Vergleich zu dieser Partie nahm BSC-Trainer Pál Dárdai neun personelle Startelfveränderungen vor. Lediglich Alexander Schwolow und Mattéo Guendouzi spielten zum zweiten Mal in Folge von Beginn an (Guendouzi verletzte sich später). Zudem zog der ungarische Coach im Spiel als seine fünf Wechseloptionen. Kommenden Sonntag (18:00 Uhr im Liveticker) geht es für die Berliner gegen Arminia Bielefeld - ob Dárdai erneut ordentlich durchmischt?

Die Statistik: 3

Christian Streich traf zum 15. Mal als Cheftrainer des SC Freiburg auf Hertha BSC. Dabei kassierte er lediglich drei Niederlagen - eine davon in dieser Begegnung.
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