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Becherwurf in Bochum: VfL fordert Spielwiederholung nach Abbruch der Partie gegen Borussia Mönchengladbach
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Publiziert 23/03/2022 um 18:37 GMT+1 Uhr
Der VfL Bochum bemüht sich um eine Wiederholung des nach einem Becherwurf abgebrochenen Spiels gegen Borussia Mönchengladbach (0:2). Der Verein und sein Anwalt Horst Kletke bestätigten dem "SID" am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung. "Der Straftäter hat völlig legal sein Getränk gekauft und der Verein dadurch kein Verschulden an der Straftat", erklärte Kletke.
Anthony Losilla (VfL Bochum) im Gespräch mit Schiedsrichter Benjamin Cortus
Fotocredit: Imago
"Deshalb muss das Spiel wiederholt werden", so Kletke weiter. Dem SID sagte er: "Sportliche Wettbewerbe sollten auch sportlich ausgetragen werden. Für die Glaubwürdigkeit des Sports."
In Paragraph 18, Punkt vier heißt es: "Wird ein Bundesspiel ohne Verschulden beider Mannschaften vorzeitig abgebrochen, so ist es an demselben Ort zu wiederholen. Trifft eine Mannschaft oder ihren Verein oder beide Vereine ein Verschulden an dem Spielabbruch, ist das Spiel dem oder den Schuldigen mit 0:2 Toren für verloren, dem Unschuldigen mit 2:0 Toren für gewonnen zu werten."
Am Freitagabend war der Schiedsrichter-Assistent Christian Gittelmann an der Seitenlinie aus einer der vorderen Reihen von einem gefüllten Bierbecher am Kopf getroffen worden. Die Begegnung wurde nach knapp 70 Minuten zunächst unterbrochen und dann abgebrochen. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.
Auch der Kontrollausschuss des DFB hat Ermittlungen aufgenommen. Über die Spielwertung und eine mögliche Strafe entscheidet das DFB-Sportgericht. Als vor elf Jahren ein Bierbecher einen Linienrichter traf, wurde der FC St. Pauli zu einem Geisterspiel verurteilt. Das Spiel wurde mit 2:0 für den Gegner Schalke 04 gewertet.
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(SID)
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Quelle: Perform
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