FC Bayern München verschenkt Sieg bei der TSG Hoffenheim: Müller, Sané und Gnabry vergeben Großchancen
Publiziert 12/03/2022 um 17:28 GMT+1 Uhr
Der FC Bayern München kommt am 26. Spieltag nicht über ein 1:1 (1:1) bei der TSG Hoffenheim hinaus und bleibt das zweite Mal in Folge in der Bundesliga sieglos. Christoph Baumgartner bringt Hoffenheim in Führung (32.), Robert Lewandowski gleicht kurz vor dem Pausenpfiff mit seinem 29. Saisontor aus (45.+2). Vor allem in der zweiten Halbzeit vergeben die Gäste reihenweise beste Torchancen.
Sané
Fotocredit: Getty Images
Vor 26.500 Zuschauern und bei strahlendem Sonnenschein in der PreZero-Arena in Sinsheim begann Hoffenheim stark. Nach fünf Minuten hatte Andrej Kramaric, dessen Vertragsverlängerung bis 2025 kurz vor dem Anpfiff verkündet wurde, die Führung auf dem Fuß. Allerdings scheiterte der Kroate aus sechs Metern halblinks zunächst an Manuel Neuer, ehe auch der Nachschuss - diesmal von Niklas Süle - geblockt wurde (5.).
Nach zehn Minuten kam dann aber auch der Rekordmeister in Fahrt. Zunächst parierte Oliver Baumann eine Volley-Abnahme von Serge Gnabry nach Flanke von Kingsley Coman (10.), ehe Kevin Vogt eine Hereingabe von Gnabry am rechten Pfosten beinahe ins eigene Tor lenkte (12.).
Die Gäste wurden nun immer dominanter. Ein Tor von Thomas Müller nach Vorarbeit von Gnabry zählte allerdings aufgrund einer Abseitsposition des 32-Jährigen nicht (27.). Auf der anderen Seite verpasste Georginio Rutter das Ziel aus 13 Metern halbrechts (28.).
Wenig später machte es Christoph Baumgartner besser. Kramaric bediente links im Strafraum David Raum, dessen Hereingabe der Österreicher am zweiten Pfosten aus vier Metern mit rechts über die Linie drückte (32.).
Bayern war nun gefordert, musste aber erneut ein aberkanntes Tor hinnehmen. Wieder war es Müller, dessen Treffer nach Vorarbeit von Joshua Kimmich wegen Abseits nicht zählte (42.). In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs schlug dann aber Robert Lewandowski zu: Eine Ecke von Kimmich landete auf dem Kopf des Polen, der den Ball aus sechs Metern wuchtig unter die Latte platzierte. Baumann war geschlagen (45.+2).
Die zweite Halbzeit startete mit dem dritten Abseitstreffer der Gäste. Müllers Versuch aus elf Metern halblinks wurde von Lewandowski im Zentrum ins linke Eck abgefälscht, zählte aber folgerichtig nicht (46.).
Kurz darauf verpasste Leroy Sané gleich zweimal das 2:1. Zunächst verzog der Nationalspieler mit seinem schwächeren rechten Fuß nach Vorarbeit von Müller aus acht Metern halbrechts (50.), wenig später zwang er Baumann aus 14 Metern zu einer starken Reaktion (55.).
Hoffenheim war in der zweiten Halbzeit unauffälliger, kam aber in Person von Kramaric ebenfalls zu einer großen Chance. Nach Vorarbeit von Raum schloss der Kroate freistehend aus 14 Metern ab. Sein Schuss geriet aber zu zentral, Neuer war zur Stelle (58.).
In der Folge verpasste es der Rekordmeister trotz zahlreicher Großchancen, die Partie zu entscheiden. Zunächst traf Gnabry nach einem Missverständnis in der TSG-Defensive aus acht Metern halbrechts den linken Pfosten (68.). Nur eine Minute später baute Baumann den nächsten Bock, Jamal Musiala spritzte dazwischen, traf aus vier Metern und spitzem Winkel aber nur das Außennetz (69.).
Schließlich war es Müller, der nach Vorarbeit von Sané halbrechts frei vor dem Tor auftauchte und flach abzog. Baumann war bereits geschlagen, vor der Linie aber rauschte Posch heran und klärte im allerletzten Moment (73.).
Die Hausherren selbst hätten in Person von Kramaric den "Lucky Punch" erzielen können, der Kroate blieb aber auch mit seiner Direktabnahme aus elf Metern glücklos (79.).
So blieb es schließlich beim 1:1, über das sich die Bayern aufgrund der zahlreichen vergebenen Chancen wohl mehr ärgern werden als die TSG aus Hoffenheim.
Die Stimmen:
Manuel Neuer (FC Bayern München): "Ich glaube, wir haben ein paar mehr Chancen gehabt. Am Ende ist es natürlich ein bisschen enttäuschend, dass wir hier nicht mit drei Punkten nach Hause fahren. Das Glück war heute nicht so auf unserer Seite, auch bei den knappen Abseitssituationen, die gegen uns entschieden wurden."
Julian Nagelsmann (Trainer FC Bayern München): "Für Fans war es sein sehr gutes Spiel. Ich bin auch über weite Strecken sehr zufrieden mit der Leistung, ehrlich gesagt. Dann haben wir so ein bisschen den Geduldsfaden verloren im Pressing. Bevor Hoffenheim die große Chance hat, müssen wir das Spiel eigentlich entscheiden. Aber wenn ich das vergleiche mit den Spielen von vor drei, vier Wochen, dann bin ich kurioserweise zufriedener. Auch, wenn es nur ein Punkt ist."
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Quelle: Perform
David Raum (TSG Hoffenheim): "Für den neutralen Zuschauer war es ein sehr schönes Spiel. Es gab Chancen auf beiden Seiten, wir haben uns hier schön präsentiert. Es geht hin und her, im Endeffekt sind wir froh, dass wir hier einen Punkt mitgenommen haben. Jetzt schon über die Champions League zu reden ist zu früh."
Der Tweet zum Spiel:
Gleich zwei Abseits-Tore von Thomas Müller wurden abgepfiffen.
Das fiel auf: Die Hoffenheimer Abseitsfalle funktioniert
Gleich dreimal traf der FC Bayern aus Abseitsposition ins Hoffenheimer Tor, dreimal wurde der Treffer aberkannt. Überhaupt standen die Spieler des Rekordmeisters ganze siebenmal in der verbotenen Zone, so oft wie noch nie in dieser Saison. Das spricht zum einen für die gute Kommunikation in Hoffenheims Dreierkette, in der Stefan Posch, Florian Grillitsch und Kevin Vogt eine gute Leistung zeigten. Zum anderen zeigt diese Statistik auch, dass die Bayern bei ihrem dritten Spiel innerhalb von sieben Tagen vielleicht nicht ganz frisch im Kopf waren und so immer wieder zu früh starteten, beziehungsweise zu lange stehen blieben. Am Ende reichte es auch deshalb trotz 18 zu neun Torschüssen nur zu einem 1:1, dem zweiten in Folge in der Bundesliga.
Die Statistik: 50
Jamal Musiala hat mit der Partie in Hoffenheim nun 50 Bundesliga-Einsätze auf dem Konto und ist somit der jüngste Bayern-Spieler jemals, dem dies gelingt.
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Quelle: Perform
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