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SC Freiburg träumt nach souveränen Heimsieg gegen VfL Bochum von Champions League - Sallai trifft doppelt
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Publiziert 16/04/2022 um 17:21 GMT+2 Uhr
Der SC Freiburg darf durch das 3:0 (2:0) gegen den VfL Bochum am 30. Bundesliga-Spieltag von Europa träumen. Lukas Kübler (5.) und Roland Sallai (16./53.) trafen. Konstantinos Stafylidis sah Rot für ein grobes Foul an Sallai (68.), VfL-Trainer Thomas Reis folgte ihm - Platzverweis wegen Meckerns (70.). Sallai hat damit nun drei seiner vier Pflichtspieltreffer 2021/22 gegen Bochum erzielt.
Roland Sallai trifft zum 2:0 - SC Freiburg vs. VfL Bochum
Fotocredit: Getty Images
Die Hausherren erwischten einen tollen Start. Bereits in der dritten Minute verpassten sie durch Maximilian Eggestein den Führungstreffer knapp, lediglich zwei Minuten später fiel dieser dann aber doch. Lukas Kübler netzte nach einem klasse Zuspiel von Nicolas Höfler sehenswert.
Freiburg drückte mit der Führung im Rücken weiter forsch nach vorne und erhöhte mit einem erfolgreichen Konter durch Roland Sallai auf 2:0 (16.). Auch in der Folge erarbeitete sich die Mannschaft von Trainer Christian Streich gute Chancen, um das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten.
Bochum bekam kaum Zugriff und zog in der Defensive meist den Kürzeren. Der Aufsteiger schaffte es in der ersten Halbzeit wenige Male, Nadelstiche zu setzen, ein Tor sprang für ihn dabei aber nicht heraus.
VfL-Cheftrainer Thomas Reis reagierte auf die schwache erste Hälfte seines Teams, indem er zu Beginn des zweiten Abschnitts mit Simon Zoller, Danny Blum sowie Elvis Rexhbeçaj drei Neue brachte und von einem 4-5-1 auf ein 4-3-3 umstellte. Diese Systemänderung zahlte sich aber nicht aus.
Der SCF erhöhte nach dem Seitenwechsel seinen Ballbesitzanteil und vergrößerte sein Chancenplus. Bochum war weiterhin deutlich unterlegen und fing sich in der 53. Minute durch ein Kopfballtor von Sallai das 0:3.
Die Gäste hätten sich nicht darüber beklagen dürfen, wenn sie noch deutlicher unter die Räder gekommen wären. In der 61. Minute hatte Nico Schlotterbeck die große Chance auf das 4:0, jedoch vergab der Nationalspieler völlig freistehend aus vier Metern.
Sieben Minuten später dezimierte sich Bochum selbst. Konstantinos Stafylidis grätschte Doppelpacker Sallai im Mittelfeld kompromisslos mit gestrecktem Bein um und wurde dafür zu Recht mit Rot des Feldes verwiesen. Sehr zum Ärger von Trainer Reis, der mit dem Platzverweis seines Schützlings überhaupt nicht einverstanden war. Er beschwerte sich energisch und wurde vom Unparteiischen auf die Tribüne geschickt (70.). Erstmals in dieser Bundesliga-Saison wurde somit ein Cheftrainer mit der Roten Karte bestraft. Laut "Sky" weil er dem vierten Offiziellen den sogenannten "Scheibenwischer" gezeigt haben soll.
Die Breisgauer zogen somit punktetechnisch zumindest vorübergehend mit den viertplatzierten Leipzigern gleich, die am Sonntag um 19:30 Uhr beim Tabellendritten Bayer Leverkusen antreten müssen.
Die Stimmen:
Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Heute waren wir fußballerisch um einiges besser als zuletzt in Frankfurt. Wir waren in den entscheidenden Situationen sehr wach und zweikampfstark. Wir haben ein tolles Spiel gemacht."
Thomas Reis (Trainer VfL Bochum): "Ich habe den 'Schweibenwischer' gemacht. Dazu stehe ich, aber ich habe meinen Spieler gemeint. Ich habe definitiv niemanden beleidigt, höchstens meinen Spieler. Ich habe gleich gemerkt, dass der Vierte Offizielle es auf sich bezieht. Deshalb bin ich an der Seitenlinie zu ihm hin, aber er hat sich darauf nicht mehr eingelassen. (...) Wir waren in allen Belangen komplett unterlegen. Wir konnten in keiner Phase des Spiels dagegenhalten. Wir waren komplett unterlegen. Wir haben einfache Fehler gemacht. Im Zentrum haben wir gefühlt keinen Zweikampf gewonnen."
Anthony Losilla (Kapitän VfL Bochum): "Die Freiburger waren in allen Bereichen besser als wir. Wir haben nicht so viele Spiele, in denen wir unterlegen sind, aber heute war ein Spiel, in dem wir gar nicht drin waren."
Simon Zoller (VfL Bochum): "Erste Halbzeit war schlecht, zweite auch. Wir dürfen uns nicht beschweren, wenn es hier 0:5, 0:6, oder 0:7 ausgeht. Ich kann mich an keinen Torschuss von uns erinnern. Wir waren heute einfach in allen Belangen unterlegen."
Der Tweet zum Spiel:
Ganz so balldominant waren die Breisgauer dann aber doch nicht.
Das fiel auf: Früh wie nie
Die Freiburger sind in dieser Saison nicht dafür bekannt, schnell relativ komfortabel in Führung zu gehen. Bochum gerät hingegen üblicherweise nicht allzu früh deutlich in Rückstand. Diesmal war allerdings alles anders. In der 16. Minute erzielte der Sport-Club seinen frühesten Zwei-Tore-Vorsprung der laufenden Bundesliga-Spielzeit, der gleichbedeutend mit dem frühesten Bochumer Zwei-Tore-Rückstand der Saison 2021/22 ist. Und dabei hätte das in der Anfangsphase gezündete Offensiv-Feuerwerk des Sport-Clubs sogar deutlich schlimmer für den Aufsteiger ausgehen können.
Die Statistik: 100
Nach Streichs 300. Partie als SCF-Coach im Hinrunden-Duell mit Bochum kam es diesmal zum nächsten Jubiläum: Für Reis war es das 100. Pflichtspiel als VfL-Trainer.
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Quelle: Eurosport
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