Mainz-Trainer Bo Svensson tobt nach Trainer-Zoff mit Kölns Kevin McKenna: "Die Grenze überschritten"

Zwischen dem FSV Mainz 05 und dem 1. FC Köln ging es am Spielfeldrand zur Sache. Bei Bo Svensson war die Wut über eine angebliche persönliche Beleidigung nach der Partie noch nicht verflogen. "Ich brauche mich mit niemanden vertragen, der mich persönlich beleidigt", so der Coach des FSV Mainz 05 bei "DAZN". Er könne ja "viel einstecken. Mit sowas wird allerdings die Grenze überschritten."

Trainer-Zoff beim Bundesligaspiel Mainz gegen Köln

Fotocredit: Getty Images

Doch was war passiert? Der Grund für seinen emotionalen Ausbruch war allen voran Kevin McKenna. Der Co-Trainer des 1. FC Köln habe ihn "beleidigt in der Halbzeit, deshalb ist es so eskaliert, weil ich noch nicht ganz beruhigt war. Es war wegen dieser Sache in der Halbzeit", erläuterte der Mainzer Coach nach dem 1:1 (1:0) gegen den FC. Nach Versöhnung war Svensson überhaupt nicht zumute.
Auslöser des Streits war das harte Einsteigen von FSV-Abwehrchef Stefan Bell gegen Kölns Torjäger Anthony Modeste kurz vor der Pause. "Sie haben kollektiv Rot gegen Stefan Bell gefordert und darauf habe ich ihn angesprochen und er hat mich beleidigt", sagte Svensson. Welche Worte genau gefallen waren, wollte der 42-Jährige nicht offenlegen.
Der aufgestaute Frust entlud sich nach einem harmlosen Duell im Mainzer Strafraum in der zweiten Halbzeit. Erst diskutierte Svensson mit Kölns Trainer Steffen Baumgart, dann schalteten sich die beiden Co-Trainer ein - vor allem McKenna, der sich ein heftiges Wortgefecht mit Svensson lieferte. Schiedsrichter Deniz Aytekin zeigte beiden Streithähnen die Gelbe Karte, der Mainzer Coach verweigerte sogar den Handschlag.
"Wir haben uns nett unterhalten. Emotionen gehören dazu, es ging für beide Mannschaften um viel", sagte Baumgart, der nach dem Abpfiff um Schlichtung bemüht war. Er habe seinen Assistenten gefragt, versicherte der FC-Coach, und der habe gesagt, "er hat nix gesagt. Ich glaube, dass wir runterfahren müssen". Es sei von beiden Seiten "ein sehr emotional geführtes Spiel - auch von den Trainerbänken".

Mainz gegen Köln: Beide Trainer unzufrieden mit Remis

Auf dem Feld lieferten sich Mainz und Köln ein ähnlich intensives Duell - der Punkt half allerdings keinem so richtig weiter. Der unzufriedene Svensson, dessen Team durch Jonathan Burkardt (41.) in Führung gegangen war, meckerte:
Die Kölner durften mit ihrer Leistung zufrieden sein, mit der Chancenverwertung aber keinesfalls - Salih Özcan (47.) rettete das Remis. "Wir schaffen es im Moment nicht", haderte Baumgart, "solche Spiele auch einmal für uns über die Ziellinie zu bringen."
(SID)
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Quelle: Perform

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