Stuttgart erwischte den besseren Start und kam direkt in der ersten Minuten zu einer guten Gelegenheit. Daniel Didavi eroberte sich früh den Ball und flankte anschließend auf Gonzalo Castro, der sich allerdings nicht gegen Manuel Gulde durchsetzen konnte.
Doch nur sechs Minuten später gingen die Schwaben durch Silas Wamangituka in Führung. Der Kongolese setzte sich im Sechzehner stark im Dribbling durch und legte anschließend für Didavi ab, der noch an Florian Müller scheiterte, doch gegen den Nachschuss von Silas war der Schlussmann machtlos.
Danach wachte Freiburg auf und mischte auch in der Offensive mit. Zunächst wurde ein Schuss des im Sechzehner frei stehenden Woo-Yeong Jeong von Marc-Oliver Kempf abgeblockt (12.).
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Zwei Minute später bekam Jeong erneut das Leder im Sechzehner, doch Orel Mangala ging dazwischen und spitzelte den Ball vor die Beine von Ermedin Demirovic, der direkt abzog und mit seinem abgefälschten Schuss ins Tor zum Ausgleich traf (14.).
Nach Vorarbeit von Vincenzo Grifo kam Jeong erneut im Sechzehner zum Abschluss, doch wieder konnte ein Stuttgarter zur Ecke blocken. Diese fand Demirovic am zweiten Pfosten, der am glänzend reagierenden Kobel scheiterte (28. & 29.).
Kurz vor der Pause wurde es dann noch einmal hektisch. Zunächst gingen die Hausherren durch Jeong in Führung. Demirovic verlängerte einen langen Ball mit der Hacke in den Lauf des Koreaners, der von einem Stellungsfehler von Pascal Stenzel profitierte und auf einmal frei durch war. Jeong erhöhte souverän auf 2:1 (37.).
Kurz vor der Pause brachte Janik Haberer Wamangituka im Sechzehner zu Fall. Es gab Strafstoß für die Gäste, doch Nicolas González scheiterte vom Punkt kläglich an Florian Müller (45.).
Auch im zweiten Durchgang erwischte die Gäste den besseren Start. Didavi flankte auf Castro, der per Direktabnahme aufs linke Eck zielte, doch an Müller hängen blieb. Kurz darauf scheiterte Mangala ebenfalls am Freiburger Schlussmann aus der zweiten Reihe (47. & 48.).
Nach einem starken Antritt von Wamangituka spielte der Torschütze zum 1:0 einen schönen Pass in den Sechzehner zu Didavi, der direkt zu González weiterleitete. Der Abschluss des Argentiniers ging allerdings deutlich drüber (55.).
Stuttgart war im zweiten Durchgang die deutlich dominantere Mannschaft und drückte immer weiter nach vorne. Freiburg konzentrierte sich hauptsächlich aufs Verteidigen und schaffte es, die Schwaben über weite Strecken aus dem eigenen Sechzehner fernzuhalten.
So gab es die nächste Chance erst 20 Minuten später, als der eingewechselte Konstantinos Mavropanos in eine Flanke hereingrätschte und aus drei Metern an Müller scheiterte.
Kurz vor dem Ende der Partie trafen die Schwaben zweimal kurz hintereinander den Pfosten. Zunächst ließ der eingewechselte Erik Thommy, den ebenfalls eingewechselten Lukas Kübel stehen und beförderte das Leder anschließend an den rechten Innenpfosten (88.). Nur zwei Minuten später hatte González im Strafraum zu viel Platz und traf ebenfalls nur den rechten Pfosten. Es blieb beim etwas glücklichen 2:1 für die Freiburger.

Die Stimmen zum Spiel:

Christian Günter (SC Freiburg): "Wir haben alles reingeworfen und am Ende der Woche auch die drei Punkte verdient, auch wenn heute in der einen oder anderen Situation natürlich auch das Quäntchen Glück dabei war. Ich glaube, man hat bemerkt, dass in der zweiten Halbzeit bei uns die Körner nachgelassen haben. Wir haben eine super erste Halbzeit gespielt, aber das war sehr anstrengend. Stuttgart ist eine sehr gute Mannschaft, da freuen wir uns umso mehr, dass wir heute gewonnen haben."
Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Wir wollten auch in der 2. Halbzeit weiter hoch pressen, das hatten wir in der 1. Halbzeit gut gemacht. Aber Stuttgart hat dann sehr gut gespielt. Es ist brutal schwierig. Natürlich hätte Stuttgart ein Unentschieden verdient gehabt. [...] So viel Glück wie in der 2. Halbzeit hatten wir in dieser Saison noch nicht. Wir haben alles versucht, wollten auch spielen. Aber Stuttgart war dann richtig stark. Am Ende ist es ein glücklicher Sieg für uns."
Pellegrino Matarazzo (Trainer VfB Stuttgart): "Glückwunsch an Freiburg und Christian Streich. Wir sind gut ins Spiel gekommen und in Führung gegangen, dann kam Freiburg besser rein und ging verdient in Führung. In der 2. Halbzeit war es dominant, aber der Ausgleichstreffer ist uns nicht gelungen."

Das fiel auf: Kein Sieg trotz Dominanz

Die Stuttgarter waren über die gesamte zweite Halbzeit die bessere Mannschaft und hätten am Ende mindestens einen Punkt verdient gehabt. Die Freiburger waren, nachdem sie im ersten Durchgang besser waren, im zweiten Abschnitt viel zu passiv und konnten sich bei Florian Müller und dem rechten Pfosten bedanken, dass sie am Ende als Sieger vom Platz gingen.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 3 von 4

Woo-Jeong Yeong stand in dieser Saison insgesamt nur viermal in der Startelf von Freiburg. Das Kuriose: Dreimal davon gegen den VfB Stuttgart. In der Liga durfte er beide Male gegen den VfB starten, genau wie bei der 0:1-Niederlage im DFB-Pokal kurz vor Weihnachten.
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