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Max Kruse über Wechsel von Union Berlin zum VfL Wolfsburg: "Ist mir latte, ob man mich Söldner nennt"
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Publiziert 09/02/2022 um 13:14 GMT+1 Uhr
Max Kruse hat sich auf der Streamingplattform Twitch am Dienstagabend den Fragen der User gestellt und sich dabei zu seinen Beweggründen für den Wechsel von Union Berlin zum VfL Wolfsburg geäußert. "Klar habe ich schon etwas Geld verdient. Aber für mich ist es nur menschlich, wenn man nur noch wenige Jahre zu spielen hat, zu versuchen, das Beste rauszuholen", erklärte der 33-Jährige.
Max Kruse (VfL Wolfsburg)
Fotocredit: Getty Images
Gleichzeitig versuchte Kruse aber auch nicht, die Wichtigkeit der wirtschaftlichen Komponente bei seinem Wechsel nach Wolfsburg klein zu reden. "Das Geld spielt eine Rolle, ich bin jetzt keine 20 mehr. So viele Jahre habe ich nicht mehr. Ich spiele Fußball bis 35. Normale Arbeitnehmer arbeiten wahrscheinlich bis 65. Natürlich komme ich mit meinem Geld aus, gar keine Frage. Aber im Endeffekt ist es so, dass man nur noch zwei, drei Jahre hat. Und da versucht man, das Bestmögliche herauszuholen", erzählte er.
Grundsätzlich sei dem Offensivspieler egal was man über ihn denkt. "Mir ist es latte, ob man mich Söldner oder Geldgeier nennt. Natürlich spielt das Finanzielle eine Rolle, das brauche ich keinem anders zu erzählen", sagte Kruse seinen Zuschauern.
Der Unmut vieler Union-Berlin-Anhänger kann der ehemalige deutschen Nationalspieler indes nachvollziehen. "Ich kann die Kritik der Union-Fans verstehen. Wenn da jemand sauer, enttäuscht oder traurig ist, verstehe ich das vollkommen. Es war eine geile Zeit. Aber der Grund für die Trennung war nicht nur das Geld", betonte Kruse.
Neben einem "hoch dotierten Vertrag" in der Autostadt sei für Kruse ohnehin schon klar gewesen, dass er sein im Sommer auslaufendes Arbeitspaper nicht verlängern wollte. "Jeder wusste eigentlich schon Bescheid, dass ich im Sommer keinen neuen Vertrag unterschreiben werde. Das hat seine Gründe, das war unabhängig vom Angebot von Wolfsburg", stellte er klar.
Union-Abgang war für Kruse beschlossene Sache
Auch mit einem Winter-Wechsel habe er sich gedanklich schon im Vorfeld auseinandergesetzt und deshalb die Union-Chefetage bereits darauf vorbereitet. Geschäftsführer Oliver Ruhnert setzte er wohl bereits im Januar darüber in Kenntnis, dass sich im Winter noch etwas tun könnte. Die Tatsache, dass sein Abgang letzten Endes so spät über die Bühne ging, tue dem Linkfsuß "auch leid".
Kruse bekräftigte außerdem, dass er sein noch "offenes Kapitel" beim VfL Wolfsburg vernünftig beenden wolle, wo er von 2015 bis 2016 bereits spielte. "Damals hatte ich nicht meine beste Zeit, sowohl auf als auch neben dem Platz. In jedem Verein, in dem ich gespielt habe, lief es eigentlich total positiv für mich", resümierte Kruse und fuhr fort: "Es lief aufgrund vieler Dinge nicht gut. Bestimmt auch mein Verschulden, bestimmt auch das Verschulden der damaligen Befehlshaber in Wolfsburg." Die damaligen Befehlshaber bei den Wölfen waren Geschäftsführer Klaus Allofs und Dieter Hecking, die mit Kruses Lebensstil wohl nicht einverstanden waren.
Grundsätzlich wolle der Wolfsburg-Star alles, was er gut angefangen habe, auch gut beenden. Abseits des Platzes sorgte kürzlich seine Frau Dilara für Aufsehen, weil sie auf einem Instagram-Livestream die Ablösesumme ausplauderte, die die Wölfe an die Eisernen überwiesen.
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