In der ersten Halbzeit lieferten sich die beiden Mannschaften insgesamt eine ausgeglichene Partie. Das Spiel begann mit zwei gefährlichen Situationen auf beiden Seiten. Rubén Vargas köpfte eine Ecke an die Oberkante der Latte (2.), auf der anderen Seite scheiterte Roberto Massimo aus aussichtsreicher Position an Rafal Gikiewicz (4.).
In der 11. Minute gingen die Gastgeber dann in Führung: Nach einem hohen Ball in den Strafraum legte Sasa Kalajdzic stark auf Philipp Förster ab, der rechts unten in die Ecke schoss.
In den Minuten danach spielten die Stuttgarter dominant, doch mit der Zeit kam Augsburg wieder besser in die Partie. In der 26. Minute hatte Marco Richter eine große Chance. Nach einem Konter wurde er im Strafraum angespielt, ließ einen Verteidiger aussteigen, scheiterte aber mit seinem Flachschuss an Fabian Bredlow.
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VOR 20 STUNDEN
In der 37. Minute parierte Bredlow einen Schuss von der Strafraumkante von Vargas, kurz vor der Halbzeit zeigte der VfB-Keeper eine starke Parade gegen einen Distanzschuss von Richter.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit knüpfte der FC Augsburg an die spielerisch gute Leistung des ersten Durchgangs an. Der Ball lief gut durch die Reihen, der FCA hatte viel Tiefe und Dynamik in seinem Spiel. Einige Hereingaben von Richter sorgten immer wieder für Torgefahr.
In der 54. Minute prüfte Florian Niederlechner Bredlow mit einem Schuss aus großer Distanz, zwei Minuten später hatte der VfB eine große Chance. Borna Sosa flankte von der linken Seite auf Kalajdzic, FCA-Keeper Gikiewicz hielt dessen Kopfball aber stark.
In dieser ereignisreichen Spielphase erzielte der FC Augsburg den Ausgleich. Eine Flanke von Iago von der linken Seite köpfte Richter in die Mitte, der Ball prallte von Marc Oliver Kempfs Rücken Niederlechner auf den Kopf und von dort ins Tor (59.).
Ein bisschen aus dem Nichts kam Stuttgart wieder zur Führung. Ein langer Diagonalball landete auf der rechten Seite bei Darko Churlinov. Dessen Flanke köpfte Kalajdzic aus kurzer Distanz ins Tor (74.).
In der 80. Minute hätte Förster nach einem Konter allein vor dem Tor das 3:1 machen müssen, schaffte es aber nicht, den Ball an Gikiewicz vorbeizulegen. Der FCA erspielte sich danach keine Großchance mehr und verlor trotz einer guten Leistung die Partie.

Die Stimmen:

Pellegrino Matarazzo (Trainer VfB Stuttgart): "Wir haben den Sieg erkämpft, waren nicht immer so souverän im Spiel. Wir haben viel investiert gegen eine Mannschaft, die eine gewisse Energie auf den Platz gebracht hat, damit bin ich sehr zufrieden. Auch wenn es ein Stück weit ein dreckiger Sieg war, tut es trotzdem gut."
Markus Weinzierl (Trainer FC Augsburg): "Mich ärgert das sehr, weil es verdient gewesen wäre, etwas mitzunehmen, ja zu gewinnen. Ich habe eine gute Mannschaftsleistung gesehen. Wir haben sehr guten Fußball gespielt, uns aber nicht belohnt. Wir haben hundertprozentige Chancen liegen gelassen und zweimal nicht gut verteidigt. Wenn wir so spielen, werden wir die drei Punkte nächste Woche gegen Bremen holen. Es wird nicht einfacher, aber die Leistung stimmt mich positiv."
André Hahn (FC Augsburg): "Ich finde, wir haben heute ein ordentliches Spiel gezeigt. Wir sind bei den Gegentoren in unser altes Muster verfallen, das ging zu leicht. Im Angriff haben wir unsere guten Chancen nicht genutzt, dann verlierst du hier. Wir haben gute Moral gezeigt und sind nach einem Rückstand zurückgekommen. Mir macht heute vieles Mut."
Fabian Bredlow (VfB Stuttgart): "Der Mannschaft wurde im kämpferischen Bereich alles abverlangt. Wir haben gut dagegengehalten. Mich freut es, dass ich meinen Job heute ordentlich ausüben konnte. Wir waren heute kaltschnäuziger. Wir haben uns heute nicht viele Chancen erarbeitet, diese aber genutzt. Wie die drei Punkte zustande gekommen sind, fragt in drei Wochen keiner mehr."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Der Wechsel zu Weinzierl wirkt

Nach der 2:3-Niederlage gegen den 1. FC Köln wechselten die Augsburger für die Schlussphase der Saison den Trainer, Heiko Herrlich wurde durch Markus Weinzierl ersetzt. Und auch wenn der FCA aus Stuttgart keine Punkte entführen konnte und sich weiterhin in großen Abstiegssorgen befindet, zeigte der Trainerwechsel dennoch Wirkung. Die Augsburger überzeugten nicht nur mit einer kämpferischen Leistung, sondern auch mit einem spielerisch guten Angriff. Die Augsburger gingen ins Dribbling, schlugen gefährliche Flanken in den Strafraum und fuhren einige Konter. Hahn sagte nach dem Spiel zu "DAZN": "Wir hatten einen guten Plan, wie wir spielen wollten. Wir wollten schnell nach vorne spielen und hatten viele Chancen." Damit beschrieb er treffend die Leistungssteigerung unter dem neuen Trainer.

Die Statistik: 2

Der VfB Stuttgart war im Spiel gegen den FC Augsburg spielerisch nicht die bessere Mannschaft, schoss seltener aufs Tor und hatte weniger Großchancen. Und trotzdem gewannen die Gastgeber diese Partie. Einen großen Anteil hatte daran Sasa Kalajdzic, der in bester Mittelstürmermanier mit zwei Szenen die Partie entschied. In der ersten Halbzeit bereitete er durch eine ganz starke Ablage den Führungstreffer von Philipp Förster vor, indem er einen hohen Ball seinem Mitspieler in den Lauf passte. In der zweiten Halbzeit verwertete er eine Flanke von Darko Churlinov zum 2:1. Es war schon das achte Kopfballtor des Österreichers in dieser Saison.
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