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Eintracht Frankfurt zuhause gegen Tabellenschlusslicht SpVgg Greuther Fürth nur remis
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Publiziert 02/04/2022 um 15:09 GMT+2 Uhr
Eintracht Frankfurt hat es am 28. Spieltag der Bundesliga versäumt, sich mit einem Heimsieg gegen die SpVgg Greuther Fürth in Richtung Europapokal-Plätze zu orientieren. Die Hessen kamen vor heimischer Kulisse nicht über ein 0:0 gegen das Tabellenschlusslicht hinaus. Damit verharrt Frankfurt als Neunter im Mittelfeld der Liga, während Fürth abgeschlagen Letzter bleibt.
Eintracht Frankfurt - Greuther Fürth
Fotocredit: Imago
Eintracht-Coach Oliver Glasner musste in der Partie gegen das Tabellenschlusslicht auf den gelbgesperrten Innenverteidiger Martin Hinteregger verzichten, der von Makoto Hasebe ersetzt wurde. Außerdem begann Djibril Sow für Sebastian Rode. Greuther Fürths Übungsleiter Stefan Leitl rotierte auf drei Positionen und brachte Lucas Itter, Jetro Willems und Havard Nielsen für Sebastian Griesbeck, Simon Asta und Jamie Leweling.
Die favorisierten Hausherren gingen mit viel Schwung in die Partie gegen den Tabellenletzten der Bundesliga. Ansgar Knauff prüfte Fürth-Torwart Andreas Linde früh mit einem Distanzschuss (3.). Trotz viel Spielfreude erspielten sich die Gastgeber kaum Torchancen, weil die Gäste aus Fürth kompakt standen. Insbesondere in Umschaltmomenten fand Fürth immer wieder Lücken in der Eintracht-Verteidigung. Beide Teams erspielten sich lange Zeit keine Abschlüsse im Sechzehner bis Branimir Hrgota nach überragendem Zuspiel von Willems links im Strafraum freigespielt wird und aus freier Position an Kevin Trapp scheiterte (18.).
Auf der gegenüberliegenden Seite beförderte dann Jesper Lindström die Kugel nach Diagonal-Anspiel von Evan N’dicka per Lupfer ins Tor (24.). Schiedsrichter Bastian Dankert gab den Treffer aufgrund eines Handspiels bei der Ballannahme aber richtigerweise nicht. Nach einer halben Stunde eroberte Timothy Tillman den Ball von Makoto Hasebe, flankte in vielversprechender Drei-gegen-zwei-Situation jedoch zu harmlos (30.).
In den letzten zehn Minuten der Partie wurde die Eintracht immer druckvoller und scheiterte mehrmals am glänzend aufgelegten Andreas Leitl. Zunächst scheiterte Knauff aus der Distanz und anschließend verpasste Lindström gleich zweimal freistehend vor Linde den Führungstreffer (41., 42., 45.).
In Hälfte zwei knüpfte die Eintracht an die druckvollen letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit an und schnürte Greuther Fürth hinten ein. Zweimal war es BVB-Leihgabe Knauff, der zum Abschluss kam, das Spielgerät jedoch nicht auf den Kasten beförderte (52., 54.).
Die Gäste waren hauptsächlich damit beschäftigt, Defensivarbeit zu verrichten. Für Gefahr sorgte einzig der für Nielsen eingewechselte Jamie Leweling aus spitzem Winkel nach ansehnlichem Solo (57.). Frankfurt versuchte es immer wieder über die Außen. Nach Kostic-Ecke stieg Einwechselspieler Goncalo Paciencia am höchsten, köpfte jedoch über das Gehäuse von Linde (63.). Die Frankfurter traten in der zweiten Hälfte extrem dominant auf und verzeichneten knapp 67 Prozent Ballbesitz.
Nach Freistoß von Aktivposten Kostic traf Paciencia nur das Außennetz und auch fünf Minuten später bezwang der Portugiese Linde mit einem Versuch aus der Drehung nicht (75., 80.). Für einen negativen Schlusspunkt sorgte der Zusammenstoß zwischen Jens Petter Hauge und Marco Meyerhöfer, der sich durch den Zusammenprall anscheinend eine schwere Knöchelverletzung zuzog und vom Platz getragen wurde (87.).
Für Eintracht Frankfurt geht es am Donnerstag im Viertelfinale der Europa League gegen den großen FC Barcelona um den Einzug ins Halbfinale (ab 21:00 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de). Gegen die Katalanen ist eine Leistungssteigerung notwendig.
Stimmen zum Spiel:
Jamie Leweling (Greuther Fürth): "Für uns wären hier drei Punkte wichtig gewesen, um nochmal den Anschluss zu halten an den 16. und 17. Platz. Die Hoffnung [auf den Klassenerhalt] wird eigentlich von Spieltag zu Spieltag geringer, aber wir machen einfach weiter, wir genießen es noch, vor allem in so einem Stadion wie hier, zu spielen. Wir versuchen noch zu punkten. Ich denke, in der ersten Halbzeit waren wir nicht so gut im Spiel, aber haben uns mit einem 0:0 gehalten und haben wir in der ersten Halbzeit durch Hrgota eine Chance, die wir machen müssen.“
Stefan Leitl (Trainer Greuther Fürth): "Marco ist auf dem Weg ins Krankenhaus. Wir drücken ihm alle Daumen, dass es nicht ganz so schlimm ausfällt. Im Nachhinein betrachtet ist der Punkt sehr teuer erkauft. Wir wollten ein unangenehmer Gegner sein und der Eintracht wenig Tiefe geben. Wir wussten, dass sie dann Probleme kriegen. In Summe ist der Punkt schon verdient."
Markus Krösche (Sportvorstand Eintracht Frankfurt): "Wir haben zu langsam Fußball gespielt, waren zu statisch und hatten kaum Tempowechsel. Heute hatten wir kaum spielerische Lösungen. Wir waren nicht gut genug, um heute zu gewinnen. Wir wollten heute unabhängig vom Europapokalspiel die Partie gewinnen. Mit dem Anspruch, den wir haben, ist es heute zu wenig von uns gewesen. Wir machen weiter, wir haben Barcelona zu Hause und dann Freiburg, die wollen wir schlagen. Und wir wollen ins Halbfinale der Europa League."
Makoto Hasebe (Eintracht Frankfurt): "Heute war es zu wenig von uns. Damit meine ich, dass im letzten Drittel in Bezug auf Kreativität und Kombinationsspiel zu wenig von uns kam."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Großer Aufwand, kein Ertrag
Auch wenn die Eintracht über weite Strecken in der ersten Hälfte blass blieb, lieferten die Hessen gegen tapfer verteidigende Fürther teilweise Einbahnstrecken-Fußball ab. Ab der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit dominierte der Europa-League-Viertelfinalist die Partie gegen Greuther Fürth, spielte mit 657 Pässen doppelt so viele wie der Gegner und verzeichnete sogar 20 Torschüsse. Großchancen hatte Lindström in Hälfte eins, der gleich zweimal die Führung verpasste.
Die Statistik: 0
Mit dem heutigen Unentschieden dürften die Fürther, die in der ersten Hälfte durch Hrgota sogar die Chance auf die Führung hatten, zufrieden sein. Dennoch haben die Fürther in der laufenden Bundesliga-Saison weiterhin null Auswärtssiege vorzuweisen
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