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Bundesliga - Umkämpftes Duell im Kraichgau: Union Berlin entführt einen Punkt aus Hoffenheim
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Publiziert 22/08/2021 um 17:28 GMT+2 Uhr
Union Berlin hat das zweite Remis im zweiten Bundesligaspiel erkämpft. Die Hauptstädter, die in der Vorwoche Leverkusen ein 1:1 abgerungen hatten, kamen bei 1899 Hoffenheim zu einem 2:2. Niko Gießelmann (10.) brachte die Gäste in Führung, die TSG drehte die Partie noch vor der Pause durch Tore von Kevin Akpoguma (14.) und Jacob Bruun Larsen (30.). Taiwo Awoniyi stellte den Endstand her (47.).
TSG Hoffenheim - Union Berlin
Fotocredit: Getty Images
Union erwischte den etwas besseren Start und ging nach zehn Minuten in Führung gehen. Julian Ryerson kam auf der rechten Außenbahn zum Flanken und fand damit Niko Gießelmann im Sechzehner, der per Kopf an Oliver Baumann scheiterte, den Nachschuss aber verwandeln konnte.
Hoffenheim hatte aber direkt eine Antwort parat, als Angelo Stiller auf Kevin Akpoguma flankte, der souverän ins linke Eck einköpfte (14.). Anschließend hatten die Eisernen Aluminium-Pech, als ein Freistoß von Max Kruse nur an das linke Lattenkreuz ging. Den Nachschuss von Rani Khedira konnte Stefan Posch blocken (16.). Nur drei Minuten später steckte Kruse für Taiwo Awoniyi durch, der frei vor Baumann auftauchte, allerdings am Schlussmann scheiterte.
In der Folge wurden die Hausherren besser und Union geriert defensiv richtig ins Schwimmen. Wieder spielte Stiller einen starken Ball, dieses Mal jedoch in den Lauf von Jacob Bruun Larsen, der frei vor Andreas Luthe am Keeper hängen blieb (23.). Andrej Kramaric spielte anschließend einen präzisen Pass zwischen die Abwehrkette genau in den Lauf von Bruun Larsen, der dieses Mal vor Luthe die Nerven behielt und auf 2:1 erhöhte (30.).
Nach dem Seitenwechsel erwischte Union den besseren Start. Nach nur zwei Minuten erzielten die Eisernen den verdienten Ausgleich. Kruse bediente Awoniyi, der zunächst an Baumann scheiterte, mit dem Nachschuss jedoch zum 2:2 vollendete.
Union war in dieser Phase deutlich besser, einzig Baumann hielt die TSG im Spiel. Awoniyi erkämpfte sich rechts im Sechzehner den Ball und legte für Kruse ab, dessen Schuss der der TSG-Keeper noch aus dem linken Eck kratzte (64.). Es sollte die letzte große Chance der Gäste bleiben.
In der Nachspielzeit schwächten sich die Eisernen lediglich noch einmal selber, als Friedrich Adamyan auf dem Flügel zu Fall brachte und sich die Gelb-Rote Karte abholte. Der Verteidiger wurde zehn Minuten zuvor zum ersten Mal verwarnt (90.+3).
Die Stimmen zum Spiel:
Sebastian Hoeneß (Trainer TSG 1899 Hoffenheim): "Ich denke, es ist eine gerechte Punkteteilung. Nach dem Spielverlauf müssen wir den Punkt einfach so mitnehmen. Nach der zweiten Halbzeit hat sich natürlich etwas Enttäuschung breitgemacht. Ich denke, dass wir eine wirklich sehr gute erste Halbzeit gespielt haben und auch den frühen Rückschlag gut verarbeitet haben. Wir gehen auch verdient mit einer Führung in die Pause. Das frühe 2:2 hat uns dann nicht gutgetan, weil wir das Selbstverständnis aus der ersten Halbzeit verloren haben."
Urs Fischer (Trainer Union Berlin): "Am Schluss ein hochverdientes Unentschieden aus meiner Sicht. Ich glaube, wir waren sehr gut im Spiel vom Beginn an, konnten dann sogar 1:0 in Führung gehen. Das 1:1 legen wir fast selber auf, was uns auch aus dem Rhythmus gebracht hat. Danach war es dann auch bis zur Pause nicht gut. In der Pause haben wir dann einige Sachen angesprochen und in der zweiten Hälfte war die Mannschaft über 45 Minuten wieder voll da."
Kevin Akpoguma (TSG 1899 Hoffenheim): "Ich denke schon, dass das Unentschieden gerecht ist. Wir haben früh hintengelegen, haben aber auch eine gute Reaktion gezeigt. Die erste Halbzeit geht nach dem 1:1 klar an uns. Haben insgesamt 2 Tore erzielt, ein drittes hätten wir vielleicht auch noch aus dem Momentum heraus machen können. Dann geht es in die Halbzeit und dann kriegen wir ein unnötiges 2:2."
Marvin Friedrich (Union Berlin): "Ja es war schon eine anstrengende Woche, wir hatten jetzt zwei Tage Pause haben, glaube ich, nichtsdestotrotz ein gutes Spiel abgeliefert. Wir nehmen einen verdienten Punkt mit nach Berlin."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Dreifachbelastung schon jetzt spürbar
Vor allem im ersten Durchgang merkte man den Eisernen eine gewisse Trägheit an. Das Offensivspiel lahmte, was mit der Conference-League-Partie unter der Woche zusammenhängen könnte. Sechs von zehn Feldspielern standen bereits beim 4:0 gegen Kuopion Palloseura in der Startelf. Eine ungewohnte Angelegenheit für die Köpenicker, an die sich die allermeisten Spieler erst noch gewöhnen müssen.
Die Statistik: 7
Kramaric ist der zweite TSG-Spieler, der in sieben Bundesliga-Spielen in Folge an mindestens einem Tor beteiligt war. Der Kroate legte heute das zwischenzeitliche 2:1 der Sinsheimer auf und zieht damit mit Vedad Ibisevic gleich. Der Bosnier hatte in der Saison 2007/08 einen ähnlichen Lauf.
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