FC Bayern: Oliver Kahn äußert sich zu Ermittlungen gegen Vorstand wegen möglicher Verstöße gegen Mindestlohngesetz

Vor einigen Tagen hatte das WDR-Magazin "Sport inside" über mögliche Verstöße gegen das Mindestlohngesetz beim FC Bayern berichtet. Nun meldete sich Vorstandsboss Oliver Kahn erstmals zu Wort und versprach vollumfängliche Kooperation. Man wolle die Vorgänge "restlos aufklären". In den Vorwürfen geht es unter anderem um den Verdacht des "nicht richtigen Führens von Stundenaufzeichnungen".

Bayern-Vorstandsboss Oliver Kahn

Fotocredit: Getty Images

Vorstandsboss Oliver Kahn hat sich gegenüber der "dpa" zu den Vorwürfen wegen möglicher Verstöße gegen das Mindestlohngesetz beim FC Bayern München geäußert.
Das WDR-Magazin "Sport inside" hatte zuvor berichtet, dass frühere Jugendtrainer des Rekordmeisters im Kontext ihres 450-Euro-Jobs mehr als die erlaubten zehn Stunden gearbeitet hätten.
Kahn kündigte nun eine Zusammenarbeit mit den Behörden an.
"Selbstverständlich kooperieren wir in dieser Angelegenheit vollumfänglich", so der Vorstandsvorsitzende.

Ermittlungen richten sich automatisch gegen den Vorstand

Ein Sprecher des Hauptzollamtes München teilte der "dpa" darüber hinaus mit, dass es üblich sei, dass sich Ermittlungen bei Aktiengesellschaften zunächst gegen den Vorstand richten würden.
Darunter fallen unter anderem die aktuellen Vertreter wie Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Auch Karl-Heinz Rummenigge und Jörg Wacker, die beide mittlerweile nicht mehr im Amt sind, sollen unter den Beschuldigten sein.
Laut dem "WDR"-Bericht geht es konkret um Vorwürfe gegen "verantwortliche Handelnde der FC Bayern München AG", wegen des Verdachts "des Vorenthaltens und der Veruntreuung von Arbeitsentgelt" und "nicht richtigen Führens von Stundenaufzeichnungen, Nichtgewährung des Mindestlohns".
Kahn will die Vorwürfe nun lückenlos aufarbeiten: "Es liegt in unserem Interesse, dass diese Vorgänge restlos aufgeklärt werden", so der 52-Jährige.
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Quelle: Eurosport

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