In Frankreich wird Ihr Name in Expertenkreisen immer wieder als mögliche Überraschung für den EM-Kader gehandelt. Sie haben in den Nachwuchsklassen schon das Nationaltrikot getragen…
Baptiste Santamaria: Es ist schön, wenn meine Leistung erkannt und geschätzt wird. Die Nationalelf ist einer der Träume, für die ich arbeite. Ich habe die "Bleus" im Hinterkopf, auch das ist einer der Gründe, warum ich ins Ausland gewechselt bin. Ich wollte meine Qualitäten hier beweisen, ein Risiko eingehen und mich selbst herausfordern. Wenn man als Franzose in Ausland in einer großen Liga spielt, beobachtet einen der Trainerstab des Verbandes und ich muss nun beweisen, dass ich den nächsten Schritt gehen kann.
Haben die Auftritte anderer französischer Spieler für Ihre Entscheidung, in die Bundesliga zu wechseln, eine Rolle gespielt?
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Santamaria: Ja, das war ein Faktor: Wenn man sieht, wer hier spielt und gespielt hat und mit welcher Begeisterung… An erster Stelle steht da Franck Ribéry, aber auch der Weg von Benjamin Pavard vom VfB Stuttgart bis in die Nationalelf und zum FC Bayern – das spornt an! Dazu die Auftritte von Alassane Pléa oder Marcus Thuram...
Sie haben Pavard als Beispiel genannt: Ist sein Weg ein Vorbild für Sie?
Santamaria: Ich will nicht lügen – es ist auf jeden Fall ein Ziel! Ich will mich weiter verbessern und setze mir keine Grenzen : Ich habe natürlich Lust, in der Champions League zu spielen. Ich weiß, dass andere Klubs meine Leistungen verfolgen und darum gilt es, immer weiter hart zu arbeiten, Leistung zu bringen und sich so zu empfehlen.
Wie erleben Sie Christian Streich, der als Trainer ein echtes Unikat ist… ?

Santamaria: Er ist sehr emotional, spricht extrem viel mit seinen Spielern und versucht alles, um uns zu verstehen und die bestmögliche Leistung aus uns herauszuholen. Er lebt einfach Fußball, so als ob es nichts anders gebe. Er ist unheimlich detailversessen, achtet auf jede Kleinigkeit. Ich verbessere mich dadurch pausenlos weiter.
Welche Rolle hat Jonathan Schmid für Sie gespielt, der Rekord-Franzose der Bundesliga vom SC Freiburg?
Santamaria: Er war sehr wichtig für mich, schon allein wegen der Sprache. Er übersetzt viel für mich, auch wenn meist Englisch gesprochen wird. Jemand an der Seite zu haben, der seit vielen Jahren im Klub ist, hilft sehr. Ich muss noch weiter an der Sprache arbeiten und mache dank meiner Kurse auch Fortschritte, aber Deutsch ist ziemlich schwierig. Französisch ist auch nicht leicht, aber Deutsch wirklich nicht einfach.
Sie sind sehr vielseitig im Mittelfeld – welche Spieler nehmen Sie sich als Vorbild?
Santamaria: Wenn ich sehr mag, sind Thiago Alcantara, Joshua Kimmich oder Frenkie De Jong. Die spielen auf ähnlichen Positionen wie ich und ich versuche mich zu verbessern, indem ich sie genau beobachte.
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