FC Bayern: Uli Hoeneß verteidigt Hasan Salihamidzic und spricht von "Hetzjagd"

FC-Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß bricht für Sportvorstand Hasan Salihamidzic eine Lanze. Der 45-Jährige sei nicht alleinverantwortlich für die Transferpolitik. Die damit verbundene "Hetzjagd" gegen "Brazzo" hält der ehemalige Präsident für ungerecht: "Jetzt, wo wir die Champions League nicht gewinnen, ist er alleine schuld. Das kann nicht sein", so der 70-Jährige im Rahmen der Meisterfeier.

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Uli Hoeneß hat den Umgang mit Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic kritisiert: "Das ist eine Hetzjagd", sagte der 70-Jährige im Rahmen der Meisterfeier im Münchner Rathaus.
Mit Blick auf die Kritik an "Brazzo" stellte sich der ehemalige Klub-Präsident schützend vor den 45-Jährigen: "Er ist nicht alleine verantwortlich für die Transferpolitik."
Bei dieser Aufgabe nahm Hoeneß den gesamten Klub in die Pflicht: "Da ist der ganze Verein verantwortlich."
Teile der Fans hatten den Sportvorstand im Rahmen der Meisterfeier ausgepfiffen. Salihamidzic als Alleinschuldigen darzustellen, hält der Ehrenpräsident für ungerecht: "Als wir sechs Titel gewonnen haben, habe ich keinen gehört, der gerufen hat: 'Hasan, Hasan!' Jetzt, wo wir die Champions League nicht gewinnen, ist er allein verantwortlich. Das kann nicht sein."

Hoeneß zieht Bilanz: "Keine sehr gute Saison"

Mit der abgelaufenen Saison zeigte sich Hoeneß zwar zufrieden, aber nicht euphorisch:
"Ich würde sagen, dass ich mit einem zufriedenen Gefühl hier bin, weil ich der Meinung bin, wir haben eine gute Saison gespielt. Keine sehr gute Saison, gar keine Frage. Wenn wir eine sehr gute Saison gespielt hätten, hätten wir in der Champions League ein bisschen weiterkommen müssen. Aber das, was der FC Bayern als Mindestziel für eine Saison vorgibt, haben wir hundertprozentig erreicht."
Beim Abschneiden in der Königsklasse habe die Transferpolitik jedoch "überhaupt keine Rolle gespielt". Viel mehr müsse man "die Spieler wieder mehr in die Pflicht nehmen": "Bei uns wird ja immer der Trainer oder der Sportdirektor in die Pflicht genommen. Dann heißt es: 'Wenn wir mehr Spieler gehabt hätten'. Meines Wissens nach dürfen wir auch nur mit elf Spielern spielen", so Hoeneß.
In der Zukunft müsse der Druck wieder erhöht werden: "Tatsache ist, dass wir seit Weihnachten einige Spieler dabei hatten, die im Großen und Ganzen nicht mehr gut gespielt haben. Das muss analysiert werden. Die Spieler muss man mehr unter Druck setzen."
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Quelle: Perform

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