SC Freiburg gewinnt gegen VfL Wolfsburg - Traumtor von Nico Schlotterbeck entscheidet Spektakel im Breisgau

Mit einem Traumtor drei Minuten vor dem Ende hat Nico Schlotterbeck den SC Freiburg zum 3:2-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg geführt. Vincenzo Grifo brachte die Breisgauer (7./44.) verdient 2:0 in Führung. In der zweiten Halbzeit brachte Max Kruse (52.) die Wölfe gegen seinen Ex-Klub zurück ins Spiel, ehe Maxi Arnold (84.) den Ausgleich erzielte. Dann schlug der SC kurz vor Schluss erneut zu.

Nico Schlotterbeck

Fotocredit: Getty Images

Freiburg begann forsch und ging mit dem ersten Abschluss prompt in Führung. In Minute sieben trat der kurz zuvor gefoulte Vincenzo Grifo selbst zum Freistoß an und schlenzte diesen aus etwa 25 Metern zum 1:0 ins linke obere Eck. Anschließend blieb der Sport-Club am Drücker und verpasste das 2:0 zunächst hauchdünn.
Die Wölfe blieben im ersten Abschnitt offensiv blass. Sie schafften es nur selten, die einzige Sturmspitze Jonas Wind in Szene zu setzen. Der DFB-Pokal-Halbfinalist aus dem Breisgau hielt das Spielgerät geschickt vom eigenen Sechzehner entfernt und erarbeitete sich in der letzten Phase vor der Pause gute Chancen, wovon eine zum hochverdienten 2:0 genutzt wurde.
Nach einem Ballverlust von Xaver Schlager wurde Grifo in der 44. Minute rechts im Strafraum von Flankengeber Ermedin Demirović gefunden. Der Italiener verarbeitet den Ball technisch herausragend und schoss zum 2:0 ein.
Die Halbzeitansprache des VfL-Trainers Florian Kohfeldt fruchtete scheinbar, denn seine Mannschaft bot in Halbzeit zwei eine deutliche Leistungssteigerung. Sie verkürzte in der 52. Minute auf 1:2, indem Maximilian Arnold mustergültig auf Max Kruse durchsteckte, der unbedrängt vollstreckte.
Danach wurde es zunächst größtenteils auf der anderen Seite gefährlich. Der SC vergab einige gute Möglichkeiten, den Zwei-Tore-Vorsprung wiederherzustellen, weswegen es mit einer knappen Führung in die Schlussphase ging.
In dieser glichen die Wölfe durch Arnold aus, der den Ball nach einer missglückten Klärungsaktion von Nico Schlotterbeck zum 2:2 in die Maschen knallte (84.). Die Gäste fingen sich allerdings wenig später den dritten Gegentreffer und verloren letztendlich mit 2:3, das der Freiburger Abwehrchef N. Schlotterbeck in der 87. Minute mit einem sehenswerten Distanzschuss erzielte.

Die Stimmen zum Spiel:

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Dass die Mannschaft ein solches Spiel hinbekommen hat, ist toll. Der Sieg ist nicht unverdient. Wir hatten richtig Druck drauf. In der zweiten Halbzeit war es schwierig, da siehst du, was für eine fußballerische Qualität Wolfsburg hat. Ich bin sehr glücklich, dass wir es gewinnen konnten, weil wir ziemlich Theater mit Corona hatten."
Jochen Saier (Sportvorstand SC Freiburg): "Ich fand, dass wir insgesamt gut drin waren, uns gut gewehrt haben. Wir haben alles abgearbeitet und dann in Summe verdient gewonnen."
Florian Kohfeldt (Trainer VfL Wolfsburg): "Wir waren in der ersten Halbzeit nicht bereit. Daran müssen wir dringend arbeiten. In der zweiten Halbzeit hatten wir eine ganz andere Körpersprache. Es ist ein bisschen unglücklich, aber ich würde es nicht als unverdiente Niederlage bezeichnen. Für mich ist nichts vorbei, wir müssen noch Punkte sammeln, um stabil in der Liga zu bleiben."
Max Kruse (VfL Wolfsburg): "Was mich ärgert, ist, dass wir das Spiel aus der Hand geben. Wir kommen so stark zurück, machen das 2:2 - und dann lassen wir uns die Butter wieder vom Brot nehmen. Das nervt einfach!"

Der Tweet zum Spiel:

Nico Schlotterbeck agierte auch diesmal als Ballverteiler im Stile eines Quarterbacks.

Das fiel auf: Offensive um Wind zunächst vom Winde verwehrt

Zum zweiten Mal in der Wolfsburger Bundesliga-Historie standen beim VfL zur Pause null Abschlüsse auf der Habenseite. Im April 1998 blieben die Wölfe bei Arminia Bielefeld in den ersten 45 Minuten ebenfalls ohne eigenen Schuss. Vor allem Neuzugang Wind war im ersten Abschnitt kaum zu sehen, was allerdings vor allem daran lag, dass er kaum mit Bällen gefüttert wurde. Wolfsburgs zwölf Torschüsse nach dem Seitenwechsel sind hingegen durchaus positiv zu bewerten.

Die Statistik: 104

Christian Streich fuhr seinen 104. Sieg als Cheftrainer des SC Freiburg ein. Damit zog er mit dem vereinsinternen Rekordhalter in dieser Statistik, Volker Finke, gleich.
(mit SID)
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Quelle: Perform

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