FC Bayern: Kimmich und Goretzka vor Verlängerung - FCB legt wichtigsten Grundstein für die Zukunft
Die Vertragsverlängerung von Joshua Kimmich bis 2026 wurde noch nicht von offizieller Seite verkündet, ist aber bereits in trockenen Tüchern. Leon Goretzka soll schon bald nachziehen und ebenfalls einen Fünfjahresvertrag unterschreiben. Damit ist dem FC Bayern ein enormer Coup gelungen, der Rekordmeister legt mit dem langfristigen Verbleib des Duos den wichtigsten Grundstein für die Zukunft.
Joshua Kimmich (l.) und Leon Goretzka
Fotocredit: Getty Images
Anfang vergangener Woche sendete der FC Bayern ein wenig subtiles Signal an seine Fans. Die Allianz Arena in Fröttmaning erstrahlte wie so häufig des Abends in sattem Rot. Allerdings waren einige der Felder diesmal zusätzlich in Weiß gehalten, in ihrer Kombination ergaben sie die Buchstaben J und K sowie die Ziffer 6 - die Initialen Joshua Kimmichs sowie dessen Rückennummer.
Kurz zuvor hatten Meldungen die mediale Runde gemacht, wonach Führungsspieler Kimmich seinen bis 2023 datierten Vertrag vorzeitig um drei weitere Jahre verlängern werde. Dank des neuen Arbeitspapiers, so die Berichte, steige der 26-Jährige in die Gehaltssphären von Manuel Neuer und Thomas Müller auf, soll fortan also rund 20 Millionen Euro einstreichen.
Aufgrund der Arena-Beleuchtung gingen viele Experten und Anhänger von einer baldigen Verkündung seitens des Klubs aus, jedoch steht die offizielle Bestätigung bis dato aus. Der "Sport Bild" zufolge hängt die Verzögerung mit dem Umstand zusammen, dass Vereinsikone Gerd Müller kürzlich verstarb und eine fröhliche Kunde inklusive launiger Videos mit Blick auf den Tod des früheren Torjägers für unangemessen gehalten wurde.
Dass Kimmich seine langfristige Zukunft beim FCB sieht, ist für die Münchner von großer Bedeutung. Der gebürtige Rottweiler entwickelte sich seit seiner Ankunft im Sommer 2015 erst zur unangefochtenen Stammkraft und später zum lautstarken Leader. Kein Wunder, dass beispielsweise Karl-Heinz Rummenigge, damals noch in leitender Funktion als Vorstandschef aktiv, Kimmich im vergangenen Jahr als Nachfolger für Kapitän Manuel Neuer ins Spiel brachte.
Rummenigge: Kimmich "eines Tages unser Kapitän"
"Ich bin überzeugt, dass Joshua Kimmich eines Tages unser Kapitän wird", hatte Rummenigge seinerzeit im Gespräch mit der "Sport Bild" gesagt. Er ergänzte: "Das verkörpert er auf und außerhalb des Platzes."
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Bayern-Star Joshua Kimmich
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Die menschgewordene Bayern-Mentalität also. Kimmich weiß aber selbstredend nicht bloß mit seiner Einstellung zu gefallen, sondern glänzt vor allem aus sportlicher Sicht. Als Trainer Hansi Flick den langjährigen Rechtsverteidiger kontinuierlich im defensiven Mittelfeld einsetzte, machte Kimmich noch einmal einen weiteren Schritt nach vorne. Er zog das Spiel aufgrund des größeren Bewegungsfeldes an sich, spielte kluge Pässe, warf sich in Zweikämpfe und zeichnete ein ums andere Mal als Torschütze verantwortlich.
Dass der Bundesliga-Primus am Ende der Saison 2019/20 alle Trophäen abräumte, die es zu gewinnen gab, war auch Kimmichs Verdienst.
Hatte Kimmich-Entscheidung Einfluss auf Goretzka?
Kimmichs Entscheidung, in München zu bleiben, soll noch einen weiteren positiven Effekt gehabt haben: Leon Goretzka habe die erfolgreiche Vertragsverlängerung seines Kumpels nicht nur goutiert, sie habe laut "Sport Bild" sogar direkten Einfluss auf den ehemaligen Schalker genommen - und ihren Teil dazu beigetragen, dass auch die Gespräche mit Goretzka eine - aus Bayern-Sicht - wünschenswerte Entwicklung nahmen.
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wurde nach zähen Verhandlungen jüngst eine Einigung zwischen den Bayern und dem Goretzka-Lager erzielt. Der Nationalspieler, der ebenfalls einen Fünfjahresvertrag unterzeichnet, soll demnach künftig rund 15 Millionen Euro verdienen.
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Leon Goretzka
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Mit Kimmich und Goretzka binden die Bayern die auf lange Sicht wohl wichtigsten Spieler (immerhin kommen andere Leistungsträger wie Neuer, Müller oder Robert Lewandowski nach und nach in die Jahre).
Kimmich und Goretzka: Gut fürs Spiel, gut fürs Image
Neben den fußballerischen Qualitäten bringt das Duo einen weiteren relevanten Aspekt mit: Beide sind sozial engagiert, bekamen mit ihrer Spendenaktion "WeKickCorona" im vergangenen Jahr viel öffentlichen Zuspruch. Vor allem Goretzka bezieht darüber hinaus immer wieder öffentlich Stellung gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung. Kimmich und Goretzka sind ein veritabler Glücksgriff in puncto Imagepflege.
"Ich spreche nicht jeden Tag mit den beiden über ihre Vertragssituation. Ich glaube aber, dass es gut aussieht und wir da vorankommen", sagte Trainer Julian Nagelsmann am Freitag, als er auf die Verlängerungen des Mittelfeld-Tandems angesprochen wurde. "Beide fühlen sich wohl und wahrscheinlich wollten sich beide erst einmal anhören, ob der neue Trainer Quatsch erzählt oder ob das, was er sagt, ganz ordentlich ist. Das ist ganz normal." Nagelsmann erzählte offensichtlich keinen Quatsch.
Er sei also "guter Dinge", dass zeitnah auch in Gänze Klarheit bezüglich Kimmich und Goretzka herrscht. "Vielleicht schlafe ich dann noch ein bisschen besser", witzelte Nagelsmann abschließend - und sprach damit vermutlich sämtlichen Verantwortlichen und Fans aus der Seele.
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Quelle: Perform
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