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Bochum - Gladbach nach Eklat abgebrochen: Schiedsrichter-Assistent Gittelmann mit Bierbecher am Kopf getroffen
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Publiziert 18/03/2022 um 22:15 GMT+1 Uhr
Das Bundesligaspiel zwischen dem VfL Bochum und Borussia Mönchengladbach ist beim Stand von 0:2 abgebrochen worden. Schiedsrichter-Assistent Christian Gittelmann war von den Rängen aus von einem Bierbecher am Kopf getroffen worden und ging unter Schmerzen zu Boden. Schiedsrichter Benjamin Cortus unterbrach die Partie daraufhin um die 70. Minute herum und schickte zunächst bei Teams in die Kabinen.
Assistent Christian Gittelmann (l.) wird in Bochum von einem Becher getroffen
Fotocredit: Imago
Um 22:19 Uhr fiel die Entscheidung Spielabbruch. Alassane Pléa (55.) und Breel Embolo (61.) hatten für die Gäste getroffen.
Vor dem Abbruch hatten Bochums Torhüter Manuel Riemann und Kapitän Anthony Losilla versucht, auf die Zuschauer einzuwirken.
"Man muss sich in aller Form entschuldigen für den Vorfall. Es ist sehr schade, dass wir das erste Mal wieder vor 25.000 Zuschauern spielen dürfen und das Spiel kein sportliches Ende findet. Das ist nicht akzeptabel. Wir müssen uns in aller Form entschuldigen", sagte VfL-Sportdirektor Sebastian Schindzielorz bei "DAZN".
"Wir, der VfL Bochum, schreiben seit knapp zwei Jahren eine unfassbare Geschichte. Diese Aktion ist einfach nur respektlos gegenüber all denen die sich jeden Tag den Arsch aufreißen um diese Reise zu erleben! Geschweige denn dem Linienrichter! Du hast im Stadion nichts verloren", schrieb Bochum-Stürmer Simon Zoller, der nach Verletzung an seinem Comeback arbeitet, bei Twitter.
Becherwurf: Gladbach reagiert bestürzt
Gladbachs Manager Roland Virkus kommentierte: "Kein Mensch auf der Welt möchte, dass ein Fußballspiel so beendet wird. Das macht kein gutes Bild, das gehört sich nicht. Gutes Publikum eigentlich, aber das Ende möchte niemand so, keine Frage. Es ärgert mich - und nicht nur mich, dass ein Fußballspiel so beendet wird. Gute Besserung an den Assistenten. Ob das jetzt ein Einzelner war... da muss gegenseitig auf sich aufgepasst werden, so etwas darf nicht passieren."
Interimstrainer Christian Peintinger, der den mit dem Corona-Virus infizierten Cheftrainer Adi Hütter am Freitagabend in Bochum vertrat, schlug in eine ähnliche Kerbe. "Es ist traurig, dass ein Spiel so enden muss. Dass das so ein Ende nimmt ist bitter, das hat auf einem Fußballplatz nichts verloren. Ich hoffe, dass es dem Assistenten bald wieder gutgeht und so etwas nicht mehr vorkommt."
Letzter Spielabbruch in der Bundesliga vor fast elf Jahren
Es war er achte Spielabbruch in der Bundesliga, der erste seit dem 1. April 2011. Auch damals war beim 0:2 des FC St. Pauli gegen Schalke 04 Linienrichter Thorsten Schiffner von einem Bierbecher getroffen worden.
Vor dem Spiel hatten die Bochumer die 25.000 Zuschauer im Ruhrstadion extra mit einem Video mit Kapitän Anthony Losilla gebeten, keine Gegenstände auf das Feld zu werfen und das Bier lieber zu trinken.
Die Fohlen dürften die drei Punkte nach den Vorfällen am grünen Tisch erhalten und mit 33 Punkten am Aufsteiger vorbeiziehen.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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