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Max Kruse schießt Union Berlin per Traumtor zum Sieg beim VfL Bochum
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Publiziert 18/12/2021 um 15:07 GMT+1 Uhr
Nach zuletzt zwei Partien ohne Sieg hat Union Berlin zum Abschluss der Hinrunde mit 1:0 (1:0) beim VfL Bochum gewonnen. Den goldenen Treffer des Spiels erzielte Max Kruse per Traumtor. Der ehemalige deutsche Nationalspieler traf bereits in der 16. Spielminute per Dropkick in den Winkel. Bochum drückte vor allem in der zweiten Hälfte auf den Ausgleich, agierte im Abschluss aber glücklos.
Max Kruse trifft sehenswert zum 1:0 beim VfL Bochum
Fotocredit: Getty Images
Bochum erwischte eigentlich einen guten Start und war von Beginn an die aktivere Mannschaft. Der erste Aufreger fand jedoch vor dem eigenen Kasten statt, als Andreas Luthe aus seinem Tor kam und vor dem Sechzehner sowohl Paul Jaeckel als auch Christopher Antwi-Adjei abräumte. Der Ball war längst weg, so dass der Schlussmann Glück hatte, dass die Szene ungeahndet blieb.
Im Spiel nach vorne kam von Union zu Beginn relativ wenig, dennoch gingen die Eisernen mit dem ersten Torschuss in Führung. Nach einer Kopfballablage von Grischa Prömel schweißte Max Kruse den Ball per Dropkick aus 17 Metern in den linken Winkel. Ein absolutes Traumtor und unhaltbar für Manuel Riemann (16.).
Der VfL blieb in der Folge jedoch die bessere Mannschaft und tat insgesamt mehr fürs Spiel. Wirkliche Torchancen konnten sie sich allerdings im ersten Durchgang nicht mehr rausspielen. Dafür hatte Union kurz vor der Pause noch zwei Gelegenheiten, die Führung auszubauen. Zunächst wurde Prömel nach einem starken Lauf von Taiwo Awoniyi im Sechzehner freigespielt, sein Schuss allerdings geblockt (39.). Kurz darauf kombinierten sich die Eisernen von links nach rechts, sodass Christopher Trimmel aus vollem Lauf schießen konnte, doch Danilo Soares blockte (44.).
Zu Beginn der zweiten Hälfte war es dann ein offener Schlagabtausch, beide Teams hatten große Chancen. Zunächst setzte sich Awoniyi stark gegen Erhan Masovic durch und tauchte frei vor Riemann auf. Masovic kämpfte sich aber zurück und blockte den Schussversuch des Angreifers in letzter Sekunde (50.). Bochum versuchte es vor allem aus der Distanz. Zunächst in Person von Kostas Stafylidis, der es aus 25 Metern versuchte. Antwi-Adjei sprang noch dazwischen, wodurch er Luthe die Sicht nahm, dennoch parierte der ehemalige Bochumer (53.).
Der Ausgleich hätte dann durch Milos Pantovic fallen müssen, als er aus fünf Metern frei vor dem Tor zum Abschluss kam, allerdings klar drüber schoss. Luthe hatte zuvor einen Distanzschuss von Elvis Rexhbecaj nach vorne abklatschen lassen und die Chance so ermöglicht (60.).
Trotz einer spielerischen Überlegenheit auch im zweiten Durchgang erspielte sich der VfL nur wenige echte Hochkaräter, war in der Offensive nicht zwingend genug. Union verteidigte gut und machte es den Hausherren schwer.
Zehn Minuten vor dem Ende hatte der VfL seine letzte große Chance auf den Ausgleich. Herbert Bockhorn setzte sich auf der rechten Seite durch und bediente Pantovic in der Mitte. Dieser scheiterte jedoch an der Latte, Sebastian Polter blieb mit seinem anschließenden Kopfball an Luthe hängen (80.).
Union lies in der Folge nichts mehr zu und sicherte sich drei Punkte zum Hinrundenabschluss.
