Mainz überließ zu Beginn den Freiburgern den Ball und lauerte auf Konter. Das funktionerte auch ganz gut, da die Gäste mit dem Ball nicht viel anzufangen wussten und die 05er über schnelles Umschalten immerhin für etwas Gefahr sorgten.
Der erste gefährliche Abschluss gehörte Jonathan Burkardt, der Angreifer kam ums linke Fünfereck zum Abschluss, aber konnte den gut reagierenden Florian Müller nicht überwinden (3.).
Das Gleiche galt für Adam Szalai, der mit einem harten, aber zu zentralen Schuss aus 14 Metern an Müller scheiterte (20.). Der Szalai-Schuss war der Auftakt zu einer zehnminütigen Phase, in der Mainz mehr investierte. Richtig gefährlich wurde es allerdings nur einmal und wieder war Szalai beteiligt.
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Philipp Lienhart klärte im Strafraum gerade noch so vor dem Ungarn, aber der Ball landet bei Jean-Paul Boëtius. Der Niederländer legte auf Danny da Costa ab und der haute den Ball aus 20 Metern halbrechte Position an die Latte (23.). Ebenfalls am Aluminium scheiterte Roland Sallai bei der ersten guten Freiburger Chance.
Der Flügelspieler war rechts durchgebrochen und marschierte frei auf Zentner zu. Sallai schloss rechts im Strafraum ab, kurz bevor ihn Jeremiah St. Juste einholte. Sein strammer Schuss klatschte an den rechten Außenpfosten (40.). Die Gäste kamen in der Schlussminuten der ersten Halbzeit allgemein besser ins Spiel und machten mehr Druck. Das behielten sie auch nach dem Seitenwechsel bei, nur wirklich gefährlich wurde es nicht.
Für eine Torannäherung benötigte es einen Standard und wieder waren es Sallai und das Aluminium. Der Ungar versuchte es bei einem Freistoß, aus 18 Metern leicht halbrechter Position, über die Mauer und scheiterte nur an der Latte (59.). Mainz war nach vorne nicht sonderlich aktiv, aber wenn sie es wurden, dann wurde es meist gefährlich.
Burkardt dribbelte rechts in den Strafraum und bediente den hinterherlaufenden da Costa. Der Außenspieler gab direkt, flach und scharf zur Mitte. Dort hätte Robert Glatzel den Ball, aus sieben Metern, eigentlich nur noch ins Tor drücken müssen, aber er setzte den Ball übers Tor (65.). Nach dieser Möglichkeit wurde viel gewechselt und das Spiel verlor seinen Fluss.
Erst Christian Günter riss die Partie wieder aus ihrer Lethargie. Der Freiburger Kapitän bekam an der Mittellinie den Ball und sprintete von der linken Seite Richtung Tor. Zentral vor diesem angekommen, zog der Verteidiger ab. Sein Flachschuss rauschte nur knapp rechts am Gehäuse vorbei (78.). Die Mainzer antworteten darauf mit einem schönen Angriff über die linke Seite, an dessen Ende bekam Boëtius am linken Strafraumeck den Ball.
Der Mittelfeldmann bedient Glatzel mustergültig mit einer Flanke. Der Angreifer hatte sich in der Mitte gelöst und kam aus kürzester Distanz zum Kopfball. Diesen parierte Müller noch überragend, gegen den Abstauber von Robin Quaison konnte der Freiburger Schlussmann dann nichts mehr ausrichten (84.). Dem Lucky Punch der 05er hatte Freiburg nichts mehr entgegenzusetzen. Mainz brachte den Sieg locker ins Ziel.

Die Stimmen:

Leo Barreiro (Mainz 05): "Ich bin sehr glücklich und finde den Sieg verdient, wenn man den Aufwand sieht, den wir über 90 Minuten betrieben haben. Man sieht einfach wieder, dass die Spieler von der Bank den Unterschied machen können!"
Robin Quaison (Mainz 05): "Es ist immer schön Tore zu schießen, da ist es eigentlich egal, dass ich länger verletzt war. Flo hält den ersten Ball noch super,aber dann stehe ich einfach richtig und mache ihn rein!"
Robin Zentner (Mainz 05): "Natürlich ist es gut, zu Null zu spielen. Es waren nicht viele schwere Bälle für mich heute, weil die Jungs vor mir gut gestanden haben. Als Torwart ist man immer auf die Vorderleute angewiesen und die waren heute wieder voll da."
Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Gratulation an Mainz für den für sie wichtigen Sieg. Wir wollten sehr offensiv spielen. Dann sind wir auf eine sehr aggressive Mannschaft getroffen und waren in der einen oder anderen Situation nicht sauber genug. Nach der Halbzeit wurde es wesentlich besser, wir hatten einige Situationen. Am Ende verlieren wir das Spiel, weil Mainz das Tor gemacht hat. Es war eine ordentliche Leistung - bis auf die ersten 30 Minuten. Ein Unentschieden wäre ok gewesen."
Florian Müller (SC Freiburg): "Ich bin genervt, dass wir am Ende hier verloren haben. Ich hätte lieber keinen gehalten und am Ende gewonnen. Mainz war in der zweiten Halbzeit vielleicht fünf Prozent aggressiver."

Der Tweet zum Spiel:

Die Mainzer Fans hofften auf ihren Joker Robert Glatzel.

Das fiel auf: Fehlende Freiburger Durchschlagskraft

Der SC Freiburg hat in den letzten fünf Bundesligapartien lediglich zwei Tore erzielt und das kommt nicht von ungefähr. Die Badener spielten zwar ganz gefällig, aber taten sich schwer den Weg vors Tor zu finden. Im letzten Drittel fehlte die Entschlossenheit, die eigentlich nur Roland Sallai mitbrachte. Der Ungar war der einzige Freiburger, der wirklich Torgefahr ausstrahlte.

Die Statistik: 274

Jonathan Schmid bestritt in Mainz sein 274. Bundesligaspiel. Damit ist der Elsässer der neue alleinige französische Rekordhalter im Bezug auf Bundesligaeinsätze. Zuvor teilte er sich diesen Titel mit Franck Ribéry. Dieser lief 273 Mal für Bayern München auf. Schmid spielte neben Freiburg noch für die TSG 1899 Hoffenheim und den FC Augsburg in der Bundesliga.
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