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SC Freiburg schlägt Hertha BSC klar - Berlin mit fünftem Torwart Lotka im Tor
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Publiziert 26/02/2022 um 17:24 GMT+1 Uhr
Der SC Freiburg hat am 24. Spieltag der Bundesliga Hertha BSC klar 3:0 (1:0) besiegt und damit Anschluss an die Champions-League-Plätze gewahrt. Vincenzo Grifo (12./Foulelfmeter), Kevin Schade (83.) und Lucas Höler (86.) trafen gegen die abstiegsbedrohten Berliner, die mit Marcel Lotka verletzungs- und coronabedingt auf ihren fünften Keeper zurückgreifen mussten. Lotka machte seine Sache gut.
Marcel Lotka (Hertha BSC) im Spiel beim SC Freiburg
Fotocredit: Getty Images
Bereits früh in der Partie konnte sich Bundesliga-Debütant Marcel Lotka beweisen. Nach sechs Minuten trat Vincenzo Grifo zu einem Freistoß aus 20 Metern an, den er auf den rechten Winkel zirkelte. Doch der polnische Schlussmann flog und verhinderte das frühe Gegentor.
Nur kurze Zeit später stand der nächste Defensiv-Youngster im Fokus, als Linus Gechter Roland Sallai vermeintlich zu Fall brachte und einen Elfmeter verursachte. Ein eindeutiger Kontakt war allerdings nicht zu erkennen. Wieder hieß das Duell Grifo gegen Lotka, doch dieses Mal blieb der Italiener Sieger. Der Freiburger zimmerte den Strafstoß ins linke obere Eck. Lotka hatte die Ecke, war aber chancenlos (12.).
In der Folge wurden die Freiburger immer dominanter und drängten auf das nächste Tor. Nach einer abgefälschten Sallai-Flanke kam erneut Grifo halb links im Sechzehner zum Abschluss, doch der Angreifer scheiterte aus 14 Metern am linken Innenpfosten (26.).
Aber auch die Hertha erspielte sich einige gute Chancen. Nach einem starken Lauf von Ishak Belfodil kam Stefan Jovetic im Strafraum zum Abschluss, doch Lukas Kübler konnte in letzter Sekunde blocken (28.).
Auf der Gegenseite konnte sich Lotka ein weiteres Mal beweisen, als der Debütant einen Distanzschuss von Maximilian Eggestein aus dem linken Eck fischen konnte (34.).
Nur drei Minuten später hatten die Gäste die Riesenchance auf den Ausgleich, als Jovetic einen genialen Querpass in den Sechzehner spielte und Peter Pekarík frei vor Mark Flekken auftauchte. Aber auch hier blieb der Torhüter Sieger.
Die Hertha kam deutlich besser aus der Pause und konnte sich neben mehr Spielanteilen auch die besseren Chancen herausspielen. Nach einem langen Ball von Lucas Tousart setzte sich Marco Richter im Sechzehner durch, sein Abschluss mit dem schwachen Fuß ging dann aber knapp vorbei (58.).
Kurz darauf war es wieder Richter, der dieses Mal rechts im Sechzehner von Vladimir Darida freigespielt wurde. Der Angreifer scheiterte mit seinem Abschluss allerdings an Flekken (62.).
Von den Freiburgern kam im zweiten Durchgang lange nichts - bis kurz vor Schluss: Zunächst steckte Nico Schlotterbeck zu Grifo durch, der links im Sechzehner nur knapp das lange Eck verfehlte (81.).
Kurz darauf folgte der Doppelschlag von zwei eingewechselten Spielern. Nach einer Hereingabe von Christian Günter wurde der Abschluss von Ermedin Demirovic zunächst geblockt, doch Kevin Schade staubte zum 2:0 ab (83.).
Nur drei Minuten später erhöhte der ebenfalls eingewechselte Lucas Höler aus kürzester Distanz auf 3:0 (86.).
Die Stimmen zum Spiel:
Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Das ist das Schöne heute: Dass der Sieg zustande kam, weil eine richtige Mannschaft auf den Platz stand, die gemeinsam den Sieg erkämpft und phasenweise erspielt hat."
Maximilian Eggestein (SC Freiburg): "In der ersten Halbzeit war es ein sehr guter Auftritt. Wir haben sehr dominant gespielt, aber dann ein wenig Ärger mit Standardsituationen hatten. In der zweiten Hälfte haben wir es zu Beginn ein wenig aus der Hand gegeben, aber die Einwechselspieler haben uns zum Ende hin nochmal geholfen. Im Spiel habe ich gesagt, dass es ein klarer Elfmeter war. Aber in der Wiederholung sieht man, dass wir in der Situation Glück hatten."
Vincenzo Grifo (SC Freiburg): "Es ist schon ein paar Mal passiert, dass solche Elfmeter nicht gepfiffen worden sind. Es tut mir ein wenig leid für Berlin. Der Kontakt ist da, aber man muss ihn nicht geben. Wir dürfen uns nicht beschweren, wenn er ihn nicht pfeift."
Fredi Bobic (Geschäftsführer Hertha BSC): "Das Ergebnis ist brutal, wenn man das ganze Spiel betrachtet. Es ist ein leichter Kontakt, aber das ist mir zu wenig. Das reicht für einen Elfmeter nicht aus. Wir müssen es so nehmen, aber für mich ist es eine klare Fehlentscheidung. Wir haben versucht nach vorne zu spielen, in den entscheidenden Situationen aber nicht die Tore gemacht. Am Ende bekommen wir noch zwei Gurken, die auch aus dem Zufall entstehen. Wir müssen weiter dranbleiben und an den guten Dingen arbeiten. Aber die haben wir heute leider nicht genutzt."
Marcel Lotka (Hertha BSC): "Ich bin glücklich über mein Debüt, auch wenn ich es mir natürlich anders vorgestellt habe. Wir haben von Anfang an gekämpft, nach dem frühen Gegentor waren wir ein wenig geknickt, haben uns dann aber zusammen aufgerappelt und auch in der Halbzeit noch mal gepusht, um es besser zu machen. Das ist uns am Ende leider nicht gelungen, die Niederlage tut weh. Wir müssen das jetzt abhaken, weiterarbeiten und kämpfen. Es zählt jeder Punkt!"
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Einer für die Startelf?
Marcel Lotka, der eigentlich fünfte Keeper der Alten Dame, feierte heute sein Bundesliga-Debüt und überzeugte auf ganzer Linie. Die eigentliche Nummer eins, Alexander Schwolow, der wegen einer Corona-Infektion ausgefallen war, konnte in der laufenden Saison nie wirklich gänzlich überzeugen. Mit nur 60 Prozent abgewehrten Torschüssen ist er das Schlusslicht der Bundesliga. Torhüter Nummer zwei und drei, Oliver Christensen und Rune Jarstein, standen ebenfalls nicht zur Verfügung. Die eigentliche Nummer vier, Nils Körber, kam gerade erst von einer Verletzung zurück. Somit fiel die Wahl auf Lotka, der eine starke Leistung abrief und sich für weitere Einsätze empfahl.
Die Statistik: 19
Das 1:0 des SC Freiburg war der 19. Treffer durch eine Standardsituation in der laufenden Saison für die Breisgauer. Das ist Bundesliga-Höchstwert und ein neuer Vereinsrekord.
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Quelle: Perform
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