Stimmen zum Spiel:
homas Reis (Trainer VfL Bochum): "Wir haben in der ersten Halbzeit größere Probleme gehabt. Beim Gegentreffer hat man gesehen, welche Qualität Max Kruse hat. In der zweiten Hälfte hat es ein bisschen besser geklappt. Union gibt nicht viele klare Chancen ab, dann musst du sie nutzen, das haben wir nicht geschafft."
Urs Fischer (Trainer Union Berlin): "Ein toller wichtiger Sieg für uns, wichtige drei Punkte, die uns unserem Ziel wieder ein Stück näher bringen. Die erste Hälfte ging klar an Union, da haben wir den Gegner im Griff gehabt. Die zweite Hälfte war ein ausgeglichenes Spiel mit Phasen, in denen Bochum gedrückt hat und dem Ausgleich sehr nahe war. Das nötige Wettkampfglück war heute auf unserer Seite."
Max Kruse (Union Berlin): "Wir standen sehr gut und haben unsere Möglichkeiten heute auch mal genutzt. In der zweiten Halbzeit haben wir uns zwar ein bisschen zu tief fallen lassen und den Gegner kommen lassen. Aber wir konnten die null hinten halten und haben so auch verdient gewonnen."
Andreas Luthe (Union Berlin): "Es war ein spezieller Tag für mich, da war schon ein bisschen mehr Kribbeln als sonst. Ansonsten war es ein intensives Duell mit vielen langen Bällen. Ich bin froh, dass wir dieses schwere Auswärtsspiel gewonnen haben."
Sebastian Schindzielorz (Geschäftsführer Sport VfL Bochum): "Offensiv haben wir leider nicht so viele Chancen kreieren können, sind nicht so gut in die Tiefe gekommen und dann fehlen natürlich auch ein paar Spieler. Aber das ist jetzt so, wir müssen das akzeptieren, uns sammeln und dann geht's im Januar weiter. Es ist natürlich nicht gut, wenn wir Spiele verlieren. Jetzt haben wir leider Gottes zwei Spiele hintereinander verloren. Das ist kein gutes Gefühl, aber das müssen wir akzeptieren. Jetzt wollen wir das Positive der Hinrunde mitnehmen und dann schauen, dass wir gut aus den Startlöchern kommen."
Sebastian Polter (VfL Bochum): "Es war eine emotionale Partie mit einem schlechten Ausgang für uns. Wir haben das Spiel hier zu Hause verloren, was wir nicht wollten. Wir wollten gewinnen, um noch mal einen guten Abschluss zu haben und das Weihnachtsfest zu feiern. Aber ich glaube trotzdem, dass wenn wir die Hinrunde sehen und mit 20 Punkten abgeschlossen haben, ein positives Fazit ziehen können."
Der Tweet zum Spiel
Das fiel auf: Fehlende Durchschlagskraft
Der VfL Bochum war insgesamt die bessere Mannschaft und hätte sich mindestens einen Zähler verdient. Dennoch hat sich wieder einmal bestätigt, dass nicht die Defensive das Problem der Bochumer ist, sondern die Offensive. Der VfL stellt den drittschwächsten Angriff der Liga und kommt nach 17 Spielen nur auf 16 Tore. Das wurde gegen Union erneut deutlich. Spielerisch kam der Aufsteiger kaum in den Sechzehner, einzig über Flanken gelangen Ballaktionen in der gegnerischen Box. Defensiv wirkt Bochum hingegen gefestigt. Die 0:7 gegen die Bayern mal ausgenommen, kassierte der Aufsteiger gerade mal 19 Gegentore in der Hinrunde. Durchaus beeindruckend.
Die Statistik: 940
Der VfL Bochum und Union Berlin sind zum ersten Mal in der Bundesliga aufeinandergetroffen. Dies war die 940. Paarung in der Bundesliga-Geschichte.
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Quelle: Perform
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