Bundesliga: Durchatmen bei van Bommel nach Arbeitssieg der Wolfsburger gegen Bochum

Am Ende einer turbulenten Woche konnte Mark van Bommel aufatmen. Der 1:0-Arbeitssieg gegen den VfL Bochum nahm dem neuen Trainer des VfL Wolfsburg eine Menge Druck von den Schultern. Nach dem Wechselpatzer bei Preußen Münster, der vermutlich den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals kosten wird, gelang zumindest der Einstieg in die neue Bundesligasaison.

Mark van Bommel, VfL Wolfsburg

Fotocredit: Getty Images

Eine ganze Stunde zum Genießen, eine halbe Stunde zum Vergessen: Die zwei Gesichter des VfL Wolfsburg hielten Mark van Bommel bei seinem Heimspieldebüt als neuer Trainer im wahrsten Sinne des Wortes auf Trab. 60 Minuten lang verfolgte der Niederländer seelenruhig den sehenswerten Auftritt seiner Mannschaft, danach hielt es ihn nicht mehr auf der Bank.
Den 1:0 (1:0)-Arbeitssieg gegen einen 86 Minuten lang personell dezimierten VfL Bochum quittierte der 44-Jährige nur mit einem müden Kopfnicken, zu sehr hatte ihn das hektische letzte Drittel des Spiels gestresst. "Ich wusste nicht mehr, wo ich stehe", sagte der Coach durchaus doppeldeutig, mehrfach schickte ihn der vierte Offizielle in den letzten Minuten zurück in die Coaching Zone.
Immerhin: Sechs Tage nach dem Wechselpatzer van Bommels im DFB-Pokal, der die Niedersachsen (Sportgerichtsverhandlung am Montag in Frankfurt/Main), ist der Champions-League-Teilnehmer in der Liga in der Spur.
Nicht nur weil der einstige Bayern-Star diesmal regelkonform nur vier statt sechs Spieler austauschte, sondern auch, weil der Aufsteiger schon in der vierten Minute Robert Tesche nach einem absichtlichen Handspiel mit einer Roten Karte verlor.

"Gegentor mit Lerneffekt"

"Danach ging es eigentlich nur noch darum, Torchancen des Gegners zu verhindern", sagte Bochums Trainer Thomas Reis. Was mit einer Ausnahme gelang: In der 22. Minute spielte Wolfsburgs Torjäger Wout Weghorst seine Klasse aus, ließ vier Bochumer Spieler ins Leere laufen und traf zum Tor des Tages. Reis: "Wir waren nicht hundertprozentig wach, ein Gegentor mit Lerneffekt."
Doch weil man sich bei den Wölfen irgendwann nicht mehr einig war, ob man den Vorsprung verwalten oder ausbauen sollte, konnte der Neuling nach dem Seitenwechsel sogar in Unterzahl seine grundsätzliche Bundesliga-Tauglichkeit unter Beweis stellen. "Das war aller Ehren wert - trotzdem stehen wir ohne Punkte da", sagte Torjäger Simon Zoller selbstkritisch am "Sky"-Mikrofon.
Und auch seinem Trainer ist klar, dass solche Spiele und vor allem solche Ergebnisse im Kampf um den Klassenerhalt keine Dauerlösung sein können. "Für den Anfang bin ich zufrieden, aber es darf natürlich nicht jede Woche so laufen", mahnte Reis.
(SID)
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Quelle: Perform

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