Neben der wohl letzten Chance, noch einmal einen Vertrag bei einem internationalen Topklub abzuschließen, kamen zuletzt vermehrt Spekulationen auf, dass Robert Lewandowski auch aufgrund der zu offensiven Ausrichtung von Julian Nagelsmann einen Abschied anstrebe.
Eine Lesart, die der Trainer nicht teilt. "Robert hat sich nicht beschwert", betonte Nagelsmann auf Nachfrage von Eurosport.de.
Die Aussagen des Stürmers Ende vergangenen Jahres gegenüber polnischen Medien, wonach er aufgrund zu vieler Offensivspieler nicht sein ganzes Potenzial entfalten könne und nicht genug Raum für seine Aktionen habe, seien falsch übersetzt worden.
Bundesliga
Medien: Lewandowski nur noch einmal für den FC Bayern
13/05/2022 AM 05:48
Dennoch, gab Nagelsmann zu, habe er sich die Worte "zu Herzen" genommen und damals recherchiert.

Nagelsmann verweist auf Lewandowskis Torschussbilanz

"Robert bekam in der Hinrunde nur zwei Flanken weniger als vergangenes Jahr. Dazu war er zuletzt mit 150 Versuchen der Spieler mit den meisten Torschüssen in der Bundesliga. Auf Platz zwei mit 102 Schüssen folgte Anthony Modeste vom 1. FC Köln. Das sind knapp 50 Schüsse weniger", erläuterte der Meistercoach. Inzwischen steht der Bayern-Star sogar bei 153, Modeste folgt mit 105 dahinter.
Lewandowski, der noch einen Vertrag bis 30. Juni 2023 an der Säbener Straße hat, führt überdies die Torjägerliste der Bundesliga mit 34 Treffern an. Er wisse zwar nicht, "ob Robert zufrieden ist, aber offensiv sind diese Werte ja nicht ganz so schlecht", betonte Nagelsmann.
Und auch im aktuellen Tagesbetrieb sei alles bestens. "Er hat sehr gut trainiert die vergangenen Tage, ein paar tolle Tore geschossen. Da war ich sehr zufrieden. Von daher wird er morgen in der Startelf stehen", erklärte Nagelsmann.

Nagelsmann zur Causa Lewandowski: Darum kein Veto

Generell wollte Nagelsmann einen Lewandowski-Transfer, als wahrscheinlichstes Ziel gilt der FC Barcelona, aber nicht ausschließen - und schon gar nicht verhindern.

Nagelsmann stellt klar: "Lewandowski wurde falsch übersetzt"

"Mein Credo ist: Nehme dich nicht wichtiger, als du bist. Ich bin der falsche Mann, um da ein Veto einzulegen. Das ist ein Zusammenspiel zwischen mir, Brazzo (Salihamidzic, A.d.R.) und Oliver Kahn. Ich werde mich nie öffentlich zu so etwas hinreißen lassen, dazu bin ich nicht wichtig genug", so Nagelsmann.
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