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TSG Hoffenheim bezwingt harmlosen Hertha BSC - Kraichgauer beenden Berliner Siegesserie
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Publiziert 29/10/2021 um 22:24 GMT+2 Uhr
Hertha BSC hat nach drei Pflichtspielsiegen wieder eine Niederlage einstecken müssen. Bei der TSG Hoffenheim unterlag die Mannschaft von Pál Dárdai 0:2 (0:2). Nach einer guten Anfangsphase der Berliner brachte Andrej Kramarić die Gastgeber in Führung (19.). Sebastian Rudy erzielte noch in der ersten Halbzeit den Endstand (36.). Dedryck Boyata flog nach einem groben Foul mit Rot vom Feld (76.).
Sebastian Rudy
Fotocredit: Getty Images
Das Duell der Tabellennachbarn im Mittelfeld der Bundesliga benötigte keine lange Anlaufzeit, weil beide Mannschaften zu Beginn mutig nach vorne spielten. Angelo Stiller setzte den Ball bei der ersten Chance des Spiels nur knapp am linken Winkel vorbei (5.), auf der Gegenseite bewahrte Oliver Baumann die Hausherren mit einer starken Parade gegen Marco Richter vor dem Rückstand (7.).
Nach 19 Minuten durften schließlich die Hoffenheimer zum ersten Mal jubeln: Ein von Richter abgelenkter Skov-Schuss landete im Zentrum bei Ilhas Bebou, der die Kugel mit Übersicht für Andrej Kramarić durchließ. Von Niklas Stark noch leicht abgefälscht fand der Schuss des Kroaten aus neun Metern seinen Weg zur TSG-Führung ins Netz (19.).
Die Kraichgauer blieben in der Folge das aktivere Team und erhöhten noch vor der Pause durch Sebastian Rudy auf 2:0. Ein satter Schuss von Skov prallte vom Pfosten vor die Füße des ehemaligen Nationalspielers, der den Ball technisch anspruchsvoll direkt und flach aus 14 Metern im Berliner Kasten versenkte (36.).
Mit der komfortablen Führung im Rücken nahm die TSG in Hälfte zwei das Tempo merklich aus der Partie und wurde auch defensiv von einer harmlosen Hertha kaum gefordert.
Gerade als die Berliner nach einem aberkannten Abseitstor des eingewechselten Myziane Maolida nochmal neuen Mut zu schöpfen schienen (71.), machte Dedryck Boyta das kurze Berliner Momentum umgehend zunichte. Nach einem groben Foulspiel mit der offenen Sohle an Stiller sah der Belgier zunächst Gelb von Schiedsrichter Sven Jablonski. Auf Zuruf des VAR sah sich der Unparteiische die Szene nochmals am Seitenrand an und verwies Boyata anschließend mit Rot vom Feld (76.).
Mit einem Mann mehr spielte Hoffenheim die Partie souverän zu Ende und fuhr ungefährdet den dritten Ligasieg in Folge ein.
Die Stimmen:
Sebastian Hoeneß (Trainer TSG Hoffenheim): "Nach 15 Minuten der ersten Halbzeit waren wir überlegen. Wir haben dann auch eine gewisse Effektivität gezeigt und machen zwei Tore, es waren sogar mehr möglich. Wir haben wenig zugelassen. Es hat sich stabil angefühlt."
Pál Dárdai (Trainer Hertha BSC): "Heute haben wir unsere Haut viel zu einfach abgegeben. Jetzt fahren wir mit 0:2 nach Hause, das müssen wir einfach runterschlucken. In der ersten Halbzeit haben wir zu viel verschenkt, am Ende war das ein verdienter Sieg für Hoffenheim."
Sebastian Rudy (TSG Hoffenheim): "Wir waren sehr griffig in den Zweikämpfen und bei den zweiten Bällen. So haben wir sie zu vielen Fehlpässen gezwungen und sind zu unseren Chancen gekommen. Ein hochverdienter Sieg für uns."
Niklas Stark (Hertha BSC): "Wir haben zu viele Verlagerungen der Hoffenheimer zugelassen, was auf Dauer schwer zu verteidigen war. Wir müssen wieder unsere Kompaktheit herstellen, dann haben wir auch gegen Leverkusen eine Chance."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Kramarić brilliert gegen seinen Lieblingsgegner
Hoffenheims Starspieler Andrej Kramarić bot gegen seinen Lieblingsgegner Hertha BSC mal wieder eine überragende Leistung. Mit allen Freiheiten ausgestattet trieb sich der kroatische Nationalspieler nahezu überall auf dem Feld herum und entzog sich zwischen den Linien immer wieder klug der Bewachung der Berliner Abwehrspieler. Insgesamt war der Stürmer an sieben Hoffenheimer Torschüssen direkt beteiligt und machte seinem Ruf als Hertha-Schreck alle Ehre.
In elf Duellen mit der Hertha erzielte Kramarić nun bereits neun Tore - so viele wie gegen keinen anderen Verein. Außerdem ist er gegen die Hauptstädter noch ungeschlagen, holte acht Siege und drei Remis.
Die Statistik: 200
Trainer Pál Dárdai bestritt gegen Hoffenheim sein 200. Pflichtspiel an der Seitenlinie von Hertha BSC. Bislang stehen für den Ungarn 74 Siege, 50 Remis und 76 Niederlagen zu Buche.
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Quelle: Perform
